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Automatisierung

Process Mining – Definition, Erklärung und Praxisbeispiel

Process Mining nutzt digitale Ereignisdaten aus Systemen wie ERP, CRM oder Ticketsystem, um reale Prozessabläufe sichtbar zu machen. Es zeigt den Unterschied zwischen Soll- und Ist-Prozess und deckt Engpässe sowie Automatisierungspotenziale auf.

Process Mining nutzt digitale Ereignisdaten aus Systemen wie ERP, CRM oder Ticketsystem, um reale Prozessabläufe sichtbar zu machen. Es zeigt den Unterschied zwischen Soll- und Ist-Prozess und deckt Engpässe sowie Automatisierungspotenziale auf. Process Mining ist ein datenbasiertes Verfahren, das reale Geschäftsprozesse anhand digitaler Ereignisdaten sichtbar macht.

Process Mining: Definition & Nutzen | Glossar

Wie ein Prozess laufen soll, steht oft in einem Diagramm – wie er wirklich läuft, zeigt erst der Blick in die Daten.

Process Mining macht genau das: Es rekonstruiert aus den digitalen Spuren in ERP, CRM oder Ticketsystem den tatsächlichen Ablauf, samt Schleifen, Wartezeiten und Sonderwegen. So wird aus Bauchgefühl eine faktenbasierte Grundlage für Verbesserung und Automatisierung.

Zu Process Mining finden Sie hier eine kompakte Definition, eine verständliche Erklärung und ein konkretes Praxisbeispiel - ergänzt um weitere Anwendungsfälle und FAQ.

Was ist Process Mining?

Process Mining nutzt digitale Ereignisdaten aus Systemen wie ERP, CRM oder Ticketsystem, um reale Prozessabläufe sichtbar zu machen. Es zeigt den Unterschied zwischen Soll- und Ist-Prozess und deckt Engpässe sowie Automatisierungspotenziale auf.

Process Mining ist ein datenbasiertes Verfahren, das reale Geschäftsprozesse anhand digitaler Ereignisdaten sichtbar macht. Grundlage sind die Spuren, die Vorgänge in Systemen wie ERP, CRM, Onlineshop, Ticketsystem oder Fachanwendung hinterlassen – etwa Zeitstempel, Status und Aktivitäten.

Aus diesen Ereignisdaten rekonstruiert Process Mining den tatsächlichen Ablauf (Ist-Prozess) und stellt ihn dem gewünschten Ablauf (Soll-Prozess) gegenüber. Dabei werden Engpässe, Schleifen, Wartezeiten, Abweichungen, Varianten und Automatisierungspotenziale sichtbar.

Process Mining grenzt sich klar von verwandten Themen ab: RPA automatisiert Aufgaben, Business Intelligence visualisiert Kennzahlen, klassische Prozessberatung arbeitet meist mit Interviews und Workshops. Process Mining dagegen liefert eine objektive, datenbasierte Sicht auf den realen Ablauf.

Es wird häufig als Vorstufe zu Workflow-Automatisierung, API-Integration oder RPA eingesetzt, weil es zeigt, wo Automatisierung den größten Nutzen bringt. Verwandte Themen sind Automatisierung, Data Pipelines, ETL-Prozesse und ROI.

Wie funktioniert Process Mining?

Process Mining beginnt mit der Extraktion der Ereignisdaten aus den beteiligten Systemen. Diese Daten werden bereinigt und in ein einheitliches Format gebracht – häufig über ETL-Prozesse oder Data Pipelines. Jeder Vorgang wird über eine eindeutige Kennung, Aktivitäten und Zeitstempel beschrieben.

Aus diesen Daten rekonstruiert ein Process-Mining-Werkzeug den tatsächlichen Prozessverlauf und visualisiert ihn als Prozessgraph mit allen vorkommenden Varianten. Anschließend werden Auffälligkeiten analysiert: Wo entstehen Wartezeiten, wo werden Schritte wiederholt, welche Sonderwege weichen vom Soll ab, wo häufen sich manuelle Eingriffe.

Aus diesen Erkenntnissen lassen sich gezielte Maßnahmen ableiten – etwa Prozessverbesserungen, Automatisierung über Workflow-Tools, API-Integration oder RPA. Wichtig ist Datenschutz und eine saubere Datenbasis: Nur mit korrekten, vollständigen Ereignisdaten liefert Process Mining belastbare Ergebnisse. Wiederholte Analysen zeigen, ob umgesetzte Maßnahmen tatsächlich wirken.

Praxisbeispiele

  1. Eine Analyse des Bestellprozesses zeigt, dass Freigaben regelmäßig tagelang liegen bleiben und einen Engpass bilden.

  2. Im Rechnungsprozess werden häufige Korrekturschleifen sichtbar, die auf unklare Eingaben zurückgehen.

  3. Process Mining deckt auf, dass ein angeblich standardisierter Prozess in der Realität in vielen Varianten abläuft.

  4. Vor einem RPA-Projekt zeigt die Analyse, welche Schritte sich wirklich für Automatisierung eignen.

  5. Nach einer Prozessverbesserung belegt eine erneute Analyse, dass Durchlaufzeiten messbar gesunken sind.

Typische Anwendungsfälle

  • Sichtbarmachung realer Prozessabläufe aus ERP-, CRM- und Ticketdaten

  • Erkennung von Engpässen, Schleifen und Wartezeiten

  • Aufdecken von Automatisierungspotenzialen vor RPA oder Workflow-Projekten

  • Vergleich von Soll- und Ist-Prozess zur Prozessverbesserung

  • Identifikation von Prozessvarianten und Abweichungen

  • Erfolgskontrolle umgesetzter Prozess- und Automatisierungsmaßnahmen

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Objektive, datenbasierte Sicht auf reale Prozesse statt Annahmen
  • Deckt Engpässe, Schleifen und Wartezeiten faktenbasiert auf
  • Zeigt, wo Automatisierung den größten Nutzen bringt
  • Gute Grundlage für ROI-Betrachtungen von Verbesserungen
  • Erfolgskontrolle durch wiederholte Analysen möglich

Nachteile

  • Benötigt verfügbare, vollständige und saubere Ereignisdaten
  • Datenschutz und Zugriffsrechte müssen sorgfältig beachtet werden
  • Datenextraktion und Aufbereitung können aufwendig sein
  • Ergebnisse erfordern fachliche Interpretation, nicht nur Visualisierung
  • Ohne anschließende Maßnahmen bleibt die Analyse folgenlos

Häufig gestellte Fragen zu Process Mining

Was ist Process Mining?

Process Mining macht reale Geschäftsprozesse anhand digitaler Ereignisdaten aus Systemen wie ERP, CRM oder Ticketsystem sichtbar. Es rekonstruiert den Ist-Prozess, vergleicht ihn mit dem Soll und deckt Engpässe und Automatisierungspotenziale auf.

Worin unterscheidet sich Process Mining von RPA?

Process Mining analysiert und visualisiert, wie Prozesse tatsächlich ablaufen. RPA automatisiert konkrete Aufgaben. Process Mining wird oft als Vorstufe genutzt, um zu erkennen, welche Schritte sich für RPA oder andere Automatisierung eignen.

Wie unterscheidet sich Process Mining von Business Intelligence?

Business Intelligence visualisiert Kennzahlen und Auswertungen. Process Mining rekonstruiert den zeitlichen Ablauf von Prozessen samt Varianten, Schleifen und Wartezeiten. Es geht also um den Prozessfluss, nicht nur um Kennzahlen.

Welche Daten braucht Process Mining?

Digitale Ereignisdaten aus den beteiligten Systemen: eine eindeutige Vorgangskennung, Aktivitäten und Zeitstempel. Diese Daten müssen verfügbar, vollständig und sauber sein, und der Datenschutz ist zu beachten.

Wann lohnt sich Process Mining?

Besonders vor Automatisierungs- und Verbesserungsprojekten, bei unklaren oder gewachsenen Prozessen und wenn der Verdacht auf Engpässe oder ineffiziente Abläufe besteht. Es liefert eine faktenbasierte Grundlage für gezielte Maßnahmen.

Direkte naechste Schritte

Wenn Sie Process Mining konkret einsetzen oder bewerten wollen, sind diese Seiten die sinnvollsten nächsten Schritte (Angebot, Kosten, Kontext):

Process Mining im Kontext moderner IT-Projekte

Process Mining gehört zum Bereich Automatisierung und spielt in zahlreichen IT-Projekten eine wichtige Rolle. Bei der Entscheidung für oder gegen Process Mining sollten Unternehmen nicht nur die technischen Eigenschaften betrachten, sondern auch organisatorische Faktoren wie vorhandenes Know-how im Team, bestehende Infrastruktur und langfristige Wartbarkeit.

Unsere Erfahrung aus über 250 Softwareprojekten zeigt, dass die richtige Einordnung einer Technologie oder Methode im Gesamtkontext oft entscheidender ist als ihre isolierten Stärken.

Wir bei Groenewold IT Solutions haben Process Mining in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt und kennen sowohl die Stärken als auch die typischen Herausforderungen, die bei der Einführung auftreten können. Falls Sie unsicher sind, ob Process Mining für Ihr Vorhaben geeignet ist, beraten wir Sie gerne in einem unverbindlichen Gespräch. Dabei analysieren wir Ihre konkreten Anforderungen und geben eine ehrliche Einschätzung – auch wenn das Ergebnis sein sollte, dass eine andere Lösung besser zu Ihnen passt.

Weitere Begriffe aus dem Bereich Automatisierung und benachbarten Themen finden Sie im IT-Glossar. Für konkrete Anwendungen, Kosten und Abläufe empfehlen wir unsere Leistungsseiten und Themenseiten – dort werden viele der hier erklärten Konzepte in der Praxis eingeordnet.

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