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Services

Managed Services

Managed Services bezeichnen die Auslagerung von IT-Betriebsaufgaben an einen externen Dienstleister, der Systeme proaktiv ueberwacht, wartet und optimiert.

Managed Services ermöglichen es Unternehmen, den Betrieb ihrer IT-Infrastruktur an spezialisierte Dienstleister abzugeben. Statt eigene Kapazitaeten fuer Server-Wartung, Monitoring und Sicherheitsupdates vorzuhalten, uebernimmt ein Managed Service Provider (MSP) diese Aufgaben zuverlaessig und planbar. Das Ergebnis sind geringere Betriebskosten, hoehere Verfuegbarkeit und die Freiheit, sich auf das Kerngeschaeft zu konzentrieren.

Was ist Managed Services?

Managed Services sind ein Dienstleistungsmodell, bei dem ein externer Anbieter (Managed Service Provider, MSP) den laufenden Betrieb, die Ueberwachung und die Optimierung von IT-Systemen uebernimmt. Anders als beim klassischen Break-Fix-Modell, bei dem erst nach einem Ausfall reagiert wird, arbeiten Managed Services proaktiv: Systeme werden kontinuierlich ueberwacht, potenzielle Probleme fruehzeitig erkannt und behoben. Der Leistungsumfang wird in Service Level Agreements (SLAs) definiert, die Reaktionszeiten, Verfuegbarkeit und Verantwortlichkeiten regeln. Typische Bereiche sind Server- und Netzwerkverwaltung, Cloud-Infrastruktur, Datenbank-Administration, Sicherheitsmanagement und Backup. Die Abrechnung erfolgt meist monatlich auf Basis eines Festpreises, was Planungssicherheit schafft.

Wie funktioniert Managed Services?

Ein Managed Service Provider beginnt mit einem Assessment der bestehenden IT-Landschaft, identifiziert Schwachstellen und erstellt ein massgeschneidertes Betriebskonzept. Nach dem Onboarding werden Monitoring-Agenten und Management-Tools installiert, die Systeme rund um die Uhr ueberwachen. Automatisierte Alerts benachrichtigen das MSP-Team bei Auffaelligkeiten, sodass proaktiv eingegriffen werden kann. Regelmaessige Patches, Updates und Optimierungen werden im Rahmen von Change-Management-Prozessen durchgefuehrt. Monatliche Reports geben dem Kunden Transparenz ueber den Systemzustand und die erbrachten Leistungen.

Praxisbeispiele

1

Cloud-Infrastruktur-Management: Ein MSP verwaltet AWS- oder Azure-Umgebungen, optimiert Kosten, skaliert Ressourcen und sichert die Infrastruktur ab.

2

Datenbank-Administration: Ein Dienstleister uebernimmt Backup, Performance-Tuning und Updates fuer PostgreSQL-, MySQL- oder MongoDB-Instanzen.

3

Netzwerk-Management: Verwaltung von Firewalls, VPN-Gateways und Switches inklusive Sicherheitsrichtlinien und Firmware-Updates.

4

Application Management: Betrieb und Wartung geschaeftskritischer Anwendungen wie ERP- oder CRM-Systeme inklusive Monitoring und Fehlerbehebung.

5

Security-as-a-Service: Verwaltung von Endpoint-Protection, SIEM-Systemen und regelmaessige Schwachstellenscans durch ein spezialisiertes Security-Team.

Typische Anwendungsfälle

KMU ohne eigene IT-Abteilung: Externe Experten uebernehmen den kompletten IT-Betrieb zu planbaren monatlichen Kosten

Unternehmen mit Fachkraeftemangel: Managed Services schliessen Kompetenzluecken bei Cloud, Security oder Datenbanken

Skalierung ohne Personalaufbau: Bei Wachstum kann der MSP die betreute Infrastruktur flexibel erweitern

Compliance-Anforderungen: MSPs bringen Expertise in DSGVO, ISO 27001 und branchenspezifischen Regularien mit

24/7-Betrieb: Fuer Unternehmen, die keine eigene Nachtschicht oder Bereitschaft aufbauen wollen

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Planbare Kosten: Monatliche Festpreise statt unvorhersehbarer Reparaturkosten
  • Proaktives Handeln: Probleme werden erkannt und behoben, bevor Ausfaelle entstehen
  • Zugang zu Expertenwissen: MSPs beschaeftigen Spezialisten fuer verschiedene Technologien und Best Practices
  • Fokus aufs Kerngeschaeft: Interne Teams werden von operativen IT-Aufgaben entlastet
  • Hoehere Verfuegbarkeit: Professionelles Monitoring und schnelle Reaktionszeiten minimieren Ausfallzeiten

Nachteile

  • Abhaengigkeit vom Dienstleister: Wechselkosten koennen hoch sein, wenn der MSP proprietaere Tools nutzt
  • Kontrollverlust: Teile der IT-Infrastruktur liegen in fremden Haenden, was Vertrauen erfordert
  • Kommunikationsaufwand: Abstimmung zwischen internem Team und MSP erfordert klare Prozesse
  • Nicht immer guenstiger: Fuer grosse Unternehmen mit eigenem IT-Team kann ein MSP teurer sein als Eigenbetrieb

Häufig gestellte Fragen zu Managed Services

Was ist der Unterschied zwischen Managed Services und klassischem IT-Outsourcing?

Managed Services sind proaktiv und basieren auf SLAs mit definierten Leistungen und Reaktionszeiten. Klassisches Outsourcing ist oft reaktiv (Break-Fix) und wird nach Aufwand abgerechnet. Ein MSP ueberwacht Systeme kontinuierlich und greift ein, bevor Probleme entstehen, waehrend beim traditionellen Outsourcing erst nach einem Ausfall gehandelt wird.

Welche IT-Bereiche eignen sich am besten fuer Managed Services?

Besonders gut eignen sich standardisierbare Aufgaben wie Server-Administration, Netzwerk-Management, Backup und Security-Monitoring. Auch Cloud-Infrastruktur und Datenbank-Administration werden haeufig ausgelagert. Weniger geeignet sind hochspezifische Fachapplikationen, die tiefes Domaenwissen erfordern.

Wie waehlt man den richtigen Managed Service Provider aus?

Achten Sie auf Zertifizierungen (z.B. ISO 27001, AWS Partner), transparente SLAs mit messbaren KPIs, Referenzen aus Ihrer Branche und ein klar definiertes Onboarding. Wichtig sind auch Exit-Klauseln, die einen Anbieterwechsel ohne Lock-in ermöglichen, sowie ein dedizierter Ansprechpartner fuer Ihr Unternehmen.

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