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Rate Limiting ist eine Technik, die die Anzahl der Anfragen begrenzt, die ein Client innerhalb eines bestimmten Zeitraums an eine API oder einen Dienst senden darf.
Rate Limiting ist eine der wichtigsten Schutzmechanismen fuer APIs und Webdienste. Es begrenzt die Anzahl der Anfragen, die ein Client innerhalb eines Zeitfensters senden darf, und schuetzt damit vor Ueberlastung, Missbrauch und DDoS-Angriffen. Ohne Rate Limiting koennte ein einzelner Client oder Bot den gesamten Dienst fuer alle Nutzer unbrauchbar machen. Jede professionelle API – von Twitter ueber Stripe bis hin zur eigenen REST-API – setzt Rate Limiting ein.
Rate Limiting ist eine Technik zur Steuerung des Datenverkehrs, bei der die Anzahl der Anfragen (Requests) pro Client und Zeiteinheit begrenzt wird. Ueberschreitet ein Client das Limit, erhaelt er eine Fehlermeldung (HTTP 429 Too Many Requests) und muss warten. Es gibt verschiedene Algorithmen: Fixed Window zaehlt Anfragen pro festes Zeitfenster, Sliding Window berechnet das Limit gleitend, Token Bucket gibt Tokens mit konstanter Rate aus, und Leaky Bucket verarbeitet Anfragen mit gleichmaessiger Geschwindigkeit. Rate Limits koennen pro IP-Adresse, pro API-Key, pro Benutzer oder pro Endpunkt konfiguriert werden. Neben dem Schutz vor Missbrauch dient Rate Limiting auch der fairen Ressourcenverteilung (Fair Use) und der Monetarisierung (verschiedene Limits fuer verschiedene Tarife). HTTP-Header wie X-RateLimit-Limit, X-RateLimit-Remaining und Retry-After informieren Clients ueber den aktuellen Status.
Bei jeder eingehenden Anfrage prueft der Rate Limiter, ob der Client sein Limit bereits erreicht hat. Dazu wird ein Zaehler pro Client (identifiziert ueber IP, API-Key oder Token) in einem schnellen Speicher wie Redis gefuehrt. Beim Token-Bucket-Algorithmus erhaelt jeder Client einen Eimer mit einer festen Kapazitaet an Tokens. Jede Anfrage verbraucht ein Token, und Tokens werden mit einer konstanten Rate nachgefuellt. Ist der Eimer leer, wird die Anfrage abgelehnt. Der Sliding-Window-Algorithmus berechnet das Limit gleitend ueber das aktuelle und vorherige Zeitfenster, um Burst-Probleme am Fensteruebergang zu vermeiden. In verteilten Systemen muss der Rate-Limit-Zaehler zentral (z.B. in Redis) gespeichert werden, damit alle Instanzen konsistente Limits durchsetzen.
API-Gateway mit Rate Limiting: Kong oder AWS API Gateway begrenzt eingehende Anfragen pro API-Key auf 1.000 Requests pro Minute und schuetzt das Backend vor Ueberlastung.
Login-Schutz: Maximal 5 fehlgeschlagene Login-Versuche pro IP-Adresse in 15 Minuten. Danach wird die IP temporaer gesperrt, um Brute-Force-Angriffe zu verhindern.
SaaS-Tarifmodell: Free-Tier erlaubt 100 API-Calls pro Tag, Pro-Tier 10.000 und Enterprise unbegrenzt. Rate Limiting setzt die Tarife technisch durch.
E-Commerce-Schutz: Rate Limiting auf dem Checkout-Endpunkt verhindert, dass Bots massenweise Bestellungen aufgeben oder Warenkroebe blockieren.
Webhook-Throttling: Ausgehende Webhooks werden auf 100 pro Sekunde begrenzt, um den Empfaenger-Server nicht zu ueberlasten.
DDoS-Abwehr: Rate Limiting ist eine erste Verteidigungslinie gegen volumetrische Angriffe auf APIs und Webdienste
Fair Use: Ressourcen werden gleichmaessig auf alle Nutzer verteilt, damit ein einzelner Client nicht alle Kapazitaeten beansprucht
API-Monetarisierung: Verschiedene Rate Limits fuer verschiedene Preismodelle (Free, Pro, Enterprise)
Bot-Schutz: Erkennung und Begrenzung automatisierter Zugriffe durch ungewoehnlich hohe Requestraten
Backend-Schutz: Verhinderung von Kaskadenausfaellen, wenn ein Service ploetzlich mit Anfragen ueberflutet wird
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