> Das Wichtigste in Kürze: Microsoft hat Xamarin eingestellt – der Nachfolger ist .NET MAUI. Bestehende Xamarin-Apps müssen migriert werden, bevor der Support endet. Die Migration auf MAUI oder den Umstieg auf Flutter/React Native sollte jetzt geplant werden, um Sicherheitslücken und technische Schulden zu vermeiden.
Microsoft hat Xamarin am 1. Mai 2024 offiziell eingestellt. Für Unternehmen mit bestehenden Xamarin-Apps stellt sich die dringende Frage: Wohin migrieren? Welche Optionen gibt es, und wie minimiert man Aufwand und Risiko?
Was das Ende von Xamarin bedeutet
Mit dem End-of-Support erhalten Xamarin-Projekte keine Sicherheits-Updates, Bugfixes oder Kompatibilitäts-Patches mehr. Neue iOS- und Android-Versionen werden nicht mehr unterstützt. Das bedeutet: Bestehende Apps funktionieren kurzfristig weiter, werden aber mit jeder neuen OS-Version instabiler.
Migrationspfade
.NET MAUI (Microsofts offizieller Nachfolger)
.NET MAUI (Multi-platform App UI) ist der direkte Nachfolger von Xamarin.Forms. Der Migrationspfad ist am kürzesten: Bestehender C#-Code und XAML-Layouts können größtenteils übernommen werden. Allerdings ist die Migration nicht automatisch – API-Änderungen, Namespace-Umbenennungen und Breaking Changes erfordern manuelle Anpassungen.
Vorteile: Vertraute Sprache (C#), bestehender Code teilweise wiederverwendbar, starke IDE-Unterstützung (Visual Studio)
Nachteile: .NET MAUI ist noch jung und hat mit Stabilitätsproblemen und fehlenden Features zu kämpfen, die in Xamarin vorhanden waren. Das Community-Ökosystem ist kleiner als bei Flutter oder React Native.
Flutter
Googles Cross-Platform-Framework hat sich als leistungsfähige Alternative etabliert. Flutter nutzt Dart als Programmiersprache und rendert die UI über eine eigene Engine – unabhängig von nativen UI-Komponenten. Das Ergebnis: konsistentes Verhalten auf allen Plattformen und eine flüssige Benutzeroberfläche.
Vorteile: Exzellente Performance, großes Ökosystem, aktive Community, Hot Reload
Nachteile: Neue Programmiersprache (Dart), bestehender C#-Code nicht wiederverwendbar, eigener Rendering-Ansatz kann sich von nativen Apps unterscheiden
React Native
Facebooks Framework nutzt JavaScript/TypeScript und rendert native UI-Komponenten. Ideal für Teams mit Web-Erfahrung und Projekte, in denen Code zwischen Web und Mobile geteilt werden soll.
Vorteile: JavaScript-Ökosystem, Code-Sharing mit Web, große Community
Nachteile: Performance bei komplexen UIs eingeschränkt, Bridge-Architektur kann Engpässe verursachen (wird durch die neue Architektur verbessert)
Unsere Empfehlung
Die Wahl hängt vom Kontext ab: Bei einfachen MAUI-Migrationen empfehlen wir .NET MAUI, wenn das Team C#-Kompetenz hat. Für Neuentwicklungen oder grundlegende Modernisierungen ist Flutter unsere erste Wahl – Performance, Developer Experience und Zukunftssicherheit überzeugen. Wir unterstützen Sie bei der Analyse, Strategieentwicklung und Umsetzung der Migration.---
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Über den Autor
Geschäftsführer & Gründer
Seit über 15 Jahren entwickelt Björn Groenewold Softwarelösungen für den Mittelstand. Als Gründer von Groenewold IT Solutions hat er über 250 Projekte erfolgreich begleitet – von Legacy-Modernisierungen bis hin zu KI-Integrationen.
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