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KI

GenAI / Generative KI

KI, die neue Inhalte erstellt – Text (ChatGPT), Bilder (DALL-E, Midjourney), Code (GitHub Copilot). GenAI revolutioniert Content-Erstellung, Kundenservice und Softwareentwicklung.

Generative KI ist die transformativste Technologie seit dem Internet. ChatGPT, Claude, Gemini und Midjourney zeigen täglich, was möglich ist: natürliche Konversationen, Code-Generierung, Bildkreation und Datenanalyse. Für Unternehmen bietet GenAI enormes Potenzial zur Effizienzsteigerung – aber auch Risiken bei unkontrolliertem Einsatz. Die Frage ist nicht, ob GenAI relevant ist, sondern wie Sie es strategisch einsetzen.

Was ist GenAI / Generative KI?

Generative KI (GenAI) bezeichnet KI-Systeme, die neue Inhalte erstellen können: Texte, Bilder, Code, Audio, Video und mehr. Im Kern stehen Large Language Models (LLMs) wie GPT-4 (OpenAI), Claude (Anthropic), Gemini (Google) und LLaMA (Meta), die auf riesigen Datenmengen trainiert wurden und menschenähnliche Texte generieren. Diffusionsmodelle (DALL-E, Stable Diffusion, Midjourney) erzeugen Bilder aus Textbeschreibungen. Code-Assistenten (GitHub Copilot, Cursor) unterstützen Entwickler beim Programmieren. GenAI basiert auf Transformer-Architektur, die 2017 von Google vorgestellt wurde und die Verarbeitung von Sequenzdaten revolutionierte.

Wie funktioniert GenAI / Generative KI?

LLMs werden in zwei Phasen trainiert: 1) Pre-Training: Das Modell lernt Sprachmuster aus Milliarden von Texten (Bücher, Websites, Code). Es lernt Grammatik, Fakten, Argumentationsstrukturen und Zusammenhänge. 2) Fine-Tuning/RLHF: Das Modell wird auf spezifische Aufgaben optimiert und durch menschliches Feedback (Reinforcement Learning from Human Feedback) auf Nützlichkeit und Sicherheit trainiert. Bei der Inferenz (Nutzung) generiert das Modell Token für Token – jedes nächste Wort basiert auf der Wahrscheinlichkeitsverteilung, die aus dem gesamten bisherigen Kontext berechnet wird. RAG (Retrieval-Augmented Generation) ergänzt die Generierung durch Abruf aktueller, unternehmensspezifischer Informationen aus einer Wissensdatenbank.

Praxisbeispiele

1

Kunden-Support: Ein RAG-basierter Chatbot beantwortet 80% der Support-Anfragen automatisch, greift auf die aktuelle Wissensdatenbank zu und eskaliert komplexe Fälle an menschliche Mitarbeiter.

2

Code-Assistenz: GitHub Copilot generiert Codevorschläge in Echtzeit basierend auf Kommentaren und Kontext – Entwickler berichten von 30-55% Produktivitätssteigerung.

3

Content-Erstellung: Marketing-Teams nutzen GenAI für erste Entwürfe von Blogartikeln, Social-Media-Posts und Produktbeschreibungen – Redakteure verfeinern und verifizieren.

4

Datenanalyse: Nutzer stellen Fragen in natürlicher Sprache an ihre Geschäftsdaten und erhalten Antworten als Text, Tabellen oder Diagramme.

5

Dokumenten-Zusammenfassung: Lange Verträge, Reports oder Forschungsarbeiten werden in Sekundenschnelle auf die Kernaussagen zusammengefasst.

Typische Anwendungsfälle

Kundenservice: KI-Chatbots und automatische E-Mail-Beantwortung mit Wissensdatenbank-Anbindung

Content und Marketing: Erstellung von Texten, Bildern, Übersetzungen und Personalisierung

Softwareentwicklung: Code-Generierung, Debugging-Unterstützung, Test-Erstellung und Dokumentation

Wissensmanagement: Intelligente Suche und Frage-Antwort-Systeme über Unternehmensdokumente

Datenanalyse: Natural Language Queries auf Geschäftsdaten und automatisierte Report-Generierung

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Massive Produktivitätssteigerung: Routineaufgaben in Minuten statt Stunden erledigen
  • Demokratisierung: Nicht-Experten können Texte, Bilder und Analysen erstellen
  • 24/7-Verfügbarkeit: KI-Assistenten arbeiten rund um die Uhr ohne Ermüdung
  • Skalierung: Einmal implementiert, bedient GenAI beliebig viele Nutzer gleichzeitig
  • Innovation: Neue Geschäftsmodelle und Produkte, die ohne GenAI nicht möglich wären

Nachteile

  • Halluzinationen: LLMs generieren überzeugend klingende, aber faktisch falsche Informationen
  • Datenschutz: Unternehmensdaten in Cloud-LLMs bergen Vertraulichkeitsrisiken
  • Qualitätssicherung: GenAI-Output muss immer von Menschen geprüft werden (Human-in-the-Loop)
  • Kosten: API-Kosten für LLMs steigen mit der Nutzung; Fine-Tuning erfordert GPU-Ressourcen
  • Bias: Modelle übernehmen Vorurteile und Verzerrungen aus den Trainingsdaten

Häufig gestellte Fragen zu GenAI / Generative KI

Welches LLM ist das beste für Unternehmen?

GPT-4o (OpenAI) bietet die breiteste Fähigkeitspalette und das größte Ökosystem. Claude (Anthropic) ist stark bei nuancierten Analysen, langen Dokumenten und sicherem Verhalten. Gemini (Google) integriert sich gut in Google Workspace. Für Datenschutz-sensible Anwendungen: selbst gehostete Open-Source-Modelle wie LLaMA 3, Mistral oder Mixtral. Die Wahl hängt von Use Case, Datenschutzanforderungen und Budget ab.

Wie verhindere ich Halluzinationen?

RAG (Retrieval-Augmented Generation) ist der effektivste Ansatz: Das LLM generiert Antworten nur basierend auf abgerufenen, verifizierten Dokumenten. Weitere Maßnahmen: Systemanweisungen die Unsicherheit auszudrücken, Fakten-Checking durch nachgelagerte Validierung, Quellenangaben in Antworten, und Temperatur-Parameter niedrig setzen (weniger kreativ = weniger Halluzinationen).

Was kostet der Einsatz von GenAI?

API-Kosten: GPT-4o ca. 5 USD/1M Input Tokens, Claude 3.5 Sonnet ähnlich. Für ein Chatbot-Projekt: 200-2.000 EUR/Monat API-Kosten je nach Volumen. Entwicklungskosten: Ein RAG-basierter KI-Assistent kostet 15.000-50.000 EUR Entwicklung. Ein umfassendes GenAI-Transformationsprojekt: 50.000-200.000 EUR. Self-Hosted-Modelle erfordern GPU-Server (ca. 500-2.000 EUR/Monat).

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