Cloud-Migration im Mittelstand: Phasen, Stakeholder und typische Budgettreiber
Eine belastbare Kostenschätzung entsteht erst, wenn klar ist, welche Workloads wandern, welche Verfügbarkeit und welche Compliance-Anforderungen gelten und ob Sie eher rehosten, replatformen oder refactorisieren. Der Rechner auf dieser Seite fasst diese Dimensionen zu einer Grobspanne zusammen – ergänzend helfen die folgenden Abschnitte, interne Diskussionen mit IT, Fachbereich und Finanzen zu strukturieren, bevor Sie Detailangebote einholen.
Discovery und Landing Zone
In der Discover-Phase inventarisieren Sie Anwendungen, Datenklassen, Abhängigkeiten und bestehende Betriebsmodelle. Eine Landing Zone in der Zielcloud (Konten, Netzwerk, IAM, Logging) ist oft der erste Kostenblock – sie verhindert aber späteres Chaos. Ohne diese Grundlage werden Migrationen teuer, weil Teams parallel „die Cloud umbauen“, während bereits Workloads laufen. Planen Sie Zeit für Schulungen und Playbooks ein, nicht nur für reine Infrastruktur.
Daten, Cutover und Rollback
Das Datenvolumen treibt Transferkosten und Sync-Fenster; gleichzeitig bestimmen RTO/RPO, ob Sie nahtlose Online-Switches oder kontrollierte Stillstände brauchen. Je strenger die Verfügbarkeit, desto höher der Aufwand für Tests, Monitoring und ggf. parallelen Betrieb. Rollback-Szenarien sind kein Luxus: Sie verhindern teure Notfalleingriffe, wenn Schnittstellenpartner ihre Cutover-Termine verschieben.
Nach dem Go-Live: FinOps und Security
Laufende Kosten hängen von Autoscaling, Speicher-Tiering, vergessenen Test-Umgebungen und Lizenzmodellen ab. Budget-Alerts und Tagging sind Pflicht. Security-Härtung (Härtung von APIs, Secrets-Management, regelmäßige Patches) sollte bereits in der Migrationssumme stecken, nicht als „kleine Nacharbeit“. Für vertiefende Leistungsbausteine siehe Cloud-Migration und Managed IT Services.