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Cloud Migration von On-Premise zu AWS: Leitfaden für 2026

Legacy-Modernisierung • Sonntag, 5. Juli 2026

Stand: 5. Juli 2026 · Lesezeit: 17 Min.

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Kernaussagen

  • Cloud Migration von On-Premise zu AWS: Leitfaden für 2026 Ihre On-Premise-Infrastruktur wird zum Kostentreiber: Wartung älterer Hardware, steigende Stromkosten, Skalierungsgrenzen bei Lastspitzen.
  • Mittelständler aus Industrie und Logistik berichten von Stillständen bei Serverausfällen und Wochen…

Dieser Fachartikel behandelt: Cloud Migration von On-Premise zu AWS: Leitfaden für 2026.

Die wahre Herausforderung bei der Legacy-Modernisierung ist nicht der Code, sondern die Unterbrechungsfreiheit des laufenden Betriebs.

Björn Groenewold, Geschäftsführer Groenewold IT Solutions

Ihre On-Premise-Infrastruktur wird zum Kostentreiber: Wartung älterer Hardware, steigende Stromkosten, Skalierungsgrenzen bei Lastspitzen. Mittelständler aus Industrie und Logistik berichten von Stillständen bei Serverausfällen und Wochen lange Beschaffungszeiten für neue Kapazitäten. AWS bietet Abhilfe – doch eine Cloud Migration von On-Premise zu AWS ist kein simples Datenkopieren.

Es geht um Architektur-Entscheidungen, Kostenplanung, Sicherheit und den Betrieb im laufenden Geschäft, ohne Produktionsausfälle zu riskieren.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen konkret, wie Sie Ihre Systeme, Datenbanken und Anwendungen strukturiert nach AWS migrieren, welche Fallstricke Sie vermeiden und wie Sie messbare Einsparungen und Performance-Gewinne realisieren.

Wir begleiten Unternehmen seit Jahren durch solche Transformationen – mit transparenten Meilensteinen, festen Ansprechpartnern und vollständiger Quellcode-Übergabe ohne Vendor-Lock-in.

Wichtigste Erkenntnisse

Kurz: Kurzantwort: Cloud Migration von On-Premise zu AWS: Leitfaden für 2026 Ihre On-Premise-Infrastruktur wird zum Kostentreiber: Wartung älterer Hardware, steigende Stromkosten, Skalierungsgrenzen bei Lastspitzen.

Kurzantwort: Cloud Migration von On-Premise zu AWS: Leitfaden für 2026 Ihre On-Premise-Infrastruktur wird zum Kostentreiber: Wartung älterer Hardware, steigende Stromkosten, Skalierungsgrenzen bei Lastspitzen.

Zu Cloud Migration von On-Premise zu AWS: Leitfaden für 2026 bietet Legacy-Code-Analyse in 5 Tagen einen praxisnahen Einstieg für die nächsten Schritte.

  • Eine Cloud Migration von On-Premise zu AWS reduziert Betriebskosten um 30–50 %, wenn die Strategie stimmt – falsche Dimensionierung oder fehlende Optimierung führt zu Mehrkosten
  • Lift-and-Shift ist schnell, aber teuer; Refactoring mit modernen AWS-Services (RDS, S3, Lambda) senkt die laufenden Ausgaben deutlich
  • AWS Total Cost of Ownership (TCO) ist über 3–5 Jahre günstiger als On-Premise, wenn Sie Reserved Instances und Savings Plans nutzen
  • Sicherheit und DSGVO sind zentral: AWS bietet Compliance-Zertifikate, aber Sie müssen Verschlüsselung, IAM-Rollen und Datenschutz konfigurieren
  • Phased Migration (Welle für Welle) reduziert Risiken und ermöglicht schneller Geschäftswert – nicht alles auf einmal, sondern nach Priorität

Was ist Cloud Migration von On-Premise zu AWS?

Kurz: Eine Cloud Migration von On-Premise zu AWS ist der Prozess, bei dem Anwendungen, Datenbanken und IT-Infrastruktur von lokalen Servern in das AWS-Cloud-Ökosystem verlagert werden.

Eine Cloud Migration von On-Premise zu AWS ist der Prozess, bei dem Anwendungen, Datenbanken und IT-Infrastruktur von lokalen Servern in das AWS-Cloud-Ökosystem verlagert werden.

AWS (Amazon Web Services) ist eine Plattform mit über 200 Cloud-Services: Compute (EC2, Lambda), Speicher (S3, EBS), Datenbanken (RDS, DynamoDB), Netzwerk (VPC, CloudFront) und verwaltete Services für KI, Analytik und Sicherheit.

Im Gegensatz zu On-Premise, wo Sie Hardware kaufen, Räume klimatisieren und Administratoren beschäftigen, zahlen Sie bei AWS nur für das, was Sie nutzen – Strom, Speicher, Bandbreite – im Minutentakt.

Warum ist das relevant? Mittelständler und Konzerne in Deutschland sehen in der Cloud-Migration einen strategischen Hebel: Kapitalausgaben (CapEx) für Server sinken, Betriebsausgaben (OpEx) werden planbar, und die Infrastruktur skaliert automatisch mit dem Geschäftswachstum.

Gleichzeitig entstehen Herausforderungen – Skill-Lücken im Team, Abhängigkeiten von Cloud-Providern, Sicherheitsanforderungen – die durch klare Strategie und Governance gelöst werden.

Die Groenewold IT Solutions hat über 250 Projekte für Unternehmen umgesetzt, darunter mehrere komplexe Cloud-Migrationen für Logistik-, Industrie- und E-Commerce-Kunden.

Unser Ansatz: Nicht alles auf einmal, sondern in priorisierten Wellen, mit festen Ansprechpartnern und vollständiger Kontrolle über den Quellcode.

Infografik: Cloud Migration – Definition und Abgrenzung

Cloud Migration: Von On-Premise zu AWS – Cloud Migration von On-Premise zu AWS

  • Cloud Migration = Verlagerung von Systemen, Daten und Anwendungen von lokalen Rechenzentren zu AWS-Infrastruktur
  • On-Premise = Hardware und Software vor Ort: Physische Server, Speicher, Netzwerk-Switches, Backup-Systeme – Betrieb und Wartung in Eigenregie
  • AWS-Modell = Virtualisierte Infrastruktur in AWS-Rechenzentren weltweit; Sie mieten Rechenleistung, Speicher und Services pay-as-you-go
  • Hybrid-Betrieb (Zwischenschritt) = Teile der Systeme bleiben On-Premise, andere laufen in AWS; über VPN oder AWS Direct Connect verbunden
  • Ziel der Migration = Kostenreduktion, höhere Verfügbarkeit, bessere Skalierbarkeit, schnellere Time-to-Market für neue Features

Warum AWS? Gründe für die Migration

Kurz: Warum wechseln Unternehmen von On-Premise zu AWS?

Warum wechseln Unternehmen von On-Premise zu AWS? Die Antwort liegt in Kostenersparnis, Flexibilität und Geschäftsagilität. On-Premise bindet Kapital in Hardware, die nach 3–5 Jahren veraltet ist. AWS eliminiert diese Investition: Sie mieten Infrastruktur und zahlen nur, was Sie nutzen.

Für ein mittelständisches Unternehmen mit 50–200 Mitarbeitern bedeutet das oft eine Reduktion der IT-Betriebskosten um 30–50 % über drei Jahre.

Skalierbarkeit ist der zweite große Grund. Wenn ein E-Commerce-Kunde in der Weihnachtssaison 10-mal mehr Bestellungen verarbeitet, skaliert AWS automatisch – ohne dass Sie neue Server kaufen müssen. On-Premise erfordert Vorausplanung für Peak-Last, was zu Überkapazitäten in Schwachlastzeiten führt.

Verfügbarkeit und Disaster Recovery sind in AWS eingebaut. AWS betreibt mehrere Availability Zones pro Region – wenn ein Rechenzentrum ausfällt, läuft Ihre Anwendung in einem anderen weiter. On-Premise erfordert teure, redundante Systeme oder Outsourcing an externe Rechenzentren.

Moderne Services beschleunigen die Entwicklung: Statt selbst Datenbanken zu administrieren, nutzen Sie AWS RDS (verwaltete Datenbanken), Lambda (serverlose Funktionen), SageMaker (Machine Learning) oder Bedrock (generative KI). Das spart Entwicklungszeit und reduziert Betriebskomplexität.

DSGVO und Compliance: AWS hat Zertifizierungen für ISO 27001, SOC 2, und DSGVO-Konformität. In Deutschland sind AWS-Rechenzentren in Frankfurt und Berlin verfügbar – Ihre Daten bleiben in der EU, was Datenschutzbedenken reduziert.

Für Cloud Migration Strategie für Unternehmen planen ist es entscheidend, diese Gründe gegen die Anforderungen Ihres Unternehmens abzuwägen – nicht jede Migration ist wirtschaftlich sinnvoll.

Infografik: Gründe für AWS-Migration – Vergleich On-Premise vs. AWS

Fünf Gründe für AWS-Migration von On-Premise – Cloud Migration von On-Premise zu AWS

  • Kostenmodell: On-Premise = Kapitalausgaben (CapEx) für Hardware + laufende Betriebskosten; AWS = Operative Ausgaben (OpEx), pay-as-you-go, keine Anfangsinvestitionen
  • Skalierbarkeit: On-Premise = Begrenzt durch physische Kapazität, Beschaffungszeit Wochen; AWS = Automatische Skalierung in Minuten, unbegrenzte Ressourcen
  • Verfügbarkeit: On-Premise = Single-Datacenter-Risiko, Ausfallzeiten bei Hardware-Defekt; AWS = Multi-Zone-Redundanz, 99,99 % Verfügbarkeit (SLA)
  • Betriebsaufwand: On-Premise = Eigenes IT-Team für Infrastruktur, Patching, Backup; AWS = AWS verwaltet Infrastruktur, Sie fokussieren auf Anwendungen
  • Time-to-Market: On-Premise = Wochen für Beschaffung und Setup; AWS = Minuten, Services sofort verfügbar
  • Compliance: On-Premise = Eigene Verantwortung für Sicherheit; AWS = Zertifiziert (ISO 27001, SOC 2, DSGVO), Frankfurt/Berlin-Regionen für EU-Daten

Migrationsstrategien: Lift-and-Shift, Refactoring und Replatforming

Kurz: Es gibt nicht die eine Migrationsstrategie – AWS definiert fünf Ansätze, von denen drei dominieren: Rehost (Lift-and-Shift) , Replatform und Refactor (Re-architect) .

Es gibt nicht die eine Migrationsstrategie – AWS definiert fünf Ansätze, von denen drei dominieren: Rehost (Lift-and-Shift), Replatform und Refactor (Re-architect). Jede hat unterschiedliche Kosten, Zeitrahmen und Geschäftsergebnisse.

Lift-and-Shift: Schnell, aber nicht optimal

Lift-and-Shift (auch Rehost genannt) bedeutet: Sie nehmen Ihre On-Premise-Server, virtualisieren sie und stellen sie in AWS EC2 bereit – so ähnlich wie vorher, nur in der Cloud.

Das ist die schnellste Variante, dauert oft nur 2–4 Wochen pro Anwendung.

Kosten sinken um 10–20 %, weil Sie keine Hardware mehr kaufen.

Aber: Sie zahlen für EC2-Instanzen, als wären es physische Server – laufen 24/7, egal ob sie ausgelastet sind oder nicht. Datenbanken laufen als Datenbank-Software auf EC2-Instanzen, nicht als verwaltete RDS-Datenbanken. Das führt zu höheren Betriebskosten und mehr Aufwand für Patching und Backup.

Lift-and-Shift ist sinnvoll für Legacy-Systeme, die Sie in 2–3 Jahren ohnehin ablösen, oder für Proof-of-Concepts.

Replatform: Mittlerer Weg

Replatform nutzt AWS-Managed-Services teilweise.

Beispiel: Sie migrieren Ihre Oracle-Datenbank zu AWS RDS for Oracle (verwaltete Datenbank), die Anwendung läuft aber weiterhin auf EC2.

Das reduziert Betriebsaufwand – AWS kümmert sich um Backup, Patching, Hochverfügbarkeit – und spart 20–30 % Kosten.

Zeitrahmen: 4–8 Wochen pro Anwendung.

Replatform ist der häufigste Weg für Mittelständler: Schnell genug, um Business-Value zu liefern, aber mit spürbaren Kostenersparnissen und weniger Betriebsaufwand.

Refactoring: Optimal, aber aufwendig

Refactoring (Re-architect) bedeutet: Sie modernisieren die Architektur für die Cloud.

Monolithische Anwendungen werden in Microservices zerlegt, Datenbanken werden auf DynamoDB oder Aurora ausgelagert, Web-Server werden durch Lambda und API Gateway ersetzt.

Das reduziert Kosten um 40–60 % und ermöglicht extreme Skalierbarkeit – aber es erfordert 3–6 Monate und ein Team mit Cloud-Expertise.

Refactoring lohnt sich für Systeme, die Sie noch 5+ Jahre betreiben, oder für Anwendungen mit hohen Lastspitzen (E-Commerce, SaaS-Plattformen).

Die Groenewold IT Solutions hat bei Legacy-Modernisierung mit dem Strangler-Pattern gearbeitet – dabei wird die alte Anwendung schrittweise durch neue Cloud-Services ersetzt, ohne das Geschäft zu unterbrechen. Das ist eine Mischform aus Replatform und Refactoring.

Infografik: Migrationsstrategien im Vergleich – Kosten, Zeit, Aufwand

Drei Migrationsstrategien: Kosten, Zeit und Aufwand – Cloud Migration von On-Premise zu AWS

  • Lift-and-Shift (Rehost): Kosten -10–20 %, Zeitrahmen 2–4 Wochen, Aufwand niedrig, Ergebnis = 1:1-Kopie, Betriebskosten bleiben hoch
  • Replatform: Kosten -20–30 %, Zeitrahmen 4–8 Wochen, Aufwand mittel, Ergebnis = Managed Services (RDS, S3), besserer ROI
  • Refactoring (Re-architect): Kosten -40–60 %, Zeitrahmen 3–6 Monate, Aufwand hoch, Ergebnis = Microservices, Serverless, Cloud-native, beste Skalierbarkeit
  • Replatforming mit Strangler-Pattern: Kosten -25–35 %, Zeitrahmen 2–4 Monate, Aufwand mittel, Ergebnis = Schrittweise Modernisierung ohne Big-Bang-Risiko
  • Retire & Replace: Kosten variabel, Zeitrahmen kurz, Aufwand mittel, Ergebnis = Alt-Systeme abschalten, SaaS-Lösungen nutzen (z.B. Odoo ERP statt Custom-ERP)

Kosten planen und TCO berechnen

Kurz: Die häufigste Überraschung nach einer Cloud-Migration: Die Kosten sind höher als erwartet.

Die häufigste Überraschung nach einer Cloud-Migration: Die Kosten sind höher als erwartet. Das liegt daran, dass viele Unternehmen ihre On-Premise-Kosten unterschätzen oder AWS-Instanzen falsch dimensionieren.

Total Cost of Ownership (TCO) berechnen

TCO ist die Gesamtkostenrechnung über 3–5 Jahre. Sie addieren:

  1. On-Premise-Kosten heute: Hardware (Server, Speicher, Netzwerk), Stromkosten, Kühlung, Gebäudekosten, IT-Personal (Gehälter für Administratoren, Sicherheit), Software-Lizenzen, Backup/Disaster-Recovery-Systeme, Wartungsverträge.

  2. AWS-Kosten morgen: EC2-Instanzen (Compute), EBS/S3 (Speicher), Data Transfer (Bandbreite), RDS (Datenbanken), VPN/Direct Connect (Netzwerk), Managed Services (Lambda, SageMaker), Unterstützung/Schulung.

Beispiel für ein mittelständisches Unternehmen mit 4 physischen Servern:

Kostenposten On-Premise (Jahr) AWS (Jahr)
Hardware-Abschreibung 15.000 € 0 €
Strom & Kühlung 8.000 € 0 €
IT-Personal (1,5 FTE) 90.000 € 40.000 €
Software-Lizenzen 20.000 € 5.000 €
Backup/DR 5.000 € 3.000 €
Gesamt (Jahr 1) 138.000 € 48.000 €
5-Jahres-TCO 690.000 € 330.000 €

Ersparnisse: ~360.000 € über 5 Jahre, wenn Sie AWS richtig dimensionieren.

AWS-Kostenoptimierung

Aber: Diese Ersparnisse sind nicht automatisch. Häufige Fehler:

  • Oversizing: Sie mieten m5.2xlarge-Instanzen, brauchen aber nur t3.medium. Lösung: AWS Compute Optimizer nutzen, um richtige Instanztypen zu finden.
  • Ständig laufende Ressourcen: Test- und Entwicklungs-Umgebungen laufen 24/7, obwohl sie nur tagsüber genutzt werden. Lösung: Auto-Shutdown-Scripts, AWS Systems Manager.
  • Keine Reserved Instances: Sie zahlen On-Demand-Preise (teuer). Lösung: Reserved Instances für 1–3 Jahre buchen (30–50 % Rabatt), oder Savings Plans nutzen.
  • Datenübertragung: Data Transfer aus AWS (egress) ist teuer. Lösung: CloudFront (CDN) nutzen, um Daten näher am Nutzer zu cachen.

Faustregel: Mit Optimierung sparen Sie 40–60 % der AWS-Rohkosten. Ein AWS-Kostenmanagement-Tool wie CloudHealth oder Cost Explorer hilft, Verschwendung zu finden.

Infografik: TCO-Berechnung und AWS-Kostenoptimierung – Schritt für Schritt

TCO-Vergleich: On-Premise vs. AWS über 5 Jahre – Cloud Migration von On-Premise zu AWS

  • Schritt 1: On-Premise-Kosten sammeln: Hardware-Abschreibung (5 Jahre), Strom/Kühlung, Gebäude, IT-Personal (Gehalt × Anteil Infrastruktur), Lizenzen, Backup
  • Schritt 2: AWS-Kosten schätzen: EC2-Instanzen mit AWS Pricing Calculator, Speicher (S3/EBS), Datenbank (RDS), Netzwerk (VPN, Data Transfer)
  • Schritt 3: 3–5-Jahres-Projektion: Year 1–5 mit Wachstum kalkulieren (z.B. +20 % Nutzer pro Jahr), Inflation berücksichtigen
  • Schritt 4: Optimierungspotenziale: Reserved Instances (30–50 % Rabatt), Savings Plans, Spot Instances (70–90 % Rabatt für nicht-kritische Workloads)
  • Schritt 5: ROI und Break-Even: Wann zahlt sich die Migration aus? (meist 12–24 Monate), Geschäftswert (Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Time-to-Market) addieren

Sicherheit, Datenschutz und Compliance in AWS

Kurz: Eine Cloud Migration von On-Premise zu AWS bringt Sicherheitsverantwortung mit sich.

Eine Cloud Migration von On-Premise zu AWS bringt Sicherheitsverantwortung mit sich. AWS nutzt ein Shared Responsibility Model: AWS sichert die Infrastruktur (Rechenzentren, Netzwerk, Hypervisor), Sie sichern Ihre Anwendungen und Daten (Zugriffskontrolle, Verschlüsselung, Firewalls).

DSGVO und Datenschutz

DSGVO ist in Deutschland zentral. AWS bietet dafür:

  • Frankfurt und Berlin-Regionen: Ihre Daten bleiben in der EU, was Datenschutzbedenken reduziert.
  • Verschlüsselung: Daten in Transit (HTTPS/TLS) und at Rest (KMS-Keys) verschlüsseln. AWS Key Management Service (KMS) verwaltet Verschlüsselungsschlüssel.
  • Datenschutz-Vereinbarung (Data Processing Agreement, DPA): AWS unterzeichnet eine DPA, um DSGVO-Konformität zu garantieren.
  • Audit-Logs: CloudTrail protokolliert alle API-Aufrufe, um Zugriffe nachzuvollziehen.

Aber: Sie müssen diese Services konfigurieren. Ein häufiger Fehler ist, S3-Buckets öffentlich zu machen oder RDS-Datenbanken ohne Verschlüsselung zu starten.

Sicherheitsarchitektur in AWS

  1. Virtual Private Cloud (VPC): Isolierte Netzwerk-Umgebung mit Subnets, Security Groups (Firewalls) und Network ACLs (Zugriffskontrolle). 2. Identity and Access Management (IAM): Rollen und Berechtigungen für Benutzer, Services und Anwendungen. Prinzip: Least Privilege (nur notwendige Rechte). 3. Secrets Manager: Passwörter, API-Keys und Zertifikate sicher speichern – nicht im Code hart-codieren. 4. Web Application Firewall (WAF): Schutz vor SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS) und DDoS-Angriffen. 5. GuardDuty: Automatische Bedrohungserkennung durch Machine Learning.

Groenewold IT Solutions hat bei der Cloud-Migration Sicherheit und Datenschutz gewährleisten konkrete Szenarien dokumentiert – von DSGVO-konformen Datenspeichern bis zu Multi-Region-Failover mit Verschlüsselung.

Infografik: AWS-Sicherheitsarchitektur und DSGVO-Compliance – Checkliste

AWS-Sicherheit: Verantwortungen und Implementierung – Cloud Migration von On-Premise zu AWS

  • VPC & Netzwerk: Private Subnets für Datenbanken, Public Subnets für Web-Server, Security Groups mit Least-Privilege-Regeln, NACLs für Schicht-2-Filterung
  • IAM & Authentifizierung: Root-Account nur für Billing, IAM-Benutzer mit spezifischen Rollen (EC2-Admin, RDS-ReadOnly), MFA aktivieren, Temporary Security Credentials nutzen
  • Datenschutz: S3-Buckets mit Encryption-at-Rest (SSE-S3 oder SSE-KMS), Datenbank-Verschlüsselung (RDS-KMS), HTTPS/TLS für Datenübertragung, CloudTrail für Audit-Logs
  • DSGVO-Anforderungen: Frankfurt/Berlin-Regionen nutzen, DPA mit AWS unterzeichnet, Datenlöschung automatisieren (S3 Lifecycle Policies), Zugriffskontrolle dokumentiert
  • Monitoring & Incident Response: CloudWatch für Logs, SNS/Lambda für Alerts bei verdächtiger Aktivität, GuardDuty für Bedrohungserkennung, Incident-Response-Plan dokumentiert

Schritt für Schritt – Cloud Migration von On-Premise zu AWS durchführen

1. Discovery und Bestandsaufnahme

Bevor Sie migrieren, müssen Sie wissen, was Sie haben. Nutzen Sie AWS Application Discovery Service oder CloudMapper, um alle Server, Anwendungen, Abhängigkeiten und Daten zu erfassen:

  • Welche Server laufen? (Betriebssystem, CPU, RAM, Speicher, Netzwerk)
  • Welche Anwendungen darauf? (Programmiersprache, Datenbank, Abhängigkeiten)
  • Welche Daten? (Größe, Sensibilität, Compliance-Anforderungen)
  • Welche Integrationen? (APIs, Schnittstellen zu anderen Systemen)

Ergebnis: Ein Inventar mit Priorisierung. Welche Systeme sind kritisch (Downtime kostet Geld)? Welche können offline gehen?

2. Zielarchitektur entwerfen

Basierend auf Ihren Erkenntnissen entwerfen Sie die AWS-Zielarchitektur. Entscheidungen:

  • Compute: EC2 (VMs), Lambda (serverless), ECS (Container)?
  • Datenbank: RDS (PostgreSQL, MySQL, Oracle), DynamoDB (NoSQL), Aurora (High-Performance)?
  • Speicher: EBS (Block Storage für Datenbanken), S3 (Objektspeicher für Dateien, Backups)?
  • Netzwerk: VPC mit Public/Private Subnets, NAT Gateway, VPN zu On-Premise (Hybrid-Betrieb)?

Beispiel für eine typische Architektur:

  • Web-Tier: EC2-Instanzen hinter Elastic Load Balancer (ALB/NLB)
  • Anwendungs-Tier: EC2 oder Lambda für Business-Logik
  • Datenbank-Tier: RDS (verwaltete Datenbank) oder DynamoDB
  • Speicher: S3 für Dateien, CloudFront als CDN
  • Backup/DR: Automated RDS Snapshots, S3 Cross-Region Replication

3. Migrationsstrategie wählen

Entscheiden Sie: Lift-and-Shift, Replatform oder Refactoring? Für die meisten Mittelständler ist Replatform mit Phased Approach optimal:

  • Wave 1: Unkritische Systeme (z.B. Test-Umgebung, Dokumentenverwaltung) → Schnelle Wins, Team lernt
  • Wave 2: Mittelkritische Systeme (z.B. Reporting, Datenprozesse)
  • Wave 3: Kritische Systeme (z.B. ERP, CRM) → Mit vollständiger Fallback-Strategie

Jede Wave dauert 4–8 Wochen, mit 2–4 Wochen Stabilisierung dazwischen.

4. Datenmigration durchführen

Für große Datenmengen (TB bis PB) nutzen Sie:

  • AWS DataSync: Automatisierte Datensynchronisation zwischen On-Premise und AWS (über VPN oder Direct Connect)
  • AWS Snowball: Physische Geräte für Offline-Transfer (schneller für sehr große Mengen)
  • AWS Database Migration Service (DMS): Für Datenbank-Migrationen mit Minimal-Downtime

Bei kritischen Datenbanken nutzen Sie Continuous Replication (DMS oder nativer DB-Replication), um Daten parallel zu synchronisieren, bis Sie die Anwendung umschalten.

5. Testing und Validierung

Vor der Umschaltung:

  • Functional Testing: Läuft die Anwendung in AWS wie erwartet?
  • Performance Testing: Ist die Latenz akzeptabel? Skaliert die Datenbank?
  • Security Testing: Sind IAM-Rollen richtig, Daten verschlüsselt, Zugriffe kontrolliert?
  • Disaster Recovery Testing: Kann ich failover und wiederherstellen?

Typisch: 2–4 Wochen intensives Testing pro Wave.

6. Cutover und Go-Live

Der kritische Moment: Sie schalten die Anwendung von On-Premise auf AWS um. Strategie:

  • Blue-Green Deployment: Beide Umgebungen laufen parallel, Sie switchen DNS/Load Balancer
  • Canary Deployment: 5 % des Traffics geht zu AWS, 95 % noch On-Premise, schrittweise erhöhen
  • Rollback-Plan: Falls Probleme, schalten Sie zurück auf On-Premise

Downtime: Mit guter Planung 15–60 Minuten.

Infografik: Migrationsprozess – 6 Phasen im Überblick

Sicherheitsarchitektur für AWS Cloud Migration – Cloud Migration von On-Premise zu AWS

  • Phase 1 – Discovery: AWS Application Discovery Service, Server/App/Daten-Inventar, Abhängigkeiten erfassen, Priorisierung (kritisch/mittel/unkritisch)
  • Phase 2 – Design: Zielarchitektur (EC2, RDS, S3, VPC), Netzwerk-Topologie, Sicherheit (IAM, VPC, Encryption), Cost-Modell
  • Phase 3 – Strategie: Lift-and-Shift vs. Replatform vs. Refactoring, Phased Waves (Wave 1/2/3), Timeline pro Wave (4–8 Wochen)
  • Phase 4 – Datenmigration: DataSync/Snowball für Dateien, DMS für Datenbanken, Continuous Replication für Live-Daten, Validierung
  • Phase 5 – Testing: Functional, Performance, Security, Disaster Recovery Testing (2–4 Wochen pro Wave)
  • Phase 6 – Cutover: Blue-Green oder Canary Deployment, DNS/Load Balancer Switch, Rollback-Plan, 15–60 Min Downtime, Monitoring 24/7

Best Practices und häufige Fehler

Was funktioniert:

  1. Phased Approach: Nicht alles auf einmal. Wave für Wave reduziert Risiken und ermöglicht schneller Business Value. 2. Klare Ownership: Ein Projektmanager, ein AWS-Architect, ein Datenbankadministrator – klare Verantwortung. 3. Automatisierung: Infrastructure-as-Code (CloudFormation, Terraform) für Reproduzierbarkeit und schnelle Rollouts. 4. Monitoring von Tag 1: CloudWatch, X-Ray, Application Insights – nicht erst nach Go-Live. 5. Kostenmanagement: Reserved Instances, Savings Plans, regelmäßige Cost-Reviews – nicht erst wenn die Rechnung kommt.

Häufige Fehler:

  1. Big-Bang-Migration: Alles auf einmal, keine Fallback-Option, Risiko für Geschäft ist zu hoch. 2. Skill-Lücken: Team kennt AWS nicht, Fehler in Sicherheit/Performance. Lösung: Schulung, externe Expertise (wie Groenewold IT Solutions). 3. Keine Kostenplanung: On-Demand-Instanzen laufen 24/7, Datenübertragung ist teuer, Reserved Instances nicht genutzt. 4. Sicherheit vergessen: S3-Buckets öffentlich, IAM-Rollen zu permissiv, keine Verschlüsselung. Lösung: AWS Config, Security Hub. 5. Vendor Lock-in: Zu viel AWS-spezifische Services (z.B. Lambda für alles), später schwer zu migrieren. Lösung: Container (Docker/ECS) und Standard-Technologien nutzen.

Groenewold IT Solutions hilft bei Cloud-Migration mit transparenter Planung, festen Meilensteinen und vollständiger Quellcode-Übergabe – ohne Vendor-Lock-in. Wir haben Erfahrung mit Industrie-, Logistik- und E-Commerce-Unternehmen.

Infografik: Best Practices vs. Häufige Fehler – Gegenüberstellung

Best Practices vs. häufige Fehler bei AWS-Migration – Cloud Migration von On-Premise zu AWS

  • Phased Approach (Best Practice) vs. Big-Bang (Fehler): Phased = Wave 1/2/3 mit 4–8 Wochen Abstand, Risiko niedrig, schnelle Wins; Big-Bang = alles auf einmal, Fallback schwer, Geschäftsrisiko hoch
  • Klare Ownership (Best Practice) vs. Verantwortung unklar (Fehler): Klare = PM, Architect, DBA definiert, Entscheidungen schnell; Unklar = Mehrere Teams, Konflikte, Verzögerungen
  • Infrastructure-as-Code (Best Practice) vs. Manuelle Konfiguration (Fehler): IaC = Terraform/CloudFormation, Reproduzierbar, Versionskontrolle; Manuell = Fehleranfällig, schwer zu duplizieren
  • Kostenmanagement von Anfang an (Best Practice) vs. Erst nach Go-Live (Fehler): Von Anfang an = Reserved Instances, Cost Explorer, 40–60 % Einsparung; Später = Zu spät, Geld verschwendet
  • Security-First (Best Practice) vs. Security vergessen (Fehler): Security-First = VPC, IAM, Encryption, Audit-Logs; Vergessen = S3 public, IAM permissiv, Datenschutz-Risiko

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert eine Cloud Migration von On-Premise zu AWS?

Die Dauer hängt von Umfang, Komplexität und Strategie ab. Lift-and-Shift für eine kleine Anwendung: 2–4 Wochen. Replatform für mehrere Systeme (phased): 3–6 Monate. Vollständiges Refactoring: 6–12 Monate. Groenewold IT Solutions plant mit klaren Meilensteinen pro Wave.

Was kostet eine Cloud Migration?

Migrations-Servicekosten (Planung, Datentransfer, Testing): 20.000–150.000 € je nach Komplexität. AWS-Kosten selbst sind variabel (pay-as-you-go). Insgesamt rechnet sich eine Migration über 3–5 Jahre durch Kostenersparnis und Business Value.

Kann ich On-Premise und AWS parallel betreiben?

Ja, das ist Hybrid Cloud. Sie verbinden On-Premise und AWS über VPN oder AWS Direct Connect. Das ist sinnvoll als Übergangslösung während der Migration, kostet aber extra (Netzwerk, Komplexität).

Wie sicher sind meine Daten in AWS?

AWS hat Zertifizierungen (ISO 27001, SOC 2, DSGVO). Sie müssen aber selbst konfigurieren: Verschlüsselung, IAM-Rollen, VPC-Sicherheit, Audit-Logs. Mit Groenewold IT Solutions stellen Sie sicher, dass alle Compliance-Anforderungen erfüllt sind.

Welche Datenbank sollte ich in AWS nutzen?

Das hängt von Ihrem Use-Case ab:

  • RDS (PostgreSQL, MySQL, Oracle): Für relationale Daten, bestehende SQL-Anwendungen
  • Aurora: High-Performance-Alternative zu RDS, 3–5x schneller
  • DynamoDB: Für NoSQL, hohe Durchsätze, Key-Value-Speicher
  • Redshift: Für Data Warehouse und Analytics

Groenewold IT Solutions hilft bei der Auswahl basierend auf Ihren Anforderungen.

Kann ich meine Anwendung später von AWS zu einer anderen Cloud migrieren?

Mit Standard-Technologien (Docker, Kubernetes, SQL) ja. Mit AWS-spezifischen Services (Lambda, DynamoDB, SageMaker) ist es teurer und komplexer. Groenewold IT Solutions nutzt Cloud-agnostische Architekturen, um Lock-in zu vermeiden.

Wie optimiere ich AWS-Kosten nach der Migration?

Reserved Instances (30–50 % Rabatt), Savings Plans, Spot Instances (70–90 % Rabatt), Auto-Scaling, Rightsizing (korrekte Instanztypen), Datenübertragung minimieren. AWS Cost Explorer und CloudHealth helfen, Verschwendung zu finden. Regelmäßige Reviews (monatlich oder quartalsweise) sind wichtig.

Brauche ich ein großes AWS-Team?

Nein. Mit Managed Services (RDS, Lambda, Fargate) reduziert sich der Betriebsaufwand deutlich. Ein kleines Team (1–2 Personen) kann Hunderte von Servern verwalten. Für Spezialisierungen (Security, Architektur, Optimierung) können Sie externe Partner wie Groenewold IT Solutions engagieren.


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Für Unternehmen mit Legacy-Systemen, komplexen Integrationen oder Datenschutz-Anforderungen ist eine klare Strategie entscheidend.

Groenewold IT Solutions begleitet Sie von der Planung über die Umsetzung bis zum stabilen Betrieb – mit transparenten Kosten, festen Ansprechpartnern und vollständiger Kontrolle über Ihren Code.


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Björn Groenewold, Geschäftsführer, Groenewold IT Solutions

Über den Autor

Björn Groenewold
Björn Groenewold(Dipl.-Inf.)

Geschäftsführer der Groenewold IT Solutions GmbH und der Hyperspace GmbH

Seit 2009 entwickelt Björn Groenewold Softwarelösungen für den Mittelstand. Er ist Geschäftsführer der Groenewold IT Solutions GmbH (gegründet 2012) und der Hyperspace GmbH. Als Gründer von Groenewold IT Solutions hat er über 250 Projekte erfolgreich begleitet – von Legacy-Modernisierungen bis hin zu KI-Integrationen.

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