Vergleich im Überblick
| Kriterium | On-Premise | Cloud |
|---|---|---|
| Anfangsinvestition | Hoch (Hardware, Lizenzen) | Niedrig (Pay-as-you-go) |
| Laufende Kosten | Vorhersehbar, oft günstiger bei Skalierung | Variabel, kann bei Wachstum teuer werden |
| Skalierbarkeit | Begrenzt, Hardware-Beschaffung nötig | Sofort, elastisch |
| Datenkontrolle | Volle Kontrolle, Daten im Haus | Beim Anbieter, Vertrauen nötig |
| Compliance (DSGVO) | Einfacher bei sensiblen Daten | EU-Cloud möglich, aber Prüfung nötig |
| Wartungsaufwand | Hoch (eigenes IT-Team nötig) | Niedrig (managed) |
| Verfügbarkeit | Selbst verantwortlich | SLAs bis 99,99% |
| Vendor Lock-in | Gering | Risiko bei proprietären Services |
| Disaster Recovery | Eigene Lösung nötig | Oft integriert, Multi-Region möglich |
| Time-to-Market | Langsamer (Beschaffung, Setup) | Schnell (Minuten bis Stunden) |
Wann On-Premise sinnvoll ist
- Strenge Compliance-Anforderungen – Banken, Gesundheitswesen, Behörden mit Audit-Pflichten
- Hochsensible Daten – Patientendaten, Finanzdaten, Staatsgeheimnisse
- Bestehende Infrastruktur – Rechenzentrum vorhanden, IT-Team aufgebaut
- Vorhersehbare, konstante Last – keine Skalierungsspitzen
- Langfristige Kostenoptimierung – bei großem Volumen oft günstiger
Wann Cloud sinnvoll ist
- Schnelles Time-to-Market – Startup, MVP, neue Produkte
- Variable oder wachsende Last – Skalierung nach Bedarf
- Kein eigenes IT-Team – Managed Services statt Eigenverantwortung
- Globale Präsenz – Multi-Region-Deployment für internationale Nutzer
- Niedrige Anfangsinvestition – OpEx statt CapEx bevorzugt
Die Hybrid-Option
Viele Unternehmen entscheiden sich für eine Hybrid-Cloud-Strategie:
- Kern-Datenbank On-Premise – sensible Daten bleiben im Haus
- Frontend und APIs in der Cloud – Skalierbarkeit für Endnutzer
- Cloud-Bursting für Lastspitzen – zusätzliche Kapazität bei Bedarf
- Disaster Recovery in der Cloud – Backup-Standort ohne eigenes zweites RZ
Total Cost of Ownership (TCO)
Die Kostenrechnung ist komplexer als "Cloud ist billiger":
On-Premise Kosten
- • Hardware (Server, Storage, Netzwerk)
- • Software-Lizenzen (OS, Datenbank, etc.)
- • Strom, Kühlung, Fläche
- • IT-Personal für Wartung
- • Ersatzteile, Erneuerung alle 3-5 Jahre
Cloud Kosten
- • Compute (CPU, RAM pro Stunde)
- • Storage (pro GB/Monat)
- • Data Transfer (Egress-Gebühren!)
- • Managed Services (DB, Cache, etc.)
- • Support-Pläne
Faustregel: Cloud ist günstiger bei kleinem Umfang und variablen Anforderungen. On-Premise wird ab einer gewissen Größe und bei stabiler Last oft wirtschaftlicher.
On-Premise, Cloud oder Hybrid?
Wir analysieren Ihre Anforderungen und empfehlen die optimale Strategie – herstellerneutral und mit Blick auf Ihre langfristigen Ziele.