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Zero Trust ist ein Sicherheitsmodell, das grundsätzlich keinem Nutzer, Gerät oder Netzwerk vertraut – auch nicht innerhalb des eigenen Firmennetzwerks. Jeder Zugriff wird individuell authentifiziert, autorisiert und kontinuierlich überprüft.
Das klassische Sicherheitsmodell vertraut allem innerhalb des Firmennetzwerks und misstraut allem außerhalb – wie eine Burg mit Burggraben. In Zeiten von Remote Work, Cloud Computing und Cyberangriffen, die zunehmend von innen kommen, ist dieses Modell überholt. Zero Trust dreht das Prinzip um: Vertraue niemandem, verifiziere alles. Jeder Zugriff wird einzeln geprüft, egal ob er aus dem Büro, dem Homeoffice oder der Cloud kommt.
Zero Trust (auch Zero Trust Architecture, ZTA) ist ein Sicherheitskonzept, das auf dem Grundsatz «Never trust, always verify» basiert. Im Gegensatz zum traditionellen Perimeter-Sicherheitsmodell wird kein Nutzer und kein Gerät automatisch als vertrauenswürdig eingestuft – unabhängig vom Standort oder Netzwerk. Jede Zugriffsanfrage wird anhand von Identität, Gerätezustand, Standort, Zeitpunkt und Verhaltensmuster überprüft (kontextbasierte Autorisierung). Das Prinzip des Least Privilege stellt sicher, dass Nutzer und Systeme nur die minimal notwendigen Berechtigungen erhalten. Micro-Segmentation unterteilt das Netzwerk in kleine Zonen, sodass ein kompromittiertes Segment nicht automatisch Zugriff auf andere Bereiche gewährt. Zero Trust wurde maßgeblich von Forrester Research geprägt und ist heute ein zentrales Framework in der Cybersicherheit, empfohlen u.a. vom NIST (SP 800-207).
Bei einem Zugriffsversuch prüft das Zero-Trust-System mehrere Faktoren: Ist der Nutzer authentifiziert (z.B. per MFA)? Ist das Gerät bekannt, aktuell und konform mit den Sicherheitsrichtlinien? Ist die Anfrage im Kontext sinnvoll (Standort, Uhrzeit, Verhaltensmuster)? Hat der Nutzer die minimalen Berechtigungen für die angeforderte Ressource? Erst wenn alle Prüfungen bestanden sind, wird der Zugriff gewährt – und zwar nur auf die spezifische Ressource, nicht auf das gesamte Netzwerk. Durch kontinuierliches Monitoring und Anomalieerkennung kann der Zugriff jederzeit widerrufen werden, wenn sich der Kontext ändert.
Ein Mitarbeiter im Homeoffice greift auf das CRM zu: Das System prüft Identität (MFA), Gerätezustand (aktuelles OS, Antivirensoftware aktiv) und Standort, bevor der Zugriff gewährt wird.
Ein Microservice-zu-Microservice-Aufruf in einer Kubernetes-Umgebung wird durch mTLS und Service-Mesh-Policies gesichert – jeder Aufruf wird authentifiziert.
Ein Cloud-Zugriff wird über einen Identity-Aware Proxy (z.B. Google BeyondCorp) gesteuert, der statt VPN kontextbasierte Zugriffsentscheidungen trifft.
Ein Unternehmen implementiert Micro-Segmentation, sodass ein kompromittierter Bürodrucker keinen Zugriff auf die Finanzdatenbank erhält.
Ein SIEM-System erkennt ungewöhnliches Verhalten (z.B. Login aus einem anderen Land) und entzieht dem Nutzer automatisch den Zugriff bis zur Überprüfung.
Remote Work und Hybrid Work: Sichere Zugriffe ohne klassisches VPN, basierend auf Identität und Gerätezustand statt Netzwerkstandort
Cloud-Migrationen: Zero Trust sichert den Zugriff auf Cloud-Ressourcen unabhängig davon, ob Nutzer im Büro oder unterwegs sind
Micro-Segmentation in Rechenzentren und Kubernetes-Clustern verhindert laterale Bewegung bei Sicherheitsvorfällen
Schutz vor Insider-Bedrohungen: Auch interne Nutzer und Systeme erhalten nur minimale, kontextgeprüfte Berechtigungen
Compliance und Regulierung: Zero Trust unterstützt DSGVO-, ISO-27001- und BSI-Grundschutz-Anforderungen durch granulare Zugriffskontrollen
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