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Inhouse-Entwicklung vs Agentur – was passt besser?

Vergleich der Entwicklungsmodelle: Kosten, Kontrolle, Flexibilität und Wissensaufbau.

Inhouse vs Agentur: Die richtige Sourcing-Entscheidung

Eigenes Entwicklungsteam aufbauen oder mit einer Agentur arbeiten? Diese strategische Entscheidung hat langfristige Auswirkungen auf Kosten, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile – die richtige Wahl hängt von Ihrer Unternehmensstrategie, dem Projektumfang und Ihren langfristigen IT-Zielen ab.

Inhouse-Entwicklung bedeutet, eigene Entwickler anzustellen und ein internes Team aufzubauen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Volle Kontrolle, direkter Zugriff, Wissen bleibt im Haus, und das Team versteht Ihre Geschäftsprozesse in der Tiefe. Die Nachteile: hohe Fixkosten (Gehälter, Sozialabgaben, Equipment, Weiterbildung), lange Anlaufzeit fürs Recruiting und begrenzte Skalierbarkeit. Gute Entwickler sind schwer zu finden – und zu halten. Bei Fluktuation geht Know-how verloren.

Externe Agenturen bieten Flexibilität und Zugriff auf ein breites Kompetenzspektrum. Sie zahlen nur, wenn Sie Entwicklungsleistung brauchen, können schnell skalieren und profitieren von Erfahrung aus vielen Projekten. Bei Spezialprojekten (Legacy-Modernisierung, KI, Mobile) haben Agenturen oft tieferes Know-how als ein kleines Inhouse-Team. Die Risiken: Abhängigkeit vom Partner, Kommunikationsaufwand und die Notwendigkeit, Wissen durch Dokumentation zu sichern.

Unsere Empfehlung: Hybrid-Modelle sind oft der beste Weg. Ein kleines Inhouse-Team kümmert sich um Kernkompetenzen, Architektur und Koordination. Externe Partner unterstützen bei Kapazitätsengpässen, Spezialprojekten oder wenn schnell skaliert werden muss. Als deutsche Agentur arbeiten wir häufig in solchen Konstellationen – als verlängerte Werkbank oder als Experten für spezifische Technologien.

Vergleich im Überblick

KriteriumInhouse-TeamExterne Agentur
AnfangskostenHoch (Recruiting, Onboarding)Projekt-basiert, planbar
Laufende KostenGehälter, Sozialabgaben, OverheadNur bei Bedarf
Kontrolle & SteuerungDirekter Zugriff, tägliche AbstimmungÜber Projektmanagement
WissensaufbauBleibt im UnternehmenBeim Partner, Dokumentation nötig
SkalierbarkeitBegrenzt (Recruiting dauert)Schnell hoch- und runterskalierbar
Technologie-BreiteBegrenzt auf Team-SkillsZugriff auf diverses Know-how
VerfügbarkeitUrlaub, Krankheit, FluktuationVertretung im Team
Langfristige BindungKontinuität möglichProjektweise, Wechsel möglich
Kulturelle IntegrationVolle IntegrationExterne Partner
Time-to-StartMonate (Recruiting)Wochen

Wann ein Inhouse-Team sinnvoll ist

  • Software ist Kerngeschäft – Sie sind ein Tech-Unternehmen oder SaaS-Anbieter
  • Langfristiger, kontinuierlicher Bedarf – dauerhaft 3+ Entwickler ausgelastet
  • Tiefes Domänenwissen nötig – komplexe Geschäftsprozesse, die nur Insider verstehen
  • Maximale Kontrolle gewünscht – schnelle Reaktion, direkter Zugriff
  • Wettbewerbsvorteil durch Technologie – proprietäre Lösungen als Differenzierung

Wann eine Agentur sinnvoll ist

  • Projektbasierter Bedarf – einmalige oder seltene Entwicklungsprojekte
  • Schneller Start – keine Zeit für monatelanges Recruiting
  • Spezialkompetenz gefragt – Legacy-Migration, KI, Mobile, spezielle Technologien
  • Variable Auslastung – mal viel, mal wenig Entwicklungsbedarf
  • Kapazitätsengpass – Inhouse-Team überlastet, zusätzliche Hände nötig

Das Hybrid-Modell

Viele erfolgreiche Unternehmen kombinieren beide Ansätze:

  • Interner Tech-Lead / Architekt – steuert Strategie und Qualität
  • Kern-Team inhouse – für Kernfunktionen und Domänenwissen
  • Agentur für Skalierung – bei Kapazitätsspitzen oder Spezialprojekten
  • Gemeinsames Code-Repository – Wissenstransfer und Qualitätssicherung

Kostenvergleich

Inhouse-Team (1 Entwickler/Jahr)

  • • Gehalt: 55.000 – 85.000 €
  • • Arbeitgeber-Nebenkosten: ~30%
  • • Equipment, Lizenzen: 3.000 – 5.000 €
  • • Weiterbildung: 2.000 – 5.000 €
  • • Recruiting (anteilig): 5.000 – 15.000 €
  • Gesamt: ~85.000 – 130.000 €/Jahr

Agentur (äquivalente Leistung)

  • • Stundensatz: 90 – 150 €
  • • Bei 1.500 produktiven Std./Jahr:
  • • Untergrenze: 135.000 €
  • • Obergrenze: 225.000 €
  • • Aber: nur bei tatsächlichem Bedarf
  • Flexibel nach Aufwand

Fazit: Bei kontinuierlicher Vollauslastung ist Inhouse oft günstiger. Bei variablem Bedarf oder kurzfristigen Projekten kann eine Agentur wirtschaftlicher sein.

Brauchen Sie externe Unterstützung?

Als deutsche Agentur arbeiten wir als verlängerte Werkbank oder als Spezialisten für komplexe Projekte. Wir ergänzen Ihr Team – oder übernehmen komplett.

Nächster Schritt

Noch unsicher bei der Wahl? Wir beraten neutral.

Wir helfen Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihre spezifische Situation zu treffen.

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Inhouse vs Agentur Entwicklung | Vergleich 2026