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Hinweis zur Transparenz: Diese Branchen-Seiten zeigen unseren Branchenfokus und typische Projektszenarien. Nicht jede genannte Integration oder Ausprägung ist bereits als standardisiertes Produkt umgesetzt.

Software für Produktion & Fertigung: IT-Lösungen für den produzierenden Mittelstand

MES, ERP-Integration, OT/IT-Konvergenz und Predictive Maintenance – passende Fertigungssoftware für Mittelstand und Industrie 4.0.

Software für Produktion & Fertigung

Herausforderungen in der Fertigungsindustrie

Produzierende Unternehmen stehen unter Druck: Kostendruck, Lieferengpässe und wachsende Qualitätsanforderungen erfordern mehr Transparenz in der Fertigung. Gleichzeitig haben viele Mittelständler historisch gewachsene IT-Landschaften – ERP-Systeme aus den 2000ern, Maschinensteuerungen ohne Netzwerkanbindung und Insellösungen in Qualitätssicherung und Logistik. Die Digitalisierung der Produktion (Industrie 4.0) ist kein Selbstzweck, sondern eine operative Notwendigkeit: Wer Maschinenzustände nicht in Echtzeit kennt, verliert im Wettbewerb mit Unternehmen, die Ausfälle vorhersagen und Ausschuss minimieren.

OT/IT-Konvergenz – die Verbindung von Betriebstechnik (Maschinen, SPS, SCADA) mit Informationstechnik (ERP, BI, Cloud) – ist dabei der Kern. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Software, die diese Welten verbindet: von der Sensoranbindung über die Datenpipeline bis zum Dashboard und der ERP-Integration. Ergänzend decken wir industrielles IoT und Schnittstellenentwicklung ab.

Typische Lösungsansätze für Produktion & Fertigung

MES & Fertigungssteuerung

Ein Manufacturing Execution System (MES) verbindet ERP-Aufträge mit der realen Fertigung: Maschinenrückmeldungen, Schichtprotokolle, Ausschussdokumentation und OEE-Berechnung laufen in einem System. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen schlanke MES-Module, die sich in Ihr vorhandenes ERP (Odoo, SAP, Proalpha) integrieren – ohne Komplettersatz der bestehenden Infrastruktur. Angefangen beim Auftragsvisualisierungs-Terminal an der Maschine bis zum Echtzeit-Dashboard für die Fertigungsleitung.

OT/IT-Integration & Maschinenanbindung

Maschinen sprechen OPC-UA, Modbus, MQTT oder proprietäre Protokolle. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Middleware und Datenpipelines, die Maschinendaten sicher in IT-Systeme übertragen – mit Netzwerksegmentierung (IT vs. OT-Netz) und industriellen Sicherheitskonzepten. So werden Siemens S7, Beckhoff TwinCAT oder Pilz-Steuerungen ans ERP oder Cloud angebunden, ohne die Produktionssicherheit zu gefährden.

Predictive Maintenance & Anlagenüberwachung

Predictive Maintenance nutzt Sensordaten (Vibration, Temperatur, Strom, Druck), um Anlagenausfälle vorherzusagen, bevor sie eintreten. Statt reaktiver Wartung nach dem Ausfall oder starrer Intervallwartung werden Wartungsmaßnahmen genau dann angesetzt, wenn die Datenlage es nahelegt. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Vorhersagemodelle auf Basis von Machine Learning und integrieren sie in Ihr Instandhaltungsmanagement. Das Ergebnis: weniger Stillstand, niedrigere Wartungskosten, längere Maschinenlebensdauer.

Qualitätssicherung & CAQ

Qualitätssicherungssoftware (CAQ) digitalisiert Prüfpläne, Messdaten und Reklamationsprozesse. Prüfergebnisse werden direkt an der Anlage erfasst, automatisch ausgewertet und mit Fertigungsaufträgen verknüpft. So entstehen lückenlose Qualitätsnachweise für ISO 9001, IATF 16949 oder DGUV – und Ausschussquoten lassen sich frühzeitig erkennen und beheben.

MES & Fertigungssteuerung

Auftragsvisualisierung, Maschinenrückmeldung, Schichtprotokoll und OEE – integriert in Ihr ERP-System.

OT/IT-Integration

OPC-UA, MQTT und SPS-Anbindung – sichere Brücke zwischen Maschinensteuerung und IT-Systemen.

Predictive Maintenance

Sensordaten, ML-Modelle und Instandhaltungsplanung – Ausfälle vorhersagen statt reagieren. Verknüpft mit IoT-Industrie.

Qualitätssicherung (CAQ)

Digitale Prüfpläne, Messdatenerfassung und Reklamationsmanagement – konform mit ISO 9001 und IATF 16949.

ERP für produzierende Unternehmen

Als Odoo-Partner führen wir ERP-Systeme ein, die speziell für die Anforderungen des produzierenden Mittelstands konfiguriert werden: Stücklisten, Fertigungsaufträge, Lagerhaltung und Einkauf laufen in einem System – ohne Doppelpflege und ohne Medienbrüche zwischen Büro und Werkshalle. Odoo Manufacturing deckt MRP (Material Requirements Planning), Arbeitszentren, Schichtplanung und Qualitätskontrollen ab und lässt sich modular erweitern.

Für Unternehmen, die bereits SAP oder ein anderes ERP betreiben, entwickeln wir Schnittstellen und Erweiterungsmodule, die fehlende Fertigungsfunktionen ergänzen – ohne das bestehende System zu ersetzen. Mehr dazu unter ERP für den Mittelstand.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Software braucht ein produzierendes Unternehmen?
Produzierende Unternehmen benötigen je nach Größe und Fertigung unterschiedliche Systeme: Ein ERP-System (z. B. Odoo, SAP) steuert Aufträge, Einkauf, Lager und Finanzen. Ein MES (Manufacturing Execution System) überwacht die Fertigung in Echtzeit: Maschinenzustände, Schichtprotokolle, Ausschussquoten und OEE. SCADA-Systeme und SPS-Anbindungen (Siemens S7, Beckhoff) koppeln IT und OT. Qualitätssicherungssoftware dokumentiert Prüfpläne und CAQ-Prozesse. Predictive-Maintenance-Lösungen nutzen Sensordaten, um Anlagenausfälle vorherzusagen. Wir helfen Ihnen dabei, diese Systeme zu integrieren oder fehlende Bausteine maßgeschneidert zu entwickeln – so dass Maschine, Mensch und ERP ohne Medienbrüche zusammenarbeiten.
Was kostet ein MES für den Mittelstand?
Ein Manufacturing Execution System (MES) für mittelständische Fertiger kostet je nach Funktionsumfang und Anzahl der Arbeitsplätze zwischen 30.000 und 200.000 € in der Einführung. Hinzu kommen laufende Lizenz- oder Wartungskosten von 5.000–30.000 € pro Jahr. Individuelle MES-Lösungen, die gezielt auf Ihre Maschinenlandschaft und Prozesse zugeschnitten sind, beginnen bei ca. 40.000 € für Pilotprojekte. Standardsoftware wie Proalpha, Proxia oder SAP ME ist für größere Unternehmen oft die günstigere Option, wenn die Prozesse nah an Standards liegen. Wir empfehlen immer eine Make-or-Buy-Analyse: Manchmal reicht es, vorhandenes ERP durch ein schlankes Dashboard zu ergänzen, das Maschinendaten aggregiert.
Wie integriert man ERP und Maschinensteuerung (OT/IT-Integration)?
Die Integration von ERP und Maschinensteuerung (OT/IT-Konvergenz) erfolgt heute meist über standardisierte Protokolle: OPC-UA ist der industrielle Standard für die sichere Maschinenkommunikation; MQTT eignet sich für IoT-Sensordaten mit hohem Durchsatz. Auf ERP-Seite werden Fertigungsaufträge, Stücklisten und Materialbewegungen per API oder Datenbankschnittstelle übergeben. Ein Middleware-Layer (z. B. ein Edge-Server mit Node-RED oder Python) übersetzt zwischen Maschinenprotokollen und ERP-APIs. Wichtig: Netzwerksegmentierung (IT-Netz vs. OT-Netz) und Sicherheitskonzepte müssen von Anfang an geplant werden – Maschinen sind oft jahrzehntealt und für eine direkte Internet-Anbindung nicht ausgelegt.
Kann Groenewold IT auch SCADA-Systeme integrieren?
Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen keine SCADA-Systeme von Grund auf, integrieren aber bestehende SCADA-Lösungen (Siemens WinCC, Ignition, InTouch) in übergeordnete IT-Systeme: Daten aus dem SCADA werden via OPC-UA oder REST-API in Dashboards, ERP oder Predictive-Maintenance-Lösungen übertragen. So können Produktionsdaten in Echtzeit auf Tablets, im Büro und in der Unternehmensführung sichtbar gemacht werden. Wir arbeiten dabei eng mit Ihren Automatisierungsingenieuren zusammen und übernehmen den IT-seitigen Part – Schnittstellenentwicklung, Datenpipeline, Visualisierung und Anbindung an ERP oder Cloud.
Was ist OEE-Monitoring und wie wird es technisch umgesetzt?
OEE (Overall Equipment Effectiveness) misst Produktivität einer Fertigungsanlage in drei Faktoren: Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Ein OEE von 85 % gilt als World Class. Technisch bedeutet OEE-Monitoring: Maschinenstatus-Erfassung (läuft, steht, Störung) in Echtzeit per SPS-Signal oder manuelle Eingabe, automatische OEE-Berechnung je Anlage und Schicht und Verlustanalyse nach Six Big Losses. Wir entwickeln OEE-Dashboards, die Maschinendaten aus OPC-UA oder MQTT aggregieren und in Echtzeit für Fertigungsleiter und Schichtführer visualisieren.
Wie setzt man Predictive Maintenance technisch um?
Predictive Maintenance nutzt Sensordaten, um Anlagenausfälle vorherzusagen. Technischer Aufbau: Vibrationssensoren, Temperatursensoren und Stromsensoren erfassen Maschinenzustand in Intervallen von Sekunden, Edge-Server aggregiert und vorverarbeitet Daten lokal, Machine-Learning-Modelle erkennen Anomaliemuster die auf bevorstehende Ausfälle hindeuten und Wartungsauftrag wird automatisch im CMMS (Computerized Maintenance Management System) angelegt. Typische ROI: 20–30 % Reduktion ungeplanter Stillstandszeiten, Wartungskosten sinken um 10–25 %.
Welche ERP-Systeme eignen sich für produzierende Unternehmen im Mittelstand?
Für produzierende Mittelständler eignen sich: Odoo (Open Source, modular, ideal für Unternehmen bis 500 Mitarbeiter, sehr gute MRP- und Fertigungsmodule), SAP S/4HANA (Enterprise-Standard, für größere Unternehmen), Infor CloudSuite Industrial (spezialisiert auf Fertigung und Prozessindustrie) und proALPHA (deutsches Mittelstands-ERP mit starken Fertigungsmodulen). Wir sind Odoo-Partner und führen Odoo für produzierende Unternehmen ein. Für SAP-Erweiterungen entwickeln wir ABAP-Module und SAP-Schnittstellen.
Was ist OT/IT-Konvergenz und welche Sicherheitsrisiken entstehen?
OT/IT-Konvergenz verbindet Operational Technology (Maschinen, SPS, SCADA) mit Information Technology (ERP, Cloud, Internet). Das erhöht Effizienz, schafft aber neue Sicherheitsrisiken: Maschinen, die nie für Netzwerkverbindungen ausgelegt waren, werden angreifbar. Lösungen: Netzwerksegmentierung mit Firewall zwischen IT- und OT-Netz, Demilitarisierte Zone (DMZ) für Datenaustausch, VPN für Fernwartungszugriffe, regelmäßige Sicherheitsaudits für OT-Systeme und Patch-Management für SPS-Firmware. Wir planen OT/IT-Integrationen immer mit Sicherheitskonzept nach IEC 62443.
Wie funktioniert DSGVO-Konformität bei Mitarbeiterdaten in der Produktion?
Produktionssysteme erfassen Mitarbeiterdaten: Schichtzeiten, Anwesenheit, Leistungsdaten und Fehlerquoten je Mitarbeiter. Das unterliegt strengen DSGVO-Anforderungen. Anforderungen: Betriebsvereinbarung mit Betriebsrat vor Einführung von Leistungsüberwachungssystemen, Zweckbindung (Daten dürfen nicht für andere Zwecke genutzt werden), Datensparsamkeit (nur notwendige Daten erheben), Auskunftsrecht für Mitarbeiter über gespeicherte Daten und definierte Löschfristen. Wir entwickeln MES-Systeme mit integrierten DSGVO-Maßnahmen und erstellen Betriebsvereinbarungs-taugliche Datenschutzkonzepte.
Was ist Industrial IoT (IIoT) und wie unterscheidet es sich von klassischer Automatisierung?
Industrial IoT (IIoT) verbindet Maschinen, Sensoren und Anlagen mit cloudbasierten Analyse- und Verwaltungsplattformen über das Internet. Im Unterschied zur klassischen Automatisierung (SPS steuert Prozess lokal) geht es bei IIoT um Datenverfügbarkeit über Systemgrenzen hinweg: Sensordaten einer Maschine in Werk A fließen in eine Cloud-Plattform und werden mit Daten aus Werk B verglichen. Für den Mittelstand relevante IIoT-Plattformen: AWS IoT, Azure IoT Hub, Siemens MindSphere. Wir entwickeln IIoT-Anbindungen: Edge-Gateways, sichere Datenpipelines und Cloud-Dashboards für Produktionsdaten.

Digitalisierung in der Produktion: Was konkret zu tun ist

Produzierende Unternehmen ohne Echtzeit-Produktionsdaten navigieren blind. OEE unter 60 % ist in vielen mittelständischen Fertigungsbetrieben die ungemessene Realität. Maschinen stehen aus unbekannten Gründen. Ausschussquoten werden erst beim Wochenmeeting bekannt. Wartungen finden nach starren Intervallen statt, nicht nach tatsächlichem Bedarf. Ein MES mit OEE-Monitoring macht diese Verluste sichtbar – und damit steuerbar.

OT/IT-Konvergenz ist der Schlüssel zu Industrie 4.0. Aber sie schafft Sicherheitsrisiken, die nicht ignoriert werden dürfen. Eine Siemens-SPS, die für eine 20-jährige Laufzeit ausgelegt wurde, ist für direkte Internetverbindungen nicht geeignet. Netzwerksegmentierung, DMZ und sichere Middleware-Layer sind Pflichtbestandteile jeder professionellen OT/IT-Integration. Wir planen diese Architektur nach IEC 62443 und stellen sicher, dass Produktionssicherheit und Konnektivität sich nicht gegenseitig ausschließen.

Predictive Maintenance ist kein Zukunftsprojekt, sondern heute realisierbar. Vibrationssensoren kosten unter 100 €. Edge-Hardware für lokale Datenverarbeitung ist für unter 1.000 € verfügbar. Das Machine-Learning-Modell lernt aus historischen Ausfallmustern. Nach 6–12 Monaten Betrieb erkennt das System Anomalien zuverlässig. Der ROI: 20–30 % weniger ungeplante Stillstandszeiten – bei einer Anlage mit 1.000 € Stillstandskosten pro Stunde amortisiert sich das Projekt nach wenigen Monaten.

  • OEE-Monitoring macht Produktivitätsverluste sichtbar – typisch werden 10–20 % OEE-Steigerung im ersten Jahr realisiert.
  • MES-Integration mit Odoo oder SAP eliminiert manuelle Fertigungsrückmeldungen und halbiert Dateneingabeaufwand.
  • OPC-UA als industrieller Standard verbindet Siemens S7, Beckhoff und andere SPS sicher mit IT-Systemen.
  • Predictive Maintenance reduziert ungeplante Stillstände um 20–30 % – bei Engpassmaschinen ist das besonders wertvoll.
  • CAQ-Software nach ISO 9001 und IATF 16949 automatisiert Prüfplanerstellung und Messdatenerfassung direkt an der Anlage.
  • OT/IT-Sicherheitskonzept nach IEC 62443 schützt Produktionsanlagen vor Cyberangriffen wie Ransomware-Attacken auf OT-Netz.
  • DSGVO-konforme MES-Systeme ermöglichen Leistungserfassung ohne Betriebsratskonflikt durch korrekte Datenschutzkonzepte.
  • Qualitäts-Dashboards mit Echtzeit-Ausschussquoten erkennen Qualitätsprobleme sofort – nicht erst beim Wochenmeeting.

Nächster Schritt

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