Zum Hauptinhalt springen
Wissenstransfer-Workshops: So sichern Sie wertvolles Mitarbeiterwissen - Groenewold IT Solutions

Wissenstransfer-Workshops: So sichern Sie wertvolles Mitarbeiterwissen

Softwareentwicklung • Donnerstag, 19. Februar 2026

Von Björn Groenewold5 Min. Lesezeit
Teilen:

Wissenstransfer-Workshops: So sichern Sie wertvolles Mitarbeiterwissen

In der heutigen dynamischen Arbeitswelt sind der demografische Wandel und eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation zu zentralen Herausforderungen für Unternehmen geworden. Mit jedem Mitarbeiter, der das Unternehmen verlässt, geht auch wertvolles Wissen verloren – ein Verlust, der sich direkt auf die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit auswirken kann. Um diesem entgegenzuwirken, sind gezielte Maßnahmen zum Wissenstransfer für Mitarbeiter unerlässlich. Eine der effektivsten Methoden hierfür sind strukturierte Wissenstransfer-Workshops.

Warum sind Wissenstransfer-Workshops so wichtig?

Der Verlust von implizitem Wissen, also von Erfahrungswissen, das über Jahre im Unternehmen gewachsen ist, stellt eine besondere Gefahr dar. Dieses Wissen ist oft nicht dokumentiert und geht mit dem Weggang von langjährigen Mitarbeitern unwiederbringlich verloren. Die Folgen sind vielfältig: Projekte verzögern sich, die Einarbeitung neuer Mitarbeiter wird aufwändiger und teurer, und es entstehen sogenannte Wissensinseln, in denen wertvolle Informationen isoliert bleiben. Wissenstransfer-Workshops helfen dabei, diese Wissenslücken zu schließen und eine Kultur des Wissensaustauschs im Unternehmen zu etablieren. Sie ermöglichen es, erfolgskritisches Wissen zu identifizieren, zu dokumentieren und gezielt an nachfolgende Generationen von Mitarbeitern weiterzugeben.

Die richtige Planung: Der Schlüssel zum Erfolg

Eine sorgfältige Planung ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Wissenstransfer-Workshop. Ein strukturierter Ansatz stellt sicher, dass die richtigen Inhalte an die richtigen Personen vermittelt werden und der Workshop seine Ziele erreicht.

Schritt 1: Bedarfsanalyse und Zieldefinition

Am Anfang jedes Wissenstransfer-Prozesses steht eine genaue Analyse: Welches Wissen ist für den Unternehmenserfolg kritisch und vom Verlust bedroht? Wer sind die Träger dieses Wissens und wer sind die designierten Empfänger? Basierend auf dieser Analyse werden die konkreten Ziele des Workshops definiert. Soll es um die Einarbeitung in spezifische Prozesse gehen, um die Übergabe von Projektverantwortung oder um die Weitergabe von langjähriger Erfahrung in einem bestimmten Fachbereich? Je klarer die Ziele formuliert sind, desto zielgerichteter kann der Workshop gestaltet werden.

Schritt 2: Die passende Methode wählen

Für den Wissenstransfer gibt es eine Vielzahl von Methoden, die je nach Art des Wissens, der Zielgruppe und den zur Verfügung stehenden Ressourcen ausgewählt werden sollten. Eine Kombination verschiedener Methoden ist oft am effektivsten. Hier ein Überblick über gängige Methoden:

Methode Beschreibung Geeignet für Aufwand
Mentoring Ein erfahrener Mitarbeiter (Mentor) gibt sein Wissen und seine Erfahrungen über einen längeren Zeitraum an einen weniger erfahrenen Mitarbeiter (Mentee) weiter. Implizites Wissen, soziale Kompetenzen, Unternehmenskultur Mittel bis hoch
Shadowing Der Wissensempfänger begleitet den Wissensträger bei seiner täglichen Arbeit und lernt durch Beobachtung. Praktische Fähigkeiten, Prozesswissen Mittel
Storytelling Wissensträger erzählen von ihren Erfahrungen in Form von Geschichten. Dies hilft, komplexes Wissen anschaulich und merkbar zu vermitteln. Implizites Wissen, Erfahrungswissen Gering bis mittel
Experten-Interviews Gezielte Befragung von Wissensträgern, um deren Expertenwissen zu explizieren und zu dokumentieren. Explizites und implizites Wissen Mittel
Communities of Practice Regelmäßige Treffen von Mitarbeitern mit ähnlichen Aufgaben oder Interessen zum informellen Wissensaustausch. Austausch von Best Practices, gemeinsames Lernen Gering bis mittel

Schritt 3: Inhalte strukturieren und aufbereiten

Die Inhalte des Workshops müssen didaktisch so aufbereitet werden, dass sie für die Teilnehmer verständlich und nachvollziehbar sind. Der Einsatz von Praxisbeispielen, Fallstudien und interaktiven Elementen ist hierbei besonders wichtig. Anstatt reiner Frontalpräsentationen sollten die Teilnehmer aktiv in den Workshop eingebunden werden, um den Lernerfolg zu maximieren. Eine klare Struktur und verständliche Unterlagen erleichtern den Teilnehmern die Aufnahme und spätere Anwendung des Gelernten.

Erfolgreiche Durchführung: Darauf kommt es an

Neben der sorgfältigen Planung ist auch die professionelle Durchführung des Workshops entscheidend für den Erfolg des Wissenstransfers.

Die Rolle des Moderators

Ein kompetenter Moderator spielt eine zentrale Rolle. Er ist nicht nur für die Einhaltung des Zeitplans und die Struktur des Workshops verantwortlich, sondern schafft auch eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich die Teilnehmer wohlfühlen und bereit sind, ihr Wissen zu teilen und Fragen zu stellen. Der Moderator sollte über ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten verfügen und in der Lage sein, auch bei schwierigen Themen zu vermitteln.

Interaktion und Engagement fördern

Ein erfolgreicher Wissenstransfer-Workshop lebt von der Interaktion der Teilnehmer. Gruppenarbeiten, moderierte Diskussionen und gezielte Fragerunden fördern den Austausch und helfen dabei, das vermittelte Wissen zu vertiefen. Der Einsatz von digitalen Kollaborationstools kann hierbei zusätzlich unterstützen und die Zusammenarbeit erleichtern, insbesondere bei hybriden oder reinen Online-Workshops.

Dokumentation und Nachbereitung

Um die Nachhaltigkeit des Wissenstransfers zu gewährleisten, ist eine sorgfältige Dokumentation der Ergebnisse unerlässlich. Protokolle, Handouts, Präsentationen und andere Materialien sollten den Teilnehmern im Nachgang zur Verfügung gestellt werden. Eine Evaluation des Workshops durch Feedback der Teilnehmer hilft dabei, zukünftige Wissenstransfer-Maßnahmen kontinuierlich zu verbessern.

Fazit: Groenewold IT Solutions als Ihr Partner für den Wissenstransfer

Die Planung und Durchführung von Wissenstransfer-Workshops ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die eine sorgfältige Vorbereitung und professionelle Umsetzung erfordert. Ein gelungener Wissenstransfer für Mitarbeiter sichert nicht nur wertvolles Know-how, sondern stärkt auch die Lernkultur und die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens.

Groenewold IT Solutions unterstützt Sie als kompetenter Partner bei der Konzeption und Durchführung maßgeschneiderter Wissenstransfer-Workshops. Mit unserer Expertise im Bereich Wissensmanagement und unserer langjährigen Erfahrung in der Moderation von Workshops helfen wir Ihnen, den Wissensverlust in Ihrem Unternehmen zu minimieren und eine nachhaltige Wissensbasis aufzubauen. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung und erfahren Sie, wie wir Sie bei Ihrem nächsten Wissenstransfer-Projekt unterstützen können.


Mehr erfahren: Entdecken Sie unsere Individuelle Softwareentwicklung und wie wir Ihr Unternehmen unterstützen können.

Jetzt Beratungstermin vereinbaren →

Über den Autor

Björn Groenewold
Björn Groenewold(Dipl.-Inf.)

Geschäftsführer & Gründer

Seit über 15 Jahren entwickelt Björn Groenewold Softwarelösungen für den Mittelstand. Als Gründer von Groenewold IT Solutions hat er über 250 Projekte erfolgreich begleitet – von Legacy-Modernisierungen bis hin zu KI-Integrationen.

SoftwarearchitekturKI-IntegrationLegacy-ModernisierungProjektmanagement

Weiterlesen

Ähnliche Artikel

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren.

Kostenloser Download

Checkliste: 10 Fragen vor der Software-Entwicklung

Die wichtigsten Punkte vor dem Start: Budget, Timeline und Anforderungen.

Checkliste im Beratungsgespräch erhalten

Passende nächste Schritte

Relevante Leistungen & Lösungen

Basierend auf dem Thema dieses Artikels sind diese Seiten oft die sinnvollsten Einstiege.

Nächster Schritt

Fragen zum Artikel? Wir helfen gerne.

Unverbindlich besprechen – wir unterstützen Sie bei der nächsten Entscheidung.

Termin vereinbaren