Stand: 26. Mai 2026 · Lesezeit: 6 Min.
Dieser Fachartikel behandelt: Meine Tipps – bevor man einen Online-Shop eröffnet.
“Eine Website ist heute das digitale Schaufenster – wer hier spart, spart am falschen Ende.”
– Björn Groenewold, Geschäftsführer Groenewold IT Solutions
Vor der Eröffnung eines Online-Shops: Nische und Zielgruppe klar definieren, rechtliche Anforderungen (Impressum, Widerrufsrecht, DSGVO) umsetzen, zuverlässige Logistik aufbauen und einen realistischen Marketingplan mit Budget erstellen.
Die häufigste Ursache für Scheitern: zu wenig Aufmerksamkeit für Kundengewinnung nach dem Launch.
Im internationalen Sprachgebrauch begegnen Ihnen häufig Progressive Web App (PWA), Web App Development und System Integration; wir verwenden sie hier als präzise Ergänzung zur bestehenden Fachsprache.
Wer einen Onlineshop erfolgreich starten möchte, muss sich vorab gut informieren und nach kaufmännischen Gesichtspunkten planen. Zu den wesentlichen Punkten der Webshop Entwicklung wollen wir an dieser Stelle 10 wichtige Fakten aufführen, die im Vorfeld zu bedenken sind.
Webshop Entwicklung: 10 wichtige Tipps vorab (Progressive Web App (PWA))
Ist die Idee neu? Wer einen Onlineshop eröffnet, sollte prüfen, wie stark die Konkurrenz ist. Zahllose Geschäftsideen wurden im Netz schon aufgegriffen, sie sind beim 1.000 Aufguss kein Erfolgsgarant mehr. Doch andererseits liegen viele Geschäftsfelder noch brach, Neueinsteiger können damit ganz unerwartete Erfolge erzielen.
Dieser Fakt spricht nicht dagegen, auch auf Bewährtes zu setzen. Nur sollte dann das Produktsortiment echte Knüller enthalten, die es woanders noch nicht gibt.
Großhandel: Wo sollen die Artikel für den Onlineshop eingekauft werden? Es gibt viele Onlineshops, aber relativ wenige Großhändler. Deren Konditionen sollte ein künftiger Shopbetreiber genau vergleichen. Gerade im B2B-Geschäft lassen sich große Unterschiede bei Preisen und Leistungen feststellen. Manchmal sind die Einkaufspreise zwar günstig, doch die Mindestabnahmemenge ist sehr hoch.
Das bringt den Einzelhändler im Netz nicht wirklich weiter.
Gesetzeslage: Ein Online-Händler muss die Gesetze gut kennen.
Es geht um das Wettbewerbsrecht, das Online-Recht, den Datenschutz, Kündigungsfristen und weitere Details.
In diesen Fragen kann eine Shop Agentur helfen.
Bei Rechtslücken drohen Abmahnungen, die sogar bei nachfolgendem Rechtsstreit das Aus für den Onlineshop bedeuten können.
Preisgestaltung und -kennzeichnung: Für diese Fragen sind die PAngV (Preisangabenverordnung) und das UWG (Gesetz gegen den-unlauteren Wettbewerb) maßgebend. Sie gelten für den Online- wie für den Offlinehandel gleichermaßen. Ein Händler muss sie kennen. Er muss Preise - für den Endverbraucher mit Mehrwertsteuer - angeben und darf nicht mit Lockvogelangeboten werben.
Das wären beispielsweise Schnäppchen, die den Kunden in den Shop locken, aber nicht repräsentativ für das gesamte Warenangebot sind, dies jedoch suggerieren.
Impressumspflicht: Das Impressum deutscher Webseiten muss mit einem Klick erreichbar sein.
Dort hinein gehört neben der Geschäftsadresse des Unternehmers auch die USt-ID.
Diese Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist die eindeutige, EU-weite Kennzeichnung der Umsatzsteuerpflicht.
Ins Impressum gehört die USt-ID, aber nicht die persönliche Steuernummer.
Shopsoftware: Ohne eine geeignete Shopsoftware funktioniert der Onlineshop nicht. Auch hierzu berät eine Shop Agentur sehr genau, wenn sie die Webshop Entwicklung übernimmt. Die Auswahl an Softwarelösungen ist sehr groß, fast alle gibt es auch in einer kostenlosen Community-Edition. Das wirkt verlockend, ist aber in der Regel nicht die passende Lösung.
Eine gute Shopsoftware ist mit Kosten im höheren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Bereich verbunden.
Produktbilder: Produkte in einem Webshop werden grundsätzlich mit (mindestens) einem Bild vorgestellt, ohne Bilder geht es also nicht. Nun kommen viele Jungunternehmer auf die Idee, sich die Bilder irgendwo zu besorgen, doch das kann zu großen rechtlichen Schwierigkeiten führen. Manche Bilder sind nicht freigegeben.
Es gibt Bilddatenbanken mit kostenlosen und kostenpflichtigen Bildern, die ein Shopbetreiber kennen sollte. In jedem Fall müssen die Bilder einen professionellen Eindruck machen.
Produktbeschreibungen (Text): Die Produkte benötigen auch eine akkurate Beschreibung mit einem Text. Dieser muss die technischen Details absolut richtig darstellen und sollte gleichzeitig nach Möglichkeit für die Suchmaschine optimiert sein, also neben dem Namen des Produkts auch seine relevanten Eigenschaften erwähnen.
Textagenturen vermitteln Autoren, die solche Beschreibungen mit unique content verfassen (einzigartiger, durch die Suchmaschinenalgorithmen gut bewerteter Inhalt). Diese Autoren, die zu einer vernünftigen technischen Produktbeschreibung in der Lage sind, darf ein Auftraggeber (der Shopbetreiber) niemals quälen.
Er muss ihnen die nicht zu schlecht bezahlten Texte ungefragt, blitzschnell und stets ohne jeden Änderungswunsch abnehmen.
Kundenfreundlichkeit: Ein Shop lebt davon, dass Neukunden zu Stammkunden werden. Seriosität und Kundenfreundlichkeit sind die obersten Gebote. Die AGB, die Lieferzeiten, die Versandkosten-Aufstellung und natürlich gute Produkte, günstige Preise und bester Service binden die Kunden, die sich die Shopadresse abspeichern und dort auf viele Jahre immer wieder einkaufen.
Sie teilen diese Adresse auch ihren Freunden, Kollegen, Kindern und Kindeskindern mit.
Pflege des Onlineshops: Gute Webshops sind immer auf dem neuesten technischen Stand, ohne im Halbjahrestakt ihr Layout zu verändern. Ab und an ist aber auch ein vorab gut kommunizierter Relaunch erforderlich. Bei dieser Pflege hilft die Shop Agentur. Deren Tätigkeit endet keinesfalls, wenn der Webshop im Netz steht.
Auch um die Suchmaschinenoptimierung kann sie sich kümmern.
War das alles zum Webshop?
Kurz: Keinesfalls, es lässt sich noch viel mehr sagen.
Keinesfalls, es lässt sich noch viel mehr sagen.
Zunächst einmal sollte jeder Enthusiast davon ausgehen, dass sich ein Webshop praktisch nicht allein betreiben lässt, er macht Arbeit.
Daher kann es sehr nützlich sein, schon am Anfang einen Freund oder den/die Lebenspartner/in mit ins Boot zu holen, später müssen womöglich Mitarbeiter eingestellt werden.
In technischer Hinsicht haben wir in diesem Beitrag das Thema der Software nur angerissen.
Es gehören auch Zahlungssysteme und eine passende Warenwirtschaft zum Shop, diese Systeme müssen sehr sicher sein.
Ein SSL-Zertifikat ist für das Online-Geschäft heute Pflicht, am besten eins mit Extended Validation.
Ebenfalls wertvoll ist die Mitgliedschaft in Bewertungssystemen wie <a href="Trustedshops (trustedshops.de, externe Quelle)" target="_blank">Trusted Shops</a>, <a href="Ekomi (ekomi.de, externe Quelle)" target="_blank">eKomi</a> und weiteren (diese beiden sind die gängigsten mit der höchsten Akzeptanz), denn diese können bei einem guten Shopangebot und entsprechend guten Kundenbewertungen den Umsatz des Webshops sehr steigern.
Fazit zu den 10 Tipps für eine Webshop-Planung
Kurz: Der eigene Webshop macht Spaß und kann zu einem gigantischen wirtschaftlichen Erfolg führen.
Der eigene Webshop macht Spaß und kann zu einem gigantischen wirtschaftlichen Erfolg führen. Er muss aber gründlich geplant werden, Fehler kann sich ein Shopbetreiber auch nicht im Vorfeld leisten. Unsere 10 Tipps betreffen die Basics und sollen mehr oder weniger ein Denkanstoß sein.
Wer diese Regeln verinnerlicht und die Struktur seines Shops wenigstens auf dem Papier schon sehr genau entworfen hat, kann sich guten Mutes ans Werk machen.
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Über den Autor
Geschäftsführer der Groenewold IT Solutions GmbH und der Hyperspace GmbH
Seit 2009 entwickelt Björn Groenewold Softwarelösungen für den Mittelstand. Er ist Geschäftsführer der Groenewold IT Solutions GmbH (gegründet 2012) und der Hyperspace GmbH. Als Gründer von Groenewold IT Solutions hat er über 250 Projekte erfolgreich begleitet – von Legacy-Modernisierungen bis hin zu KI-Integrationen.
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