Regulatorik als Kernanforderung in der Finanzbranche
Finanzsoftware ist kein gewöhnliches Business-Software-Projekt: BaFin-Anforderungen, MaRisk, DORA, PSD2 und DSGVO durchziehen jeden Aspekt der Architektur – von der Datenhaltung über Auditierbarkeit bis zur Auslagerungs-Governance. Wer diese Anforderungen nachträglich einbauen will, zahlt ein Mehrfaches gegenüber einem sauber geplanten Erstprojekt.
Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Software für Finanzdienstleister mit regulatorischer Expertise: BaFin-konforme Architektur, Audit-Trails, Verschlüsselung, Penetration Testing und Dokumentation für IT-Auslagerungen nach MaRisk AT 9. Für FinTechs begleiten wir MVP-Entwicklung und Lizenzierungsprozesse. Ergänzend: IT-Sicherheit und API-Entwicklung.
Typische Lösungsansätze für Finanzdienstleister
Regulatorik-konforme Softwarearchitektur
Finanzsoftware muss von Beginn an MaRisk- und DORA-konform gebaut werden: vollständige Audit-Trails aller Datenzugriffe und -änderungen, Rollenkonzepte mit Vier-Augen-Prinzip, Verschlüsselung at rest und in transit, Business-Continuity-Planung und dokumentierte IT-Auslagerungsprozesse. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Architekturdokumentationen, die Ihre IT-Revision und BaFin-Prüfer zufriedenstellen – bevor der erste Code geschrieben wird.
KYC/AML-Integration
Geldwäscheprävention (AML) und Kundenidentifikation (KYC) sind gesetzliche Pflichten nach GwG §10ff. Wir integrieren Video-Ident-Dienste (IDnow, WebID), eID-Schnittstellen, Sanktionslisten-Screening und Transaktionsmonitoring-APIs in Ihre Onboarding- und Backend-Systeme. Automatisierte Risikoklassifizierung reduziert manuelle Prüfaufwände, während Audit-Trails alle GwG-Dokumentationspflichten erfüllen.
Open Banking & PSD2-Integration
Open Banking ermöglicht Kontoinformationen (AISP) und Zahlungsauslösung (PISP) per API. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen PSD2-konforme Integrationen: Kontoabgleich in Buchhaltungssystemen, Zahlungsauslösung ohne Kreditkarte und Multi-Banking-Dashboards. Für Banken entwickeln wir Berlin-Group-konforme API-Schnittstellen. Aggregatoren wie FinAPI (Germany-first) oder TrueLayer reduzieren Integrations-Aufwände erheblich.
Compliance-Dashboards & Reporting
Regulatorisches Reporting (COREP, FINREP, MeldewG, Meldeportal der Bundesbank) und interne Compliance-Dashboards für Risikomanagement, Limitüberwachung und Auffälligkeits-Monitoring. Typische Projekte in diesem Umfeld umfassen Reporting-Systeme, die Daten aus mehreren Quellsystemen aggregieren, automatisch validieren und in aufsichtsrechtlich geforderten Formaten (XBRL, XML) ausgeben. Mehr: Power BI für Business Intelligence.
Regulatorik & Compliance
BaFin-konforme Architektur, MaRisk- und DORA-Anforderungen, Audit-Trails und IT-Auslagerungs-Dokumentation.
KYC & AML
Video-Ident, eID, Sanktionslisten-Screening und Transaktionsmonitoring – GwG-konform integriert.
Open Banking / PSD2
PSD2-konforme API-Integrationen für AISP/PISP, Multi-Banking-Dashboards und Kontoabgleich.
Regulatorisches Reporting
COREP, FINREP und interne Compliance-Dashboards – automatisiert, validiert und auditierbar.
Häufige Fragen (FAQ)
Was sind die regulatorischen Anforderungen an Finanzsoftware in Deutschland?
Wie werden KYC- und AML-Prozesse in Software abgebildet?
Was kostet eine individuelle Finanzsoftware oder ein FinTech-MVP?
Was ist Open Banking / PSD2 und wie implementiert man API-Banking?
Was bedeutet DORA für IT-Systeme von Finanzunternehmen?
Welche Anforderungen stellt ISO 27001 an FinTech-Softwareentwicklung?
Was sind Kernbankensysteme und wann lohnt eine Individualsoftware davor?
Wie implementiert man sichere Zahlungsabwicklung nach PCI DSS?
Was kostet die BaFin-Lizenzierung und wie unterstützt Software dabei?
Was versteht man unter GDPR-konformem Daten-Management in FinTechs?
Digitalisierung in der Finanzbranche: Was konkret zu tun ist
Finanzsoftware ist kein gewöhnliches IT-Projekt. Jede Designentscheidung hat regulatorische Konsequenzen. Wer Audit-Trails nachträglich einbaut, zahlt das Dreifache gegenüber einer von Anfang an BaFin-konformen Architektur. DORA gilt seit Januar 2025 – Finanzunternehmen müssen IT-Resilienz nachweisen und Drittparteirisiken dokumentieren. NIS2 betrifft ebenfalls Teile des Finanzsektors. Diese regulatorischen Anforderungen sind keine Hindernisse, sondern Qualitätsmerkmale, die vertrauenswürdige Systeme kennzeichnen.
Open Banking verändert die Wettbewerbssituation grundlegend. FinTechs nutzen PSD2-APIs, um Bankdaten mit besseren Interfaces zu versehen als die Banken selbst. Buchführungssoftware verknüpft sich direkt mit Bankkonten. Kreditscoring nutzt Kontoumsätze statt Papierformulare. Unternehmen, die Open Banking frühzeitig in ihre Produkte integrieren, gewinnen Kunden, die von manuellen Prozessen frustriert sind.
Für Banken und etablierte Finanzdienstleister ist die Kernfrage nicht ob, sondern wie sie digitalisieren. Kernsysteme sind schwer zu ersetzen. Moderne API-Gateways und digitale Produktstrecken, die vor dem Kernsystem liegen, sind der pragmatische Weg. Kunden-Onboarding, Kreditantragsportale und Compliance-Dashboards lassen sich als eigenständige Systeme bauen, die ans Kernsystem angebunden werden – ohne es zu gefährden.
- BaFin-konforme Architektur von Beginn an spart 50–70 % Nachbesserungs-Aufwand gegenüber nachträglicher Compliance.
- DORA-Umsetzung ist seit Januar 2025 Pflicht – IT-Risikodokumentation und Resilienztests sind gesetzlich gefordert.
- ISO 27001-Zertifizierung öffnet Enterprise-Kunden und Bankpartnerschaften, die Sicherheitsnachweise verlangen.
- PSD2-Open-Banking-Integration ermöglicht Kontoanzeige, Zahlungsauslösung und Scoring ohne eigene Banklizenz.
- KYC/AML-Automatisierung reduziert manuelle Prüfkosten pro Kunde von 30–100 € auf unter 5 €.
- PCI-DSS-konformer Token-Ansatz eliminiert das Risiko von Kreditkartendaten im eigenen System vollständig.
- Regulatorisches Reporting (COREP, FINREP) automatisiert Quartalsberichte und eliminiert manuelle Aggregationsarbeit.
- Vier-Augen-Prinzip und Audit-Trails in der Softwarearchitektur sind Pflichtbestandteile für MaRisk-konforme Systeme.


