Definition of Done – Definition, Erklärung und Praxisbeispiel
Die Definition of Done legt verbindlich fest, wann eine Aufgabe, ein Feature oder ein Sprint-Ergebnis als wirklich fertig gilt. Sie umfasst neben der Programmierung auch Code-Review, Tests, Dokumentation, Sicherheit und fachliche Abnahme.
Die Definition of Done legt verbindlich fest, wann eine Aufgabe, ein Feature oder ein Sprint-Ergebnis als wirklich fertig gilt. Sie umfasst neben der Programmierung auch Code-Review, Tests, Dokumentation, Sicherheit und fachliche Abnahme. Die Definition of Done (DoD) ist ein verbindliches, gemeinsam vereinbartes Set von Kriterien, das festlegt, wann eine Aufgabe, ein User Story oder ein Sprint-Ergebnis als wirklich abgeschlossen gilt.
Definition of Done: Definition & Nutzen | Glossar
„Fertig“ ist in Softwareprojekten ein gefährliches Wort. Für den einen heißt es „programmiert“, für den anderen „getestet, dokumentiert und freigegeben“. Genau hier setzt die Definition of Done an: Sie macht aus einem unscharfen Gefühl ein verbindliches, gemeinsames Verständnis.
Erst wenn alle vereinbarten Kriterien erfüllt sind, gilt eine Aufgabe als erledigt – das schafft Transparenz, verlässliche Abnahmen und wartbare Software.
Zu Definition of Done finden Sie hier eine kompakte Definition, eine verständliche Erklärung und ein konkretes Praxisbeispiel - ergänzt um weitere Anwendungsfälle und FAQ.
Was ist Definition of Done?
- Definition of Done - Die Definition of Done legt verbindlich fest, wann eine Aufgabe, ein Feature oder ein Sprint-Ergebnis als wirklich fertig gilt. Sie umfasst neben der Programmierung auch Code-Review, Tests, Dokumentation, Sicherheit und fachliche Abnahme.
Die Definition of Done (DoD) ist ein verbindliches, gemeinsam vereinbartes Set von Kriterien, das festlegt, wann eine Aufgabe, ein User Story oder ein Sprint-Ergebnis als wirklich abgeschlossen gilt. Sie ist ein zentrales Element agiler Entwicklung und insbesondere von Scrum.
„Fertig programmiert“ reicht dabei nicht aus: Eine gute Definition of Done umfasst typischerweise Code-Review, automatisierte Tests, erfüllte Akzeptanzkriterien, aktuelle Dokumentation, bestandene Sicherheits-Checks, Deploymentfähigkeit, einen erfolgreichen Test auf einer Staging-Umgebung und die fachliche Abnahme durch den Fachbereich.
Die DoD gilt einheitlich für alle Aufgaben und schafft so Vergleichbarkeit und Transparenz. Sie unterscheidet sich von den Akzeptanzkriterien einer einzelnen Story: Akzeptanzkriterien beschreiben, was eine konkrete Funktion leisten muss, die DoD beschreibt die übergreifenden Qualitätsanforderungen an jede Lieferung.
Wie funktioniert Definition of Done?
Das Team vereinbart die Definition of Done gemeinsam – idealerweise mit Beteiligung von Entwicklung, Qualitätssicherung und Fachbereich. Festgelegt wird, welche Schritte eine Aufgabe durchlaufen muss, bevor sie als erledigt gilt: etwa Code-Review, automatisierte Tests, Dokumentation, Security-Checks und fachliche Abnahme.
Diese Kriterien werden sichtbar gemacht, zum Beispiel auf dem Board oder im Ticketsystem. Während eines Sprints wird jede Aufgabe an dieser DoD gemessen; ist auch nur ein Kriterium offen, gilt sie nicht als fertig.
In regelmäßigen Retrospektiven prüft das Team, ob die Definition of Done noch passt – zu streng verlangsamt kleine Änderungen, zu vage verhindert echte Steuerung. So entwickelt sich die DoD mit dem Projekt weiter.
Praxisbeispiele
Eine Story gilt erst als fertig, wenn der Code reviewed, automatisiert getestet, dokumentiert und vom Fachbereich abgenommen wurde.
Ein Team ergänzt seine Definition of Done um einen Security-Check, nachdem eine Schwachstelle erst spät aufgefallen war.
Vor jedem Release stellt die DoD sicher, dass alle Funktionen auf einer Staging-Umgebung getestet wurden.
Ein Fachbereich erkennt am Board, dass eine Aufgabe trotz fertiger Programmierung noch nicht freigegeben ist, weil die Abnahme fehlt.
Bei einem Dienstleisterwechsel sorgt eine klare DoD dafür, dass neue Lieferungen denselben Qualitätsstandard erfüllen.
Typische Anwendungsfälle
Agile Softwareprojekte nach Scrum oder Kanban
Verteilte Teams, die ein gemeinsames Qualitätsverständnis brauchen
Projekte mit Fachbereichsabnahme und regulatorischen Anforderungen
Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und klaren Lieferstandards
Produkte mit hohen Anforderungen an Wartbarkeit und Sicherheit
Teams, die wiederkehrende Qualitätsprobleme strukturell lösen wollen
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Gemeinsames, verbindliches Verständnis von „fertig“ über das ganze Team
- Transparente Abnahmen statt Diskussionen über Fertigstellungsgrad
- Höhere Codequalität und Wartbarkeit durch verankerte Tests und Reviews
- Weniger Nacharbeit, weil Qualität nicht erst am Ende geprüft wird
- Verlässliche Releasefähigkeit, weil jede Lieferung denselben Standard erfüllt
Nachteile
- Eine zu strenge Definition kann kleine Änderungen unnötig verlangsamen
- Eine zu vage Definition verhindert echte Steuerung und Vergleichbarkeit
- Erfordert Disziplin, die Kriterien konsequent einzuhalten
- Muss regelmäßig überprüft und an das Projekt angepasst werden
- Wirkt nur, wenn das ganze Team die DoD akzeptiert und lebt
Häufig gestellte Fragen zu Definition of Done
Was ist der Unterschied zwischen Definition of Done und Akzeptanzkriterien?
Akzeptanzkriterien beschreiben, was eine konkrete Funktion leisten muss. Die Definition of Done beschreibt die übergreifenden Qualitätsanforderungen, die für jede Lieferung gelten – etwa Tests, Review, Dokumentation und Abnahme.
Was gehört typischerweise in eine Definition of Done?
Häufige Bestandteile sind Code-Review, automatisierte Tests, erfüllte Akzeptanzkriterien, aktuelle Dokumentation, Security-Checks, Deploymentfähigkeit, ein Test auf Staging und die fachliche Abnahme.
Wer legt die Definition of Done fest?
Das Team vereinbart sie gemeinsam, idealerweise mit Entwicklung, Qualitätssicherung und Fachbereich. So entsteht ein akzeptiertes, realistisches Qualitätsverständnis statt einer von außen aufgezwungenen Regel.
Wie streng sollte die Definition of Done sein?
So streng wie nötig, so schlank wie möglich. Zu strenge Kriterien verlangsamen kleine Änderungen, zu vage verhindern Steuerung. Die DoD sollte in Retrospektiven regelmäßig überprüft werden.
Gilt die Definition of Done für jede Aufgabe?
Ja, sie gilt einheitlich für alle Aufgaben und schafft so Vergleichbarkeit. Für besondere Fälle kann es ergänzende Kriterien geben, der gemeinsame Kern bleibt aber für alle gleich.
Direkte naechste Schritte
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Definition of Done im Kontext moderner IT-Projekte
Definition of Done gehört zum Bereich Methoden und spielt in zahlreichen IT-Projekten eine wichtige Rolle. Bei der Entscheidung für oder gegen Definition of Done sollten Unternehmen nicht nur die technischen Eigenschaften betrachten, sondern auch organisatorische Faktoren wie vorhandenes Know-how im Team, bestehende Infrastruktur und langfristige Wartbarkeit.
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