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Hinweis zur Transparenz: Diese Branchen-Seiten zeigen unseren Branchenfokus und typische Projektszenarien. Nicht jede genannte Integration oder Ausprägung ist bereits als standardisiertes Produkt umgesetzt.
Hero-Grafik öffentlicher Sektor: digitales Bürgerportal mit Antrag und Schritt-für-Schritt-Status, BSI-Schild, E-Akte und Barrierefreiheits-Symbol, API-Anbindung an Fachverfahren vor einer Rathaus-Silhouette und Deutschlandkarte

Moderne Software für den öffentlichen Sektor: Bürgerfreundlich & Effizient

E-Government-Lösungen für Behörden, Kommunen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland – OZG-konform, barrierefrei nach BITV 2.0 und mit Hosting in Deutschland.

Software für den öffentlichen Sektor

Unsere Softwarelösungen für die digitale Verwaltung

Bürgerportale & Online-Dienste

Entwicklung von nutzerfreundlichen Portalen zur Beantragung von Leistungen gemäß Online-Zugangsgesetz (OZG). Barrierefrei, mobil optimiert und an Ihre bestehenden Fachverfahren angebunden.

Wir berücksichtigen von Anfang an Statusverfolgung für Antragsteller, nachvollziehbare Fristen und klare Texte für Pflicht- und Optionalfelder – damit Support-Anfragen sinken und die Akzeptanz steigt. Schnittstellen zu Identitäts- und Zahlungsverfahren planen wir so, dass spätere OZG-2.0-Anforderungen ohne kompletten Umbau nachziehbar sind.

Digitales Dokumentenmanagement (DMS)

Effiziente, revisionssichere Verwaltung von Akten und Dokumenten. Volltextsuche, Versionierung und GoBD-konforme Archivierung – integriert in Ihre IT-Landschaft.

Fokus liegt auf durchsuchbaren Metadaten, Aufbewahrungsfristen pro Vorgang und nachvollziehbaren Freigabe-Workflows. Wo Akten gleichzeitig in Alt- und Neusystemen existieren, definieren wir „Single Source of Truth“-Regeln, damit Revision und Datenschutz nicht an Medienbrüchen scheitern.

Interne Fachverfahren

Individuelle Software zur Abbildung komplexer interner Prozesse – z. B. im Bauamt, Sozialamt oder in der Kämmerei. Maßgeschneidert für Ihre Abläufe und Vorschriften.

Typisch sind mehrstufige Prüfungen, Delegationen bei Urlaub und Schnittstellen zu Haushalt oder Personalverwaltung. Wir modellieren Rollen feingranular, halten Änderungshistorien für fachlich kritische Felder vor und unterstützen Sie bei der Einführung inklusive Schulungsunterlagen für Key-User.

Sicherheit und Compliance: Unser Versprechen an den öffentlichen Sektor

Behörden und öffentliche Einrichtungen unterliegen strengen Vorgaben zu IT-Sicherheit, Datenschutz und Vergaberecht. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Software, die von Beginn an DSGVO- und BSI-Anforderungen erfüllt, in Deutschland gehostet wird und mit den typischen Prozessen öffentlicher Auftraggeber vertraut ist. So reduzieren Sie Risiken bei Audits und schaffen Vertrauen bei Bürgern und Aufsichtsbehörden.

Ergänzend unterstützen wir bei Security-Reviews vor Go-live, bei der Einrichtung von Security-Information-Event-Management-Anbindungen (SIEM-light) und bei der Dokumentation von Schwachstellenmanagement – inklusive Penetration Testing –, damit Nachweise nicht nur auf Folien existieren, sondern im Betrieb gelebt werden.

DSGVO- und BSI-Konformität

Entwicklung nach höchsten deutschen Sicherheitsstandards: BSI-Grundschutz, Security by Design und Datenschutz von Anfang an. Dokumentation und technisch-organisatorische Maßnahmen (TOM) sind fester Bestandteil unserer Projekte.

100 % Made in Germany

Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland [Quelle: Groenewold IT Solutions, Unternehmensangaben, 2026]. Keine Daten in Drittländern, kurze Wege und klare Ansprechpartner – wichtig für behördliche Ausschreibungen und das Vertrauen der Bürger.

Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern

Kenntnis der Prozesse und Anforderungen: EVB-IT Verträge, Vergaberecht, lange Planungszyklen und die Abstimmung mit Fachbereichen und Datenschutz. So passen typische Lösungsansätze in Ihre Strukturen.

Cloud-Lösungen und souveräne Betriebsmodelle

Öffentliche Auftraggeber stehen zwischen Modernisierungsdruck und Vorgaben zu Datenhoheit. Wir planen Cloud-Migration und -Einsatz entlang von Datenklassifizierung, Exit-Strategien und Verschlüsselungsschlüsselverwaltung: Welche Teile dürfen bei einem deutschen oder EU-Hosting-Partner laufen, wo ist eine Private-Cloud-Instanz Pflicht, und wie sehen Wiederanlauf und Disaster Recovery aus? Gemeinsam mit Ihrer IT definieren wir Betriebsverantwortung, Patch-Zyklen und Incident-Kommunikation – transparent für Datenschutz und Fachbereiche.

Hybridmodelle (SaaS für Standard, Individualentwicklung für Kernprozesse) sind häufig realistischer als „alles neu“. Entscheidend ist eine klare Schnittstellen- und Identitätsstrategie, damit Bürgerportale und Fachverfahren trotz verteilter Systeme konsistent wirken. Für langfristig wartbare Lösungen achten wir zusätzlich auf Managed-IT-Services und klare SLAs im Betrieb.

Barrierefreiheit nach BITV 2.0 im Detail

Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) verlangt, dass öffentliche Angebote für Menschen mit Einschränkungen nutzbar sind: Tastaturbedienung, ausreichende Kontraste, verständliche Fehlermeldungen, Untertitel für Videos und semantisch korrektes Markup. Wir integrieren Accessibility von Beginn an in UX-Reviews und automatisierte sowie manuelle Tests (Screenreader, Zoomstufen, Fokusreihenfolge) – als eigenständiger Schwerpunkt der barrierefreien Softwareentwicklung.

Für komplexe Formulare empfehlen wir schrittweise Assistenten, klare Sprache und Hilfetexte, die Fachjargon erklären – ohne die rechtliche Präzision zu verlieren. Erklärungspflichten und Pflichtfelder werden so gesetzt, dass sie assistive Technologien nicht blockieren. Die Ergebnisse dokumentieren wir für Ihre Barrierefreiheitserklärung und unterstützen bei der Einbindung in Ihre internen Freigabeprozesse – methodisch fundiert durch UX-Design und Testing/QA.

OZG 2.0 und die Herausforderungen für Kommunen

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Behörden, ihre Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, veraltete Fachverfahren zu modernisieren, Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen zu schaffen und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards einzuhalten. OZG 2.0 verschärft die Anforderungen an Nutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit (z. B. BITV 2.0) und einheitliche Standards – Stichwort „Einer-für-alle“-Leistungen und Registermodernisierung.

Typische Hürden: heterogene IT-Landschaften mit Alt-Systemen, begrenzte IT-Kapazitäten und die Abstimmung mit übergeordneten Behörden. Groenewold IT Solutions unterstützt Sie dabei: Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen individuelle Fachanwendungen, die zu Ihren Prozessen passen, schaffen sichere Schnittstellen zu bestehenden Systemen (z. B. SAP, MESO, Prosoz, XÖV) und bauen barrierefreie Bürgerportale, in denen Anträge digital eingereicht und nachverfolgt werden können. So erfüllen Sie die OZG-Vorgaben ohne Medienbrüche und mit einer Lösung, die zu Ihrer IT-Landschaft passt und langfristig wartbar bleibt.

Mit OZG 2.0 rückt zusätzlich die durchgängige Ende-zu-Ende-Digitalisierung in den Fokus: Nicht nur das Online-Formular muss funktionieren, sondern auch die medienbruchfreie Weiterverarbeitung im Fachverfahren, inklusive Rückmeldung an Antragsteller. Genau hier entstehen in der Praxis die meisten Reibungsverluste, wenn Frontend-Lösungen nicht sauber mit Backoffice-Systemen verbunden sind. Wir planen deshalb den gesamten Prozessfluss – von Identifizierung und Dateneingang bis Bescheid, Archivierung und Monitoring – statt nur den sichtbaren Bürgerservice-Teil. Wiederkehrende Routineaufgaben lassen sich zusätzlich über Prozessautomatisierung entlasten.

Ebenso wichtig ist die Betriebsfähigkeit im Alltag: Kommunen brauchen Lösungen, die mit begrenzten IT-Ressourcen stabil laufen und revisionssicher dokumentiert sind. Deshalb setzen wir auf klare Betriebsmodelle, nachvollziehbare Rollenrechte, standardisierte Schnittstellen und schrittweise Einführung nach Leistungsbündeln – inklusive langfristiger Software-Wartung und Pflege. So kann OZG-Umsetzung iterativ erfolgen, ohne dass bestehende Fachbereiche überlastet werden.

Ein weiterer OZG-2.0-Erfolgsfaktor ist die produktnahe Governance: Wer entscheidet bei Änderungen an Formularlogik, Fristen oder Pflichtfeldern? In vielen Kommunen liegt das Wissen verteilt über Fachamt, IT, Datenschutz und externen Dienstleister. Wir etablieren deshalb ein gemeinsames Betriebsboard mit klaren Entscheidungswegen, damit Änderungen nicht in E-Mail-Ketten versanden. Dadurch sinkt die Zeit von „fachlicher Anforderung“ bis „produktiver Umsetzung“ deutlich, und die Qualität der digitalen Leistungen bleibt auch nach dem Go-live stabil.

Gerade bei interkommunalen Strukturen hilft ein modularer Ansatz: Wiederverwendbare Bausteine für Identifikation, Dokumentenupload, Statuskommunikation und Bescheidzustellung lassen sich pro Leistung konfigurieren, statt jedes Verfahren neu zu bauen. Das reduziert nicht nur Kosten, sondern erhöht auch die Nutzungsqualität für Bürger, weil Bedienlogik und Prozessschritte über Leistungen hinweg konsistent bleiben.

Sicherheit und Datenschutz: BSI-konforme Softwareentwicklung

Im öffentlichen Sektor gelten besondere Anforderungen: BSI-Grundschutz, das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 (KRITIS, Meldepflichten), DSGVO, Verschlüsselung nach Stand der Technik sowie regelmäßige Penetrationstests und Sicherheitsaudits. Groenewold IT Solutions integriert diese Anforderungen von Anfang an in den Entwicklungsprozess – Security by Design. So vermeiden Sie teure Nachrüstungen und erfüllen die Erwartungen von Aufsichtsbehörden und Bürgern.

Dazu gehören: sichere Authentifizierung (z. B. eID, De-Mail) und Berechtigungskonzepte nach dem Need-to-know-Prinzip, verschlüsselte Datenübertragung (TLS) und -speicherung, Audit-Logs für nachvollziehbare Zugriffe, datenschutzfreundliche Architektur (Datenminimierung, Zweckbindung) und die enge Zusammenarbeit mit Ihrem Datenschutzbeauftragten sowie der Orientierung am BSI-Standard. So entstehen Anwendungen, die den hohen Erwartungen von Behörden und Bürgern gerecht werden und bei Revisionen bestehen – ergänzt um Mehrfaktor-Authentifizierung und Lasttests vor Go-live.

Praxisbeispiel: Digitales Antragsportal für eine Kreisverwaltung

Eine Kreisverwaltung mit rund 150.000 Einwohnern benötigte ein digitales Antragsportal für Baugenehmigungen, Gewerbeanmeldungen und Kfz-Zulassungen. Bisher liefen Anträge per Papier, E-Mail oder über verschiedene Insellösungen – unübersichtlich und zeitaufwendig für Bürger und Sachbearbeiter. Die Bearbeitungszeiten variierten stark, und die Nachverfolgung des Antragsstatus war für Bürger kaum möglich.

Groenewold IT Solutions entwickelte ein barrierefreies Portal mit eID-Anbindung, digitaler Signatur und automatischer Weiterleitung an die zuständigen Sachbearbeiter. Bürger können Anträge online einreichen, den Status verfolgen und Nachweise hochladen; die Anbindung an das bestehende Fachverfahren erfolgte über sichere Schnittstellen. Nach einer Pilotphase mit einer Behörde wurde das Portal schrittweise auf alle relevanten Leistungen ausgerollt.

Das Ergebnis: Rund 70 % der Anträge werden inzwischen digital eingereicht, die durchschnittliche Bearbeitungszeit sank um etwa 45 %, und die Zufriedenheit der Bürger stieg messbar. Die Verwaltung spart Personalkosten bei der Erfassung und kann sich auf die fachliche Prüfung konzentrieren. Mehr zu passenden Leistungen: Softwareentwicklung DSGVO-konform, Softwareentwicklung, Kundenportal-Entwicklung.

Weiteres Praxisbeispiel aus einer mittelgrossen Stadt: Bei der Digitalisierung von Bewohnerparkausweisen und Meldebescheinigungen wurden zunaechst nur zwei Leistungen als Pilot umgesetzt. Entscheidend war hier die Anbindung an bestehende Register und die Automatisierung von Plausibilitaetspruefungen. Nach drei Monaten Pilotbetrieb lag die digitale Einreichungsquote bereits bei über 60 %, gleichzeitig sank die Rückfragequote am Serviceschalter deutlich. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde das gleiche Architektur- und Prozessmuster auf weitere Leistungen uebertragen.

Die Erfahrung aus solchen Projekten zeigt: Hohe Wirkung entsteht nicht durch den gleichzeitigen Vollausbau aller Leistungen, sondern durch ein reproduzierbares Rollout-Modell mit klaren Standards, Messpunkten und Abnahmeprozessen. Genau dieses Vorgehen macht OZG-Projekte steuerbar und schafft früh sichtbaren Nutzen für Buerger, Fachbereiche und Verwaltungsspitze.

In einem weiteren Projekt wurde der Rollout mit einem Service-Backlog nach Lebenslagenpriorisiert: zuerst Leistungen mit hoher Bürgerfrequenz (Meldebescheinigung, Bewohnerparken, Gewerbe), danach Spezialverfahren. Diese Priorisierung erhöhte die digitale Nutzung in den ersten sechs Monaten signifikant, weil die sichtbarsten Leistungen zuerst verbessert wurden. Parallel konnten interne Teams mit einem standardisierten Schulungsformat auf neue digitale Workflows vorbereitet werden – die methodische Begleitung erfolgte über Strategieberatung und Roadmap-Arbeit.

Für die Nachhaltigkeit entscheidend war zudem ein Mess- und Qualitätsrahmen mit klaren KPI: Durchlaufzeit je Leistung, Rückfragequote, digitale Einreichungsquote, Bearbeitungszeit pro Fachbereich und Abbruchraten im Antrag. Diese Kennzahlen liefern wir über dedizierte Datenanalyse und Reporting-Dashboards (z. B. mit Power BI) – so kann die Verwaltung nicht nur Erfolge berichten, sondern auch gezielt nachsteuern, wenn einzelne Verfahren hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Gestalten Sie die Verwaltung von morgen.

Ob OZG-Umsetzung, interne Prozessoptimierung oder Modernisierung historischer Fachverfahren – wir sind Ihr Partner für die Digitalisierung der Verwaltung. Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch über Ihre Herausforderungen sprechen – ergänzend zu unseren Referenzen im öffentlichen Sektor und der FAQ-Übersicht.

Unverbindliches Gespräch anfordern

Häufig gestellte Fragen

FAQ: Software für den öffentlichen Sektor

Welche E-Government-Themen decken Sie ab?
Je nach Ausgangslage unterstützen wir bei Bürgerportalen, digitalen Antragsstrecken, Anbindung an Fachverfahren, DMS/E-Akte sowie internen Fachanwendungen – von der Konzeption über sichere Schnittstellen bis zum Betrieb, inklusive BITV/Barrierefreiheit und dokumentierter Security-Prüfungen.
Was kostet ein OZG-konformes Bürgerportal?
Ein schlankes Bürgerportal für 2–4 ausgewählte Leistungen mit eID-Anbindung, Statusverfolgung und Anschluss an ein Fachverfahren liegt typischerweise bei 60.000–150.000 € Erstinvestition. Ein erweitertes Portal mit Zahlungsanbindung, mehreren Fachverfahren und individuellen Workflows bewegt sich im Bereich 150.000–400.000 €. Hinzu kommen jährliche Kosten für Hosting, Wartung, Sicherheitsupdates und Weiterentwicklung (etwa 15–25 % der Investitionskosten). In vielen Bundesländern lassen sich Teile der Kosten über OZG-Mittel, Landesförderprogramme oder Konjunkturpaket-Restmittel decken – wir erstellen ein transparentes Festpreisangebot mit Meilensteinen.
Wie lange dauert die Umsetzung eines digitalen Antragsportals?
Ein erstes produktives Pilotmodul (eine Leistung, eID, einfache Statusrückmeldung) ist in 3–4 Monaten realisierbar. Ein Bürgerportal mit 5–10 Leistungen, Fachverfahren-Anbindung und vollständiger Barrierefreiheitsprüfung dauert typischerweise 6–12 Monate. Wir arbeiten iterativ in 2-Wochen-Sprints, so dass Fachbereiche frühzeitig testen können und Anpassungen vor dem Vollausbau einfließen. Erfahrungsgemäß lohnt sich ein leistungsbezogener Rollout – zuerst Leistungen mit hoher Bürgerfrequenz, dann Spezialverfahren –, statt alles gleichzeitig live zu schalten.
Sind Ihre Lösungen für den öffentlichen Sektor in Deutschland gehostet?
Ja. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen „Made in Germany“ und planen Hosting und Betrieb mit Schwerpunkt Deutschland/EU – abgestimmt auf Ihre Aufbewahrungs- und Auftragsverarbeitungsvorgaben und typische Vergabe- bzw. EVB-IT-Anforderungen. Wir nutzen ausschließlich Rechenzentren in Deutschland oder der EU, dokumentieren technisch-organisatorische Maßnahmen (TOM) und unterstützen bei BSI-Grundschutz- oder C5-Anforderungen für die jeweilige Schutzbedarfsklasse.
Wie gehen Sie mit OZG und Barrierefreiheit (BITV 2.0) um?
Wir berücksichtigen OZG-relevante Nutzerpfade, verständliche Formulierungen und technische Barrierefreiheit (Tastatur, Kontraste, Semantik) von Anfang an. Abnahmen und Tests dokumentieren wir für Ihre Barrierefreiheitserklärung und interne Freigaben. Konkret: WCAG-2.1-AA-Konformität als Mindeststandard, Screenreader-Tests (NVDA, JAWS, VoiceOver), Zoom bis 200 %, vollständige Tastaturbedienung, klare Fehlermeldungen und Untertitel bzw. Transkripte für Multimedia. Erklärungspflichten und Pflichtfelder werden so umgesetzt, dass assistive Technologien sie zuverlässig erfassen.
Können Sie bestehende Verfahren und Fachverfahren anbinden?
Ja. Schnittstellen zu bestehenden Systemen (XÖV, APIs, Batch) planen wir mit klaren Schnittstellenverträgen, Monitoring und Wiederanlauf – damit Medienbrüche zwischen Portal und Backoffice vermieden werden. Wir haben Erfahrung mit gängigen Fachverfahren (z. B. MESO, Prosoz, ProBauG, AKDB, Civento) und unterstützen XÖV-konforme Standards wie XMeld, XBau, XGewerbe und XÖV-Basismodule. Wo keine offenen Schnittstellen verfügbar sind, klären wir gemeinsam mit dem Hersteller realistische Optionen – von Web-Service-APIs über CSV-Importe bis hin zu RPA-gestützten Übergaben in echte Engpasssituationen.
Welche Authentifizierungsverfahren (eID, BundID, Nutzerkonto) unterstützen Sie?
Wir integrieren die zentralen Authentifizierungsverfahren der Verwaltung: BundID (mit eID-Funktion des Personalausweises, ELSTER-Zertifikat oder Nutzername/Passwort), Mein Unternehmenskonto für Unternehmenskunden sowie die Landeskonten (z. B. Servicekonto Bayern, Servicekonto.NRW, Hamburg-Servicekonto). Zusätzlich binden wir bei Bedarf eID-Server (z. B. Governikus Autent), De-Mail-Postfächer und Single-Sign-On-Verfahren (SAML, OIDC) an interne Verzeichnisdienste an. Welche Verfahren sinnvoll sind, hängt von Leistung, Schutzbedarf und Zielgruppe ab – das klären wir im Architektur-Workshop.
Welche Cloud- und Betriebsmodelle sind für Behörden zulässig?
Welche Modelle in Frage kommen, hängt von Datenklassifizierung, Schutzbedarf und internen Vorgaben ab. Typische Optionen: Betrieb in einer souveränen deutschen oder europäischen Cloud (z. B. mit BSI-C5-Testat, IT-Grundschutz-Profil), Private Cloud auf eigener Infrastruktur bei kommunalen Rechenzentren, oder hybride Modelle mit Standard-SaaS für unkritische Workloads und Individualentwicklung für Kernprozesse. Wir planen Datenklassifizierung, Verschlüsselungsschlüsselverwaltung, Exit-Strategien und Wiederanlauf gemeinsam mit Ihrer IT und stimmen die Lösung mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.
Welche Förderprogramme gibt es für die Digitalisierung der Verwaltung?
Für die Digitalisierung der Verwaltung stehen verschiedene Förderlinien zur Verfügung: OZG-Folgefinanzierung des Bundes (auch nach Auslaufen der ursprünglichen OZG-Mittel), Landesprogramme zur Digitalisierung der Kommunen (z. B. „Digitale Modellregionen“, „Smart Cities“ über BMWSB/KfW), das Bundesprogramm „Smart City“, sowie EU-Programme wie der Digital Europe Programme. Für Personalentwicklung und Methodenkompetenz gibt es zusätzliche Fördermöglichkeiten. Wir kennen die wichtigsten Förderkulissen und unterstützen bei der technischen Beschreibung für Förderanträge – die formale Antragsstellung erfolgt durch Sie bzw. Ihre Förderberatung.
Was bedeutet NIS2 für kommunale IT und wann gilt es?
NIS2 (Network and Information Security 2) ist seit Oktober 2024 in Kraft und betrifft auch Teile der öffentlichen Verwaltung – insbesondere als „besonders wichtige“ oder „wichtige“ Einrichtungen eingestufte Stellen. Anforderungen umfassen ein dokumentiertes IT-Risikomanagement, Meldepflichten bei erheblichen Sicherheitsvorfällen (24/72 Stunden), Lieferketten-Sicherheit, Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Schulungen. Mehr dazu: NIS2-Compliance in der Softwareentwicklung. Wir ersetzen keine juristische Beratung, arbeiten aber mit Ihrem Datenschutzbeauftragten und externen Auditoren zusammen.
Haben Sie Erfahrung mit EVB-IT-Verträgen und öffentlichen Vergaben?
Ja. Wir kennen die in der Verwaltung üblichen Vertragsmuster (EVB-IT Erstellung, EVB-IT Dienstleistung, EVB-IT System) und liefern dafür geeignete Leistungsbeschreibungen, Aufwands- und Festpreisangebote sowie die geforderten Nachweise (z. B. Eigenerklärungen, Referenzen, Versicherungsnachweise). Wir unterstützen Sie bei der Erstellung von Leistungsverzeichnissen und Bewertungsmatrizen mit fachlichem Input, ersetzen aber keine vergaberechtliche Beratung. Für Verhandlungs- und Verhandlungsverfahren bringen wir die nötige technische Expertise und Erfahrung mit Pilot- und Folgeauftragsphasen mit.

Passende Leistungen

Für Behörden und den öffentlichen Sektor bieten wir passende Softwarelösungen, die hohe Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Barrierefreiheit erfüllen. Dazu zählen DSGVO- und BSI-konforme Entwicklung, IT-Sicherheitsaudits sowie Dokumentenmanagement und Fachverfahren. Wenn Sie Ihr digitales Bürgerangebot ausbauen oder interne Prozesse modernisieren möchten, unterstützen wir Sie von der Konzeption bis zum Betrieb.

Umsetzungspartner für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung

Die Digitalisierung öffentliche Verwaltung steht 2026 vor einem doppelten Druck: Bürgerinnen und Bürger erwarten digitale Servicequalität wie aus dem privaten Sektor, gleichzeitig binden OZG-Umsetzung, Fachkräftemangel in IT-Stellen und gewachsene Fachverfahrenslandschaften die vorhandenen Kapazitäten in Behörden, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen. Wer hier nachhaltig vorankommen will, braucht keinen klassischen IT-Lieferanten, sondern einen strategischen Umsetzungspartner, der die Sprache der Verwaltung spricht und gemeinsam mit Fachamt, IT und Datenschutz tragfähige Lösungen entwirft.

Groenewold IT Solutions begleitet öffentliche Auftraggeber als Partner über den gesamten Projektzyklus – von der Anforderungsanalyse mit Fachbereichen über Pilot und Rollout bis zum dauerhaften Betrieb. Software für den öffentlichen Sektor bedeutet bei uns: bürgerfreundlich, effizient und rechtskonform. Konkret heißt das durchdachte Bürgerservice-Portale, revisionssichere E-Akten- und DMS-Lösungen sowie individuelle Fachanwendungen für interne Prozesse – jeweils auf Ihre Verwaltungsstruktur, Schutzbedarfsklassen und Aufbewahrungsfristen abgestimmt. Komplexe Prozesse zerlegen wir in steuerbare Module, statt sie als „Big Bang” neu zu bauen.

Hohe Sicherheitsanforderungen sind dabei kein nachgelagerter Punkt, sondern Architekturprinzip: Wir kombinieren datenschutz-konforme Softwareentwicklung mit IT-Resilienz – also dokumentierten Sicherheitskonzepten, Wiederanlauf- und Notfallplänen –, damit Bürgerportale, Fachverfahren und NIS2-pflichtige Anwendungen auch im Störungsfall belastbar bleiben. Wo der Fachkräftemangel die interne Umsetzung bremst, zeigen wir realistische Wege über Managed-IT-Services und Fördermittelberatung – damit Investitionen in die Digitalisierung der Verwaltung auch unter Haushaltsdruck planbar bleiben.

Öffentlicher Sektor: Strukturierter Projektablauf für E-Government

Björn Groenewold

OZG, BITV 2.0 und Sicherheit gleichrangig planen

„E-Government-Projekte bestehen, wenn OZG-Pfade, Barrierefreiheit und Sicherheit gleichrangig zur Fachlogik behandelt werden – nicht als nachträglicher Checklistenpunkt.“

Björn GroenewoldGeschäftsführer