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Hinweis zur Transparenz: Diese Branchen-Seiten zeigen unseren Branchenfokus und typische Projektszenarien. Nicht jede genannte Integration oder Ausprägung ist bereits als standardisiertes Produkt umgesetzt.

Software für Energie & Versorgung: IT für Stadtwerke und Energieversorger

Abrechnungssysteme, Smart-Meter-Integration, Energiedatenmanagement und Kundenportale – individuelle IT-Lösungen für Stadtwerke und Energieversorger im Mittelstand.

Software für Energie & Versorgung

Digitale Transformation in der Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaft befindet sich im größten Umbruch seit Jahrzehnten: Energiewende, Smart Meter Rollout und steigende regulatorische Anforderungen (EnWG, MsysV, BSI-Technische Richtlinien) zwingen Stadtwerke und Energieversorger zu massiven IT-Investitionen. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb durch neue Anbieter, die mit modernen Digitalprodukten – Apps, Echtzeitpreise, Photovoltaik-Integration – punkten.

Je nach Ausgangslage unterstützen wir mittelständische Stadtwerke und Energieversorger bei der IT-Integration und Individualentwicklung: Smart-Meter-Schnittstellen, Kundenportale, Mieterstrom-Abrechnung, Einspeisevergütungs-Systeme und ERP-Erweiterungen. Mehr zu ERP-Themen: ERP Einführung & Integration und Schnittstellen-Entwicklung.

Typische Lösungsansätze für die Energiebranche

Abrechnungssystem-Erweiterungen

Bestehende Abrechnungssysteme (Schleupen, Wilken, SAP IS-U, Lovion) bilden neue Tarife oft nicht vollständig ab – etwa Mieterstrom, dynamische Tarife, Balkonkraftwerk-Vergütung oder Wärmepumpen-Sondertarife. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Erweiterungsmodule und Schnittstellen, die neue Tarifstrukturen in Ihr System integrieren, ohne Kernsysteme zu verändern. Das spart Lizenzkosten und reduziert Release-Abhängigkeiten.

Smart-Meter-Integration

Der Smart-Meter-Rollout nach §29 MsbG erfordert technische Integration: SMGW-Anbindung, MSCONS-basierte Datenübertragung, automatische Plausibilisierung von Messwerten und Verarbeitung von 15-Minuten-Lastgängen. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen die Middleware zwischen Smart-Meter-Backend und Ihrem Abrechnungssystem – mit Fehlerbehandlung, Monitoring und Reporting für den Messstellenbetrieb.

Energiedaten-Management

Energiedatenmanagement-Systeme konsolidieren Mess- und Verbrauchsdaten aus verschiedenen Quellen: Zähler, SMGW, Smart Meter, Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen. Automatische Plausibilisierung, Bilanzierung und Reporting reduzieren manuelle Aufwände. Für Betreiber von Liegenschaften mit mehreren Zählpunkten (Industrie, Wohnungswirtschaft) entwickeln wir Portale mit Verbrauchsvisualisierung und Benchmark-Vergleichen.

Kundenportal und digitale Services

Moderne Kundenportale für Energieversorger ermöglichen: Online-Tarifwechsel und -abschluss, Zählerstand-Übermittlung, Verbrauchsvisualisierung mit Vergleich zu ähnlichen Haushalten, Rechnungsansicht und SEPA-Verwaltung. Integration von Photovoltaik-Einspeisevergütung, Wärmepumpen-Sondertarifen und Lademanagement für E-Fahrzeuge. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen responsive Web-Portale und native Apps für iOS und Android.

Smart Meter & Abrechnung

SMGW-Integration, MSCONS-Schnittstellen und Abrechnungserweiterungen für neue Tarife und Energieträger.

Energiedaten-Management

Konsolidierung, Plausibilisierung und Visualisierung von Verbrauchsdaten aus allen Zählpunkten.

ERP-Integration

Schnittstellen zu Schleupen, Wilken, SAP IS-U und Lovion – für reibungslose Datensynchronisation.

Regulatorik & BSI

EnWG, MsysV und BSI-konforme Softwareentwicklung – mit Unterstützung bei Zertifizierungsprozessen.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche IT-Systeme brauchen Stadtwerke und Energieversorger?
Energieversorger und Stadtwerke benötigen vier Kernsysteme: Erstens ein Abrechnungssystem (billing) für Strom, Gas, Wasser und Wärme – mit automatischer Tarifberechnung, Zählerstandsverwaltung und SEPA-Lastschrift. Zweitens ein Netz-Informations-System (NIS/GIS) für Leitungsnetze, Betriebsmittel und Störungsmanagement. Drittens ein ERP-System (SAP IS-U, Schleupen, Wilken oder Odoo) für Finanzen, Materialwirtschaft und Kundenverwaltung. Viertens Smart-Meter-Management für Messdaten, Fernauslesung und SMGW-Anbindung nach BSI-Standards. Viele mittelständische Stadtwerke setzen auf branchenspezifische Standardlösungen und erweitern diese mit individueller Software für spezielle Anforderungen – z. B. lokale Förderprogramme, Mieterstromabrechnung oder Wärmepumpen-Tarife.
Wie funktioniert die Smart-Meter-Integration in bestehende Abrechnungssysteme?
Smart-Meter-Integration erfolgt nach dem BSI-Standard für intelligente Messsysteme: Das Smart Meter Gateway (SMGW) überträgt Messdaten verschlüsselt an das Metergrid Data Center des Messstellenbetreibers. Von dort fließen Daten per standardisierter Schnittstelle (MSCONS-Format, EDI@Energy) in das Marktkommunikations-System und von dort ins Abrechnungssystem. Die größten Herausforderungen sind: zeitgerechte Verarbeitung großer Datenmengen (15-Minuten-Lastgänge statt jährlicher Zählerstand), Fehlerbehandlung bei Übertragungsausfällen und Abstimmung mit dem SMGW-Administrator (oft ein zertifizierter Dritter). Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Middleware und Schnittstellen, die Smart-Meter-Daten in Ihr bestehendes Abrechnungssystem integrieren.
Was kostet eine individuelle Software für Energieversorger?
Individualentwicklungen für Energieversorger sind typischerweise Erweiterungen oder Integrationen bestehender Systeme: Eine Schnittstelle zwischen Abrechnungssystem und Smart-Meter-Backend: 15.000–40.000 €. Ein Kundenportal mit Verbrauchsvisualisierung, Online-Abschluss und Zählerstand-Übermittlung: 20.000–60.000 €. Ein Mieterstrom-Abrechnungsmodul als Erweiterung: 25.000–50.000 €. Ein komplettes Energiedatenmanagement-System mit automatischer Plausibilisierung, Bilanzierung und Reporting: 50.000–150.000 €. Vollständige ERP-Neueinführungen (Schleupen, Wilken) für mittelgroße Stadtwerke: 200.000–500.000 €. Wir empfehlen zunächst einen Architektur-Workshop, um den sinnvollsten Integrationsansatz zu bestimmen.
Wie wird Energiedaten-Management regulatorisch korrekt umgesetzt?
Energiedaten unterliegen dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), der Messzugangsverordnung (MsysV) und BSI-Technischen Richtlinien. Regulatorisch relevant sind: Datenspeicherung und -übermittlung nach BDEW-Formatstandards (EDIFACT/MSCONS, EDI@Energy), Fristen für Markt-Nachrichten (Lieferantenwechsel, Ein-/Auszug), BSI-Zertifizierung für SMGW-Komponenten, Netzzugang und Netzentgeltabrechnung nach Bundesnetzagentur-Vorgaben sowie Einspeisevergütung nach EEG. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Software, die diese Anforderungen erfüllt – inklusive Test gegen die Marktkommunikations-Testsysteme der Bundesnetzagentur und Zertifizierungsunterstützung.
Was regelt §14a EnWG und welche IT-Anforderungen ergeben sich daraus?
§14a EnWG regelt das Netzentgeltmanagement für steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Wallboxen und Klimaanlagen. Netzbetreiber dürfen diese Geräte in Netzengpasssituationen temporär drosseln. Technisch erfordert das: Smart-Meter-Gateway-Anbindung für Steuersignale, API-Schnittstellen zur Direktansteuerung von Geräten, Protokollierung aller Eingriffe nach BSI-TR-03109 und Abrechnung der reduzierten Netzentgelte. Wir entwickeln die notwendige Middleware zwischen SMGW, Netzbetreiber-System und steuerbaren Verbrauchseinrichtungen.
Wie funktioniert BDEW-Marktkommunikation und EDIFACT in der Energiewirtschaft?
Die BDEW-Marktkommunikation definiert standardisierte Prozesse und Nachrichtenformate für den deutschen Energiemarkt. Alle Marktnachrichten – Lieferantenwechsel, Einspeisung, Zählerstandsmeldungen – laufen über EDIFACT-Nachrichten (MSCONS, UTILMD, INVOIC). EDI@Energy ist das BDEW-Formathandbuch. Nachrichten werden über AS4-Protokoll übertragen und müssen fristgerecht zugestellt werden. Wir entwickeln EDI-Middleware, die Marktnachrichten automatisch verarbeitet, validiert und an Ihr Abrechnungssystem übergibt.
Was sind SCADA-Systeme in der Energieversorgung und wie werden sie modernisiert?
SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition) überwacht und steuert Energieversorgungsnetze in Echtzeit: Umspannwerke, Netzknoten, Erzeuger und Abnehmer. Klassische SCADA-Systeme sind oft veraltet und schlecht vernetzt. Modernisierung bedeutet: cloud-fähige SCADA-Backends (z. B. Ignition SCADA), OPC-UA-Anbindung an Feldgeräte, REST-API für Dashboards und Alarmierungssysteme sowie sichere Verbindung zum IT-Netz mit Netzwerksegmentierung nach IEC 62351. Wir entwickeln die IT-seitigen Schnittstellen und Visualisierungslösungen.
Wie setzt man Mieterstrom-Abrechnung technisch um?
Mieterstrom erlaubt Vermietern, selbst erzeugten PV-Strom direkt an Mieter zu verkaufen. Technisch erfordert das: eigene Zählpunkte je Mieter, SMGW oder konventionelle Zweirichtungszähler, Abrechnungsmodul für Eigenverbrauch und Reststrombezug, DSGVO-konforme Verbrauchsdatenerfassung und Einspeisung überschüssiger Energie ins Netz mit EEG-Vergütung. Gängige Abrechnungssysteme bilden Mieterstrom oft nicht vollständig ab. Wir entwickeln Erweiterungsmodule, die Ihre bestehende Systemlandschaft ergänzen.
Was bedeutet §29 MsbG für Energieversorger und welche IT-Folgen hat der Smart-Meter-Rollout?
§29 MsbG verpflichtet Grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) zum Smart-Meter-Rollout bei Verbrauchern ab 6.000 kWh Jahresverbrauch. IT-seitig entstehen neue Anforderungen: SMGW-Administrator-Schnittstellen, Zertifikats-Management für SMGW-Kommunikation, Verarbeitung von 15-Minuten-Lastgangdaten statt jährlicher Ablesewerte und Anbindung an das Metergrid-System. Abrechnungssysteme müssen hochauflösende Verbrauchsdaten verarbeiten können. Das erfordert skalierbare Datenpipelines und Anpassungen an Tarifmodellen.
Wie funktioniert ein cloud-basiertes SCADA-System für Energieversorger?
Cloud-basierte SCADA-Systeme (z. B. Ignition SCADA von Inductive Automation) ermöglichen Fernüberwachung und -steuerung von Energieanlagen über sichere Internetverbindungen. Vorteile gegenüber klassischem SCADA: keine eigene Serverinfrastruktur, skalierbare Datenaufnahme von hunderten Messpunkten, Zugriff via Browser ohne VPN-Umweg und automatische Updates. Sicherheitsanforderungen: TLS-Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung, Netzwerksegmentierung nach IEC 62351 und BSI-konforme Protokollierung. Wir entwickeln die IT-seitige Integration von cloud-SCADA in Ihre Abrechnungs- und Energiemanagementsysteme.

Digitalisierung in der Energiewirtschaft: Was konkret zu tun ist

Stadtwerke und Energieversorger stehen vor einer Kombination aus Regulierungsdruck und technologischem Wandel. Der Smart-Meter-Rollout nach §29 MsbG ist gesetzliche Pflicht. §14a EnWG erzwingt neue Steuerungsinfrastruktur für steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Gleichzeitig wächst das Produktportfolio: Mieterstrom, PV-Einspeisevergütung, Wärmepumpen-Tarife und dynamische Preismodelle müssen im Abrechnungssystem abgebildet werden. Viele Standardsysteme stoßen dabei an ihre Grenzen.

BDEW-Marktkommunikation ist für alle Markteilnehmer Pflicht. EDIFACT-Nachrichten müssen fristgerecht und korrekt übertragen werden. Fehler in der Marktkommunikation führen zu Verzögerungen beim Lieferantenwechsel und zu Bußgeldern der Bundesnetzagentur. Unsere EDI-Middleware validiert alle ausgehenden Nachrichten automatisch und protokolliert Übertragungsstatus. Fehlerhafte Nachrichten werden vor dem Versand abgefangen und korrigiert.

Kundenportale sind für Stadtwerke ein zunehmend wichtiger Differenzierungsfaktor. Kunden erwarten Verbrauchsdaten in Echtzeit, Online-Tarifwechsel und digitale Rechnungen. Stadtwerke, die hier investieren, binden Kunden und reduzieren gleichzeitig Serviceanfragen im Call-Center. 15-Minuten-Lastgangdaten aus Smart Metern bieten die Datengrundlage für individuelle Verbrauchsanalysen und personalisierte Energiespartipps.

  • Smart-Meter-Middleware verarbeitet 15-Minuten-Lastgangdaten automatisch – ohne manuellen Eingriff.
  • EDIFACT-Marktkommunikation nach BDEW-Standard reduziert Fehler im Lieferantenwechselprozess auf nahezu null.
  • §14a-EnWG-Umsetzung erfordert spätestens 2025 technische Steuerungsinfrastruktur für steuerbare Verbrauchseinrichtungen.
  • Mieterstrom-Abrechnungsmodule erschließen neue Umsatzquellen ohne vollständige Systemablösung.
  • Kundenportale mit Verbrauchsvisualisierung senken Call-Center-Kontakte um bis zu 40 %.
  • Cloud-fähige SCADA-Modernisierung verbessert Netzüberwachung und ermöglicht Remote-Zugriff mit BSI-konformer Absicherung.
  • EEG-Einspeisevergütungsmodule automatisieren die Abrechnung für PV-Anlagen-Betreiber vollständig.
  • API-Integration von Ladestationen und Wallboxen schafft die Basis für intelligentes Lademanagement nach §14a EnWG.

Nächster Schritt

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