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Services

Software-Rettung

Software-Rettung bezeichnet die systematische Analyse, Stabilisierung und Weiterentwicklung von gescheiterten oder kriselnden Softwareprojekten – wenn Eigenentwicklung oder der bisherige Dienstleister versagt haben.

Nicht jedes Softwareprojekt läuft nach Plan. Ob fehlende Dokumentation, unzuverlässiger Code, abgewandertes Entwicklungsteam oder ein Dienstleister, der nicht mehr liefert – die Gründe für gescheiterte Projekte sind vielfältig. Software-Rettung ist die professionelle Antwort: Erfahrene Entwickler analysieren den Status quo, stabilisieren das System und führen es in eine nachhaltige Weiterentwicklung über.

Was ist Software-Rettung?

Software-Rettung (auch: Software Rescue oder Code Rescue) ist ein spezialisierter Service, bei dem ein externes Expertenteam ein kriselndes Softwareprojekt übernimmt. Der Prozess umfasst typischerweise eine technische Bestandsaufnahme (Code-Audit, Architektur-Review, Infrastruktur-Analyse), die Identifikation kritischer Probleme, eine Stabilisierungsphase (Bug-Fixing, Security-Patches, Performance-Optimierung) und die Überführung in eine reguläre Weiterentwicklung. Der Service richtet sich an Unternehmen, deren internes Team überfordert ist, deren externer Dienstleister ausgefallen ist oder deren Projekt technisch aus dem Ruder gelaufen ist. Ziel ist es, die bestehende Investition zu schützen, statt komplett von vorne zu beginnen.

Wie funktioniert Software-Rettung?

In Phase 1 (Analyse) untersuchen Experten den Code, die Architektur, die Infrastruktur und die Dokumentation. Sie identifizieren kritische Risiken, technische Schulden und Quick Wins. Phase 2 (Stabilisierung) behebt die gravierendsten Probleme: Sicherheitslücken schließen, kritische Bugs fixen, Monitoring einrichten. Phase 3 (Transition) etabliert nachhaltige Entwicklungsprozesse: CI/CD-Pipeline, Test-Abdeckung, Code-Reviews und agile Planung. Optional folgt Phase 4 (Weiterentwicklung), in der das neue Team das Projekt übernimmt und neue Features entwickelt.

Praxisbeispiele

1

Ein Startup hat 200.000 EUR in eine App investiert, aber der Freelancer-Entwickler ist abgesprungen. Das Code-Audit deckt fehlende Tests, Sicherheitslücken und undokumentierten Code auf. In 8 Wochen wird die App stabilisiert und übergabefähig gemacht.

2

Ein Mittelständler betreibt ein individuelles ERP, das nach 10 Jahren Entwicklung kaum noch wartbar ist. Die Software-Rettung identifiziert die kritischsten Module und modernisiert sie schrittweise.

3

Eine Agentur hat ein Kundenprojekt nicht fertiggestellt. Das Rettungsteam übernimmt die Codebasis, schließt offene Features ab und liefert das Projekt innerhalb des verbleibenden Budgets.

4

Eine E-Commerce-Plattform hat massive Performance-Probleme. Die Analyse zeigt ineffiziente Datenbankabfragen und fehlende Caching-Strategien – nach der Optimierung sinkt die Ladezeit um 80%.

Typische Anwendungsfälle

Dienstleister-Ausfall: Der bisherige Entwicklungspartner ist insolvent, nicht mehr verfügbar oder liefert nicht

Team-Verlust: Das interne Entwicklungsteam hat gekündigt und Wissen ist undokumentiert abgewandert

Qualitätsprobleme: Die Software ist instabil, langsam oder unsicher und das bestehende Team bekommt die Probleme nicht in den Griff

Deadline-Risiko: Ein kritisches Projekt droht den Go-live-Termin zu verpassen und braucht externe Verstärkung

Technologiewechsel: Die eingesetzte Technologie ist veraltet und muss migriert werden, ohne den Betrieb zu unterbrechen

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Schutz der bisherigen Investition: Bestehender Code und Daten werden weitergenutzt statt verworfen
  • Schnelle Stabilisierung: Kritische Probleme werden priorisiert und zeitnah behoben
  • Objektive Bewertung: Externes Expertenteam liefert eine unvoreingenommene Analyse
  • Know-how-Transfer: Dokumentation und Prozesse werden aufgebaut, die dem Unternehmen langfristig nutzen

Nachteile

  • Kosten: Eine professionelle Software-Rettung erfordert erfahrene Entwickler und ist entsprechend kostenintensiv
  • Nicht immer rettbar: In manchen Fällen ist ein Neubau wirtschaftlicher als die Rettung von stark verschuldetem Code
  • Einarbeitungszeit: Das Rettungsteam muss sich in fremden Code und Business-Logik einarbeiten
  • Abhängigkeit: Ohne interne Kompetenz bleibt das Unternehmen von externen Dienstleistern abhängig

Häufig gestellte Fragen zu Software-Rettung

Wann lohnt sich eine Software-Rettung vs. Neuentwicklung?

Eine Rettung lohnt sich, wenn die Kernarchitektur solide ist und das Problem hauptsächlich in fehlender Qualität, Dokumentation oder Prozessen liegt. Ein Neubau ist besser, wenn die Architektur grundlegend falsch ist, die eingesetzte Technologie veraltet ist oder die technischen Schulden den Wert des bestehenden Codes übersteigen. Eine initiale Analyse (2-5 Tage) klärt diese Frage zuverlässig.

Was kostet eine Software-Rettung?

Die initiale Analyse kostet typischerweise 3.000-8.000 EUR, je nach Projektgröße. Die Stabilisierungsphase umfasst in der Regel 4-12 Wochen mit einem Team von 2-4 Entwicklern. Insgesamt liegen die Kosten meist bei 30-60% einer vergleichbaren Neuentwicklung – bei deutlich kürzerer Time-to-Market.

Wie schnell kann eine Software-Rettung starten?

Erfahrene Rettungsteams können in der Regel innerhalb von 1-2 Wochen starten. Die Erstanalyse liefert nach 3-5 Tagen erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen. Kritische Sicherheitslücken werden oft schon während der Analysephase geschlossen.

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