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Legacy-Modernisierung für Bildung & Forschung: Der Weg zur digitalen Souveränität

Legacy-Modernisierung für Bildung & Forschung: Der Weg zur digitalen Souveränität

Legacy-Modernisierung • Montag, 26. Januar 2026

Legacy-Modernisierung für Bildung & Forschung: Der Weg zur digitalen Souveränität

Legacy-Modernisierung für Bildung & Forschung: Der Weg zur digitalen Souveränität

Von Björn Groenewold11 Min. Lesezeit
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> Das Wichtigste in Kürze: Bildungs- und Forschungseinrichtungen arbeiten häufig mit isolierten Altsystemen für Campus-Management, Bibliothek und Finanzen. Die Modernisierung über APIs und schrittweise Migration schafft ein interoperables Ökosystem – ohne den laufenden Lehr- und Forschungsbetrieb zu unterbrechen.


Die Digitalisierung hat alle Bereiche der Gesellschaft erfasst, doch nur wenige Sektoren stehen vor so einzigartigen und komplexen Herausforderungen wie Bildung und Forschung. Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind die Keimzellen des Wissens und der Innovation, doch ihre IT-Infrastrukturen kämpfen oft mit der Last der Vergangenheit: veraltete, monolithische Systeme, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts kaum noch gewachsen sind. Die Legacy-Modernisierung ist für diesen Sektor nicht nur eine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit, um die digitale Souveränität zu sichern und die Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten.

1. Warum die IT in Bildung und Forschung an ihre Grenzen stößt

Die IT-Landschaft in Bildung und Forschung ist historisch gewachsen. Über Jahrzehnte hinweg wurden Systeme implementiert, die ihre Aufgabe einst hervorragend erfüllten, heute jedoch zu einem Innovationshemmnis geworden sind.

1.1. Die Last der Vergangenheit: Was sind Legacy-Systeme?

Legacy-Systeme sind Altsysteme, die auf veralteter Hardware, Software oder Programmiersprachen basieren. Sie sind oft durch eine Reihe von Merkmalen gekennzeichnet, die ihre Modernisierung unumgänglich machen. Dazu gehören hohe Wartungskosten, da die Pflege und der Betrieb dieser Systeme einen Großteil des IT-Budgets binden und spezialisiertes Personal oder Ersatzteile schwer zu finden sind. Weiterhin weisen sie eine fehlende Skalierbarkeit auf, da sie nicht für die exponentiell wachsende Datenmenge aus Forschungsprojekten oder die steigende Zahl an Studierenden konzipiert wurden. Ein kritisches Problem sind die Sicherheitsrisiken, da veraltete Software oft keine Sicherheitsupdates mehr erhält und somit ein leichtes Ziel für Cyberangriffe darstellt. Schließlich ist die mangelnde Integrationsfähigkeit ein großes Hindernis, da die Anbindung an moderne Cloud-Dienste, E-Learning-Plattformen oder mobile Anwendungen kompliziert oder unmöglich ist. Paradoxerweise stellen diese Systeme jedoch einen großen Wert dar, da sie die Kernlogik und die über Jahre gewachsenen Prozesse der Institution abbilden – von der Studierendenverwaltung bis zur Forschungsdatenarchivierung.

1.2. Spezifische Herausforderungen im Sektor

Die Probleme der Legacy-Systeme werden durch branchenspezifische Gegebenheiten verschärft:

Herausforderung Beschreibung Auswirkungen auf Bildung & Forschung
Heterogene IT-Infrastruktur Eine Vielzahl von Insellösungen, die nicht miteinander kommunizieren können (z.B. separate Systeme für Bibliothek, Campus-Management, Forschung). Ineffiziente Prozesse, manuelle Datenübertragung, fehleranfällige Abläufe.
Budget- und Fachkräftemangel Hohe Betriebskosten für Altsysteme binden Mittel, die für Innovationen fehlen. Schwierigkeiten, IT-Spezialisten für Nischentechnologien zu finden. Innovationsstau, Abhängigkeit von externen Dienstleistern, Überlastung des internen IT-Personals.
Regulatorische Anforderungen Strenge Vorgaben zu Datenschutz (DSGVO) und Archivierungspflichten für Forschungsdaten. Compliance-Risiken, hohe Strafen bei Verstößen, erschwerte internationale Kooperationen.

1.3. Die Notwendigkeit der digitalen Souveränität als Treiber

Ein zentraler Treiber für die IT-Modernisierung ist die Forderung nach digitaler Souveränität. Für Forschungseinrichtungen bedeutet dies die Fähigkeit, selbstbestimmt über ihre kritischen Daten, Systeme und Prozesse zu entscheiden. Die Abhängigkeit von wenigen, oft ausländischen, Anbietern oder veralteten, proprietären Systemen stellt ein strategisches Risiko dar. Die Modernisierung ermöglicht es, die Kontrolle über die IT-Landschaft zurückzugewinnen und eine unabhängige, zukunftssichere Infrastruktur aufzubauen.

2. Die Vorteile der Legacy-Modernisierung: Mehr als nur ein Update

Die Legacy-Modernisierung ist eine Investition, die sich in mehrfacher Hinsicht auszahlt. Sie transformiert die Institution von einem reaktiven Verwalter zu einem proaktiven Gestalter der digitalen Zukunft.

2.1. Effizienzsteigerung und Kostenreduktion

Durch die Ablösung alter, ineffizienter Systeme können Prozesse automatisiert und optimiert werden.

Die Ablösung alter, ineffizienter Systeme ermöglicht die Automatisierung von Kernprozessen, beispielsweise in Campus-Management-Systemen (CMS), wo die automatische Einschreibung, Notenverwaltung oder die Verwaltung von Lehrveranstaltungen den Verwaltungsaufwand drastisch reduziert. Gleichzeitig führt die Umstellung auf moderne, Cloud-native Architekturen zu einer signifikanten Senkung der Betriebskosten, da die teure Wartung von Altsystemen entfällt und die frei werdenden Mittel in Forschung und Lehre reinvestiert werden können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reduzierung manueller Prozesse: Digitale, automatisierte Workflows eliminieren manuelle Dateneingabe und papierbasierte Prozesse (z.B. bei der Bewerbung oder Raumplanung), was zu einer erheblichen Zeitersparnis für Verwaltungsmitarbeiter führt. Schließlich ermöglicht die optimierte Ressourcennutzung durch skalierbare Cloud-Ressourcen eine bedarfsgerechte Abrechnung der Rechenleistung, was besonders bei schwankenden Lasten (z.B. zu Semesterbeginn) zu einer erheblichen Kostenoptimierung führt.

2.2. Sicherheit und Compliance

In einer Zeit, in der Cyberangriffe auf Forschungseinrichtungen zunehmen, ist die Modernisierung ein essenzieller Schritt zur Risikominimierung.

  • Schutz sensibler Daten: Die Migration auf moderne Plattformen ermöglicht die Implementierung aktueller Sicherheitsstandards (Zero Trust, Multi-Faktor-Authentifizierung) zum Schutz von Studierendeninformationen und hochsensiblen Forschungsdaten.

  • Einhaltung der DSGVO: Moderne Systeme sind von Grund auf so konzipiert, dass sie die strengen Anforderungen der DSGVO und anderer Datenschutzbestimmungen erfüllen.

2.3. Innovationsfähigkeit und Attraktivität

Eine moderne IT-Infrastruktur ist die Grundlage für Innovation und steigert die Attraktivität der Institution.

Eine moderne IT-Infrastruktur ist die Grundlage für Innovation und steigert die Attraktivität der Institution. Sie ermöglicht die schnellere Bereitstellung neuer Services, wie mobile Apps für den Campus, personalisierte Lernpfade oder digitale Forschungskollaborationsplattformen. Dies verschafft der Institution einen klaren Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung von Top-Forschern und der Anwerbung von Studierenden, die eine zeitgemäße digitale Erfahrung erwarten. Darüber hinaus ist die Modernisierung essenziell für die Unterstützung neuer pädagogischer Modelle: Moderne IT-Systeme sind die Basis für innovative Lehr- und Lernformen wie Blended Learning oder personalisierte Lernpfade. Sie ermöglichen die nahtlose Integration von Technologien wie Virtual- und Augmented-Reality in den Lehrbetrieb und schaffen eine digitale Lernumgebung, die den Anforderungen der Generation Z entspricht.

3. Konkrete Anwendungsfälle: Modernisierung in der Praxis

Die Modernisierung von Legacy-Systemen in Bildung und Forschung manifestiert sich in verschiedenen, branchenspezifischen Anwendungsfällen.

3.1. Modernisierung von Campus-Management-Systemen (CMS)

Viele Hochschulen nutzen noch monolithische CMS, die schwerfällig und unflexibel sind. Die Modernisierung zielt darauf ab, diese durch modulare, serviceorientierte Architekturen zu ersetzen.

Viele Hochschulen nutzen noch monolithische CMS, die schwerfällig und unflexibel sind. Die Modernisierung zielt darauf ab, diese durch modulare, serviceorientierte Architekturen zu ersetzen. Der Microservices-Ansatz zerlegt einzelne Funktionen (z.B. Prüfungsverwaltung, Stundenplanerstellung) in unabhängige Dienste, was eine schnellere Entwicklung und einfachere Wartung ermöglicht. Zudem ist die Integration von E-Learning essenziell: Eine nahtlose Anbindung an moderne Lernmanagementsysteme (LMS) wie Moodle oder Canvas schafft eine einheitliche digitale Erfahrung für Lehrende und Lernende.

3.2. Flexible Forschungsdaten-Infrastrukturen

Die Verwaltung und Analyse der stetig wachsenden Menge an Forschungsdaten stellt eine enorme Herausforderung dar.

Die Verwaltung und Analyse der stetig wachsenden Menge an Forschungsdaten stellt eine enorme Herausforderung dar. Die Cloud-Migration für Forschungsdaten (z.B. in eine Hybrid-Cloud-Umgebung) bietet nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit und Verfügbarkeit für Big-Data-Analysen und KI-Anwendungen. Moderne Schnittstellen ermöglichen zudem die effiziente Anbindung an Hochleistungsrechnen (HPC), was für komplexe Simulationen und Berechnungen in der Forschung unerlässlich ist. Darüber hinaus schafft die Modernisierung die technischen Voraussetzungen für ein effizientes Forschungsdatenmanagement (FDM), das die Einhaltung der FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) und die Bereitstellung von Repositorien für die langfristige Archivierung ermöglicht. Nicht zuletzt fördert die Ablösung alter, isolierter Server durch moderne, sichere Kollaborationsplattformen die interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit von Forschungsteams.

3.3. Low-Code/No-Code als Beschleuniger für Fachanwendungen

Um die zentrale IT zu entlasten und Fachbereichen mehr Autonomie zu geben, gewinnen Low-Code/No-Code-Plattformen an Bedeutung.

Um die zentrale IT zu entlasten und Fachbereichen mehr Autonomie zu geben, gewinnen Low-Code/No-Code-Plattformen an Bedeutung. Durch Citizen Development können Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeiter selbstständig kleine, spezifische Anwendungen (z.B. für die Verwaltung von Laborequipment) entwickeln, ohne auf die IT warten zu müssen. Dies führt zu einer signifikanten Entlastung der IT, die sich dadurch auf die strategische Steuerung und die Modernisierung der Kernsysteme konzentrieren kann.

4. Strategien und Wege zur Modernisierung

Der Weg zur modernen IT ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Eine fundierte Strategie ist entscheidend, um Risiken zu minimieren und den laufenden Betrieb nicht zu gefährden.

4.1. Re-Platforming, Re-Hosting, Re-Factoring: Die richtige Strategie wählen

Die Wahl der richtigen Strategie hängt von den Zielen, dem Budget und dem Zustand des jeweiligen Legacy-Systems ab. Die sogenannten "6 R's" (Rehost, Replatform, Refactor, Repurchase, Retire, Retain) bieten einen Rahmen:

Strategie Beschreibung Wann sinnvoll?
Rehost (Lift & Shift) Verschieben der Anwendung auf eine neue Infrastruktur (z.B. in die Cloud) ohne Code-Änderungen. Schnelle Kostensenkung, wenn die Anwendung noch funktional ist.
Replatform Verschieben und Optimieren der Anwendung für die neue Plattform (z.B. Wechsel der Datenbank). Nutzung von Cloud-Vorteilen ohne tiefgreifende Code-Änderungen.
Refactor (Re-Architektur) Umschreiben von Teilen des Codes, um die Architektur zu modernisieren (z.B. Microservices). Wenn neue Funktionen und Skalierbarkeit dringend benötigt werden.
Replace (Neukauf) Ablösung des Systems durch eine neue Standardsoftware. Wenn das Altsystem keinen strategischen Wert mehr hat.

4.2. Der sanfte Übergang: Schrittweise Modernisierung statt Big Bang

Ein iterativer Ansatz ist in der Regel risikoärmer als der "Big Bang"-Ansatz, bei dem das gesamte System auf einmal ersetzt wird.

Ein iterativer Ansatz ist in der Regel risikoärmer als der "Big Bang"-Ansatz. Ein bewährtes Vorgehen ist das Strangler Fig Pattern, bei dem neue Funktionen schrittweise um das Altsystem herum aufgebaut werden, bis das Legacy-System "erdrosselt" und schließlich abgeschaltet werden kann. Die Aufteilung in kleine, unabhängige Dienste mittels Microservices ermöglicht es, einzelne Komponenten zu modernisieren, ohne das Gesamtsystem zu beeinträchtigen, was für schnelle Erfolge sorgt. Dabei ist die Datenmigration mit Bedacht zu planen, da die Migration von Altdaten der komplexeste Teil ist und eine sorgfältige Validierung der Datenqualität erfordert. Schließlich ist die Einführung von Kontinuierlicher Integration und Bereitstellung (CI/CD) unerlässlich, um neue Funktionen schnell und automatisiert auszurollen und eine agile IT-Organisation zu etablieren.

4.3. Die Rolle der Cloud in der modernen Forschungs-IT

Die Cloud ist ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen IT-Strategie. Besonders in der Forschung, wo Rechenleistung und Speicherbedarf stark schwanken, bietet sie enorme Vorteile.

Die Cloud ist ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen IT-Strategie. Hybrid-Cloud-Ansätze sind hierbei besonders relevant: Sensible, personenbezogene Daten (z.B. Studierendenakten) können in einer privaten Cloud oder On-Premise verbleiben, während hochskalierbare Workloads (z.B. Forschungsdatenanalysen) in die Public Cloud ausgelagert werden. Die Nutzung von Cloud-nativen Diensten wie Serverless Computing oder Managed Databases reduziert zudem den Verwaltungsaufwand und ermöglicht es der IT, sich auf strategische Aufgaben zu konzentrieren.

5. Fazit: Die Zukunft der Bildung und Forschung ist digital

Die Legacy-Modernisierung ist der Schlüssel zur Entfesselung des vollen Potenzials der Digitalisierung in Bildung und Forschung. Sie ist ein komplexes Unterfangen, das eine klare Strategie, technisches Know-how und ein tiefes Verständnis für die spezifischen Anforderungen des Sektors erfordert. Die Modernisierung sichert nicht nur die Compliance und die Sicherheit, sondern schafft die Grundlage für eine agile, innovative und attraktive Institution, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist. Es ist eine Investition in die digitale Zukunftsfähigkeit und die Souveränität der Institution.

Handlungsaufforderung (CTA): Ihr Partner für die digitale Transformation: Groenewold IT Solutions

Stehen Sie vor der Herausforderung, Ihre gewachsene IT-Landschaft zu modernisieren? Groenewold IT Solutions ist Ihr kompetenter Partner für die Legacy-Modernisierung im Bildungs- und Forschungssektor.

Wir verstehen die Komplexität von Campus-Management-Systemen, die strengen Anforderungen an Forschungsdaten-Infrastrukturen und die Notwendigkeit der digitalen Souveränität. Wir bieten Ihnen:

Wir bieten Ihnen eine umfassende Analyse Ihrer bestehenden IT-Landschaft und identifizieren die kritischsten Modernisierungsbereiche. Darauf aufbauend entwickeln wir maßgeschneiderte Strategien – von Re-Platforming bis zum Strangler Fig Pattern – die auf die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Hochschule oder Forschungseinrichtung zugeschnitten sind. Unser Fokus liegt auf der Implementierung sicherer und zukunftsorientierter Lösungen mit modernen, Cloud-fähigen Architekturen, die Sicherheit, Skalierbarkeit und Compliance gewährleisten.

Sichern Sie sich Ihren Wettbewerbsvorteil in der digitalen Ära. Kontaktieren Sie uns noch heute für ein unverbindliches Beratungsgespräch und starten Sie den Weg zu einer modernen, souveränen IT-Infrastruktur.

Groenewold IT Solutions – Wir modernisieren Wissen.


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Über den Autor

Björn Groenewold
Björn Groenewold(Dipl.-Inf.)

Geschäftsführer & Gründer

Seit über 15 Jahren entwickelt Björn Groenewold Softwarelösungen für den Mittelstand. Als Gründer von Groenewold IT Solutions hat er über 250 Projekte erfolgreich begleitet – von Legacy-Modernisierungen bis hin zu KI-Integrationen.

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Veraltete Software ist eines der größten Risiken für Unternehmen: steigende Wartungskosten, fehlende Fachkräfte für Alttechnologien und wachsende Sicherheitslücken. Gleichzeitig steckt in Legacy-Systemen oft jahrelang gewachsene Geschäftslogik, die nicht einfach ersetzt werden kann. Unser Ansatz setzt auf schrittweise Modernisierung statt Big-Bang-Rewrite – jedes Inkrement liefert messbaren Mehrwert, während der laufende Betrieb gesichert bleibt. Diese Strategie minimiert das Risiko und ermöglicht es, schnell erste Erfolge zu erzielen und den ROI fortlaufend nachzuweisen.

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