Maritime Logistik: Komplexe Schnittstellen, hoher Digitalisierungsbedarf
Hafen und maritime Logistik sind durch eine besondere Vielzahl an Akteuren und Systemen geprägt: Reedereien, Terminals, Spediteure, Zoll, Hafenbehörden und Lkw-Disposition müssen in Echtzeit Daten austauschen – Schiffsankunft, Containerfreigabe, Lkw-Gate, Zollstatus und Ladeplan. Ohne digitale Integration entstehen Wartezeiten, Fehler und Kosten.
Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Software für mittelständische Hafen- und Logistikunternehmen in Norddeutschland: TOS-Lösungen, Zollschnittstellen (ATLAS), PCS-Anbindungen und EDI-Middleware. Mehr zur allgemeinen Logistik-IT: Logistik & Transport.
Typische Lösungsansätze für Häfen und maritime Logistik
Terminal Operating System (TOS)
Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen passende TOS-Lösungen für mittelgroße Terminals: Gate-System mit Kennzeichenerfassung und Zollstatus-Prüfung, Yard-Management mit Stapelplanung und Stellplatzzuweisung, Kran-Steuerung und Arbeitsauftrags-Disposition, Schiffsabfertigungs-Workflow und Ladelistenerstellung sowie Real-Time-Dashboards für Terminalleiter. Für kleinere Terminals entwickeln wir schlanke Lösungen, die genau das abbilden, was gebraucht wird – ohne unnötige Komplexität der Großsysteme.
Zollabwicklung & ATLAS-Schnittstelle
Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen ATLAS-Schnittstellen für Spediteure und Terminal-Software: automatische Übermittlung von Zollanmeldungen, Einfuhr- und Ausfuhrverfahren, Versandscheine (T1/T2) und eManifest-Daten. EDIFACT-Nachrichten werden automatisch generiert und an ATLAS übermittelt. Containerfreigabe-Status fließt in Echtzeit zurück ins Gate-System. So werden manuelle Zollprozesse eliminiert und Wartezeiten am Gate reduziert.
Port Community System-Anbindung
Integration an Port Community Systeme (Dakosy/Hamburg, BHB Bremen) per EDI oder API: automatischer Empfang von Schiffsmanifesten und Container-Status, Übermittlung von Gate-Daten und Abfertigungsnachrichten sowie Anbindung an Zoll-Freigabeprozesse über PCS-Workflow. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen die technische Integration und das EDI-Mapping für alle relevanten EDIFACT-Nachrichtentypen (IFTMIN, IFTMCS, COPARN, COARRI).
Container-Tracking & Kundenportal
Kunden und Disponenten wollen Containerstandort, ETA und Freigabestatus in Echtzeit. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Track-and-Trace-Portale für Terminals und Spediteure: Echtzeit-Container-Status aus TOS und PCS, Benachrichtigungen bei Abweichungen (Verzögerung, Zollbeschau), Dokumenten-Download (Ladeschein, B/L, Zollbescheid) und B2B-API für direkte Integration in Kunden-IT. Das entlastet den Kundenservice erheblich.
Terminal Operating System
Gate, Yard, Kran und Schiffsabfertigung – passende TOS-Lösungen für mittelgroße Terminals.
Zoll & ATLAS
ATLAS-Schnittstellen, EDIFACT-Nachrichten und automatische Containerfreigabe – Zoll digital.
Port Community System
Dakosy und BHB-Integration per EDI/API – automatischer Datenaustausch in der Hafengemeinschaft.
Container-Tracking
Echtzeit-Track-and-Trace für Kunden – Containerstandort, ETA und Dokumenten-Download per Portal.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist ein Terminal Operating System (TOS) und wann braucht man es?
Wie funktioniert die digitale Zollabwicklung im Seefrachtverkehr?
Was ist ein Port Community System (PCS) und wie integriert man es?
Was kostet eine individuelle Hafen- oder Logistiksoftware?
Was sind COPRAR und COARRI und wie werden sie in der Praxis verwendet?
Wie funktioniert digitale Gefahrgutdokumentation im Seefrachtbereich?
Was ist MID-Container-Tracking und wie wird es technisch umgesetzt?
Wie setzt man elektronische Ladungssicherungsdokumentation um?
Welche EDI-Nachrichtentypen sind im Hafenbetrieb besonders wichtig?
Wie integriert man Reederei-APIs für automatischen Containerstandort-Abruf?
Digitalisierung in Logistik und Hafen: Was konkret zu tun ist
Maritime Logistik ist eines der komplexesten Digitalisierungsfelder. Reedereien, Terminals, Spediteure, Zoll und Hafenbehörden müssen in Echtzeit kommunizieren. Jede Verzögerung in der Datenkommunikation führt zu Wartezeiten am Gate, ungenutzten Krankapazitäten und Mehrkosten. EDI-Nachrichten nach EDIFACT-Standard sind der Grundpfeiler dieser Kommunikation. Wer diese Schnittstellen nicht beherrscht, zahlt hohe manuelle Verarbeitungskosten.
Für mittelständische Terminals sind TOS-Systeme der großen Anbieter (Navis N4, TBA Sparcs) oft überdimensioniert und zu teuer. Ab 50.000 TEU Jahresumschlag macht ein TOS wirtschaftlich Sinn. Darunter sind schlanke Individualentwicklungen, die Gate, Yard und Schiffsabfertigung abbilden, die bessere Wahl. Wir entwickeln diese maßgeschneiderten Lösungen und integrieren sie in PCS und ATLAS.
Container-Tracking ist für Kunden heute Pflichtanforderung. Kein Empfänger akzeptiert mehr einen Anruf beim Kundendienst als einzige Möglichkeit, den Containerstatus zu erfahren. Ein Track-and-Trace-Portal mit Echtzeit-Status, Benachrichtigungen bei Abweichungen und Dokumenten-Download entlastet den Kundenservice erheblich. B2B-APIs erlauben Kunden, Statusdaten direkt in ihre eigenen Systeme zu integrieren.
- EDIFACT-COPRAR/COARRI-Automatisierung eliminiert manuelle Ladeplan-Übertragung zwischen Reederei und Terminal.
- ATLAS-Zollschnittstelle reduziert Containerfreigabe-Zeit von Stunden auf Minuten durch automatische Statussynchronisation.
- PCS-Integration (Dakosy Hamburg, BHB Bremen) ermöglicht automatischen Datenaustausch mit der gesamten Hafengemeinschaft.
- Gefahrgut-Software nach IMDG-Code prüft automatisch Staukompatibilität und verhindert gefährliche Fehlbeladungen.
- Container-Tracking-Portale reduzieren Statusanfragen im Kundenservice um 50–70 %.
- Digitale Ladungssicherungsdokumentation schützt vor Bußgeldern nach §22 StVO und VDI-2700-Kontrollen.
- TOS für mittelgroße Terminals kosten 30–70 % weniger als Großsysteme bei 80 % der benötigten Funktionalität.
- EDI-Monitoring mit automatischer Fehlerbenachrichtigung verhindert stille Übertragungsfehler mit Folgekosten.

