Die Wahl des richtigen Shopsystems ist eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen im E-Commerce. Open-Source-Lösungen bieten volle Kontrolle, keine Lizenzkosten und die Freiheit, das System beliebig anzupassen. Hier ein Überblick über die relevantesten Plattformen.
Tier 1: Enterprise-ready Open-Source-Shops
Magento Open Source (Adobe Commerce)
Die bekannteste Open-Source-E-Commerce-Plattform für mittlere bis große Shops. Enormer Funktionsumfang, starkes Ökosystem, aber hohe Anforderungen an Hosting und Entwickler-Expertise. Geeignet für: 5.000+ Produkte, komplexe Katalogstrukturen, Multi-Store-Setups.
Shopware (Community Edition)
Deutsches Shopsystem mit starkem Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und Content-Commerce. Die Community Edition ist kostenlos, bietet aber weniger Features als die kommerzielle Version. Geeignet für: Deutsche B2C-Shops mit Schwerpunkt auf Content und Storytelling.
PrestaShop
Besonders in Frankreich und Südeuropa verbreitet, mit einer aktiven Community und über 600 integrierten Features. Einfach zu bedienen, aber Erweiterungen kosten oft extra. Geeignet für: KMU mit 100–5.000 Produkten.
Tier 2: Leichtgewichtige und spezialisierte Lösungen
WooCommerce
WordPress-Plugin, das die weltweit meistgenutzte E-Commerce-Lösung ist. Einfache Einrichtung, riesiges Plugin-Ökosystem. Geeignet für: Kleine bis mittlere Shops, die bereits WordPress nutzen. Nicht empfohlen für: hochskalierbare Shops mit 10.000+ Produkten.
OpenCart
Einfach und leichtgewichtig, mit einer niedrigen Einstiegshürde. Gut für kleine Shops, stößt aber bei Wachstum schnell an Grenzen. Geeignet für: Einsteiger mit begrenztem Budget und 50–500 Produkten.
Sylius
Modernes PHP-Framework auf Symfony-Basis. Headless-First-Architektur für maximale Flexibilität. Geeignet für: Entwicklerteams, die eine maßgeschneiderte E-Commerce-Lösung aufbauen wollen.
Tier 3: Headless und API-first
Saleor
Python-basiert, GraphQL-API, headless by design. Ideal für moderne Frontend-Stacks (React, Next.js). Geeignet für: Teams mit Python-Expertise und Progressive Web App-Projekten.
Medusa.js
Node.js-basiertes Headless-Commerce-Framework. Modular aufgebaut, gut dokumentiert. Geeignet für: JavaScript-Teams, die volle Kontrolle über das Frontend wollen.
Vendure
TypeScript-basiertes Headless-Commerce-Framework auf NestJS. Stark typisiert, gut testbar. Geeignet für: Enterprise-Projekte mit hohen Qualitätsanforderungen.
Entscheidungskriterien
Die Wahl hängt von folgenden Faktoren ab: Produktanzahl und -komplexität, verfügbare Entwickler-Expertise, Integrationsbedarf (ERP, PIM, CRM), Internationalisierungsanforderungen, Budget für Entwicklung und Betrieb sowie die langfristige Skalierbarkeit.
Wir beraten Sie bei der Auswahl und Implementierung des optimalen Shopsystems für Ihre Anforderungen.---
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Über den Autor
Geschäftsführer & Gründer
Seit über 15 Jahren entwickelt Björn Groenewold Softwarelösungen für den Mittelstand. Als Gründer von Groenewold IT Solutions hat er über 250 Projekte erfolgreich begleitet – von Legacy-Modernisierungen bis hin zu KI-Integrationen.
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