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DevOps

CI/CD

Continuous Integration / Continuous Deployment – automatisierte Prozesse zum Testen und Ausliefern von Software-Updates für schnellere Releases bei hoher Qualität.

CI/CD ist das Herz moderner Softwareentwicklung. Statt monatlicher, risikoreicher Releases ermöglicht CI/CD tägliche oder sogar stündliche Deployments – automatisiert, getestet und zuverlässig. Unternehmen wie Netflix, Amazon und Spotify deployen tausende Male pro Tag dank ausgereifter CI/CD-Pipelines. Für jedes Entwicklungsteam ist CI/CD heute ein Muss, nicht ein Nice-to-have.

Was ist CI/CD?

CI/CD umfasst drei Praktiken: Continuous Integration (CI) – Entwickler integrieren ihren Code mehrmals täglich in ein gemeinsames Repository, wobei automatische Tests jeden Commit prüfen. Continuous Delivery (CD) – der Code ist jederzeit deploybar; Releases werden automatisiert vorbereitet, aber manuell freigegeben. Continuous Deployment – jede Änderung, die alle Tests besteht, wird automatisch in Produktion deployed. CI/CD-Pipelines orchestrieren die Schritte: Build, Lint, Unit-Tests, Integration-Tests, Security-Scans, Staging-Deployment und Produktion-Deployment.

Wie funktioniert CI/CD?

Eine typische CI/CD-Pipeline: 1) Ein Entwickler pushed Code in ein Git-Repository. 2) Der CI-Server (GitHub Actions, GitLab CI, Jenkins) wird automatisch getriggert. 3) Build: Der Code wird kompiliert/gebundelt. 4) Lint: Code-Qualität wird geprüft (ESLint, Prettier). 5) Unit-Tests: Schnelle, isolierte Tests der einzelnen Funktionen. 6) Integration-Tests: Zusammenspiel der Komponenten wird getestet. 7) Security-Scan: Abhängigkeiten werden auf bekannte Schwachstellen geprüft. 8) Staging-Deployment: Automatisches Deployment in eine Testumgebung. 9) E2E-Tests: Benutzerflows werden in der Staging-Umgebung getestet. 10) Produktion-Deployment: Automatisch oder per manueller Freigabe.

Praxisbeispiele

1

GitHub Actions Pipeline: Bei jedem Pull Request werden Linting, Tests und Build automatisch ausgeführt. Nur wenn alles grün ist, kann gemerged werden.

2

GitLab CI mit Docker: Jeder Branch bekommt automatisch eine eigene Preview-Umgebung per Docker – Stakeholder können Features vor dem Merge live testen.

3

Canary Deployment: Neue Versionen werden zunächst nur an 5% der Nutzer ausgerollt, bei positiven Metriken schrittweise auf 100% erhöht.

4

Monorepo-CI: In einem Monorepo mit Frontend und Backend erkennt die Pipeline automatisch, welche Teile geändert wurden, und baut/testet nur diese.

Typische Anwendungsfälle

Webentwicklung: Automatisierte Deployments von Frontend (Vercel, Netlify) und Backend (Docker, Kubernetes)

Mobile Apps: Automatisierte Builds und Distribution an TestFlight (iOS) und Google Play Beta (Android)

Microservices: Unabhängige CI/CD-Pipelines pro Service ermöglichen isolierte, schnelle Releases

Infrastructure as Code: Terraform-/CloudFormation-Änderungen werden per CI/CD automatisch validiert und angewendet

Datenbankmigrationen: Schema-Änderungen werden automatisch getestet und in der Pipeline ausgeführt

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Schnellere Releases: Von wochenlangen Release-Zyklen zu täglichen oder stündlichen Deployments
  • Frühe Fehlererkennung: Bugs werden sofort beim Commit entdeckt, nicht erst Wochen später
  • Konsistenz: Jedes Deployment läuft identisch ab – keine manuellen Fehler bei der Auslieferung
  • Entwicklerproduktivität: Automatisierung befreit Entwickler von manuellen Build- und Test-Aufgaben
  • Risikominimierung: Kleine, häufige Änderungen sind leichter zu debuggen als große, seltene Releases

Nachteile

  • Initialer Aufwand: Pipeline-Einrichtung, Testinfrastruktur und Staging-Umgebungen erfordern Investment
  • Testabdeckung nötig: CI/CD ohne gute Tests ist nur schnelleres Deployment von Bugs
  • Komplexität: Fortgeschrittene Pipelines (Multi-Stage, Matrix-Builds, Caching) können komplex werden
  • Kosten: CI/CD-Runner (Build-Minuten), Staging-Umgebungen und Tools verursachen laufende Kosten

Häufig gestellte Fragen zu CI/CD

Was ist der Unterschied zwischen Continuous Delivery und Continuous Deployment?

Continuous Delivery bedeutet, dass der Code jederzeit deploybar ist, aber ein Mensch das Deployment manuell freigibt (z.B. per Button-Klick). Continuous Deployment geht einen Schritt weiter: Jede Änderung, die alle automatisierten Tests besteht, wird ohne manuellen Eingriff in Produktion deployed. Die meisten Unternehmen starten mit Continuous Delivery und entwickeln sich bei wachsendem Vertrauen in ihre Tests zu Continuous Deployment weiter.

Welches CI/CD-Tool ist das beste?

GitHub Actions ist ideal für GitHub-Projekte mit großzügigem Free Tier und einfacher YAML-Konfiguration. GitLab CI/CD ist hervorragend integriert in GitLab mit Auto DevOps. Jenkins ist der Klassiker mit maximaler Flexibilität, aber höherem Wartungsaufwand. CircleCI und Buildkite bieten schnelle Builds mit Docker-Support. Für Kubernetes-native Pipelines: Tekton oder Argo Workflows.

Wie starte ich mit CI/CD?

Beginnen Sie minimal: 1) Automatisierter Build bei jedem Commit. 2) Linting und Unit-Tests in der Pipeline. 3) Automatisches Staging-Deployment. 4) Manuelle Produktion-Freigabe. Erweitern Sie schrittweise: Integration-Tests, Security-Scans, Performance-Tests, Canary-Deployments. Wichtig: Investieren Sie zuerst in gute Tests – CI/CD ohne Tests ist nutzlos.

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